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Provenance

Die 101 Lose als Druckkarten

Jedes Los der Quist-Versteigerung auf 63,5 × 88 mm — dem Maß einer Spielkarte. Vorder- und Rückseite liegen nebeneinander: Paar ausschneiden, in der Mitte falten. Mit 100 % drucken, ohne „an Seite anpassen“, sonst ist das Maß dahin.

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101 Lose · 34 Blatt A4
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1

The Velhagen Tide-ReckonerDer Gezeitenrechner von Velhagen

Brass, three plates, 7 in. diameter, 11 oz. · Plate 1 · Estimate 20–30 marksMessing, drei Platten, 7 Zoll Durchmesser, 11 Unzen · Tafel 1 · Schätzung 20–30 Mark

A reckoner of tide-hours in brass, 7 inches across, of three plates riveted at the centre and turning one within another, weighing 11 ounces with the index arm. The outer plate carries the days of the moon, the middle the twelve months of this reckoning, the inner the hours and half-hours of the gate. Set to the moon's day and read at the index, it gives the hour of high water at the Sluice Basin and the hour the gate is shut against it, correctly, having been cut for that gate and for no other water. Elsewhere it is out by as much as forty minutes, and out consistently, which is a thing to know before it is carried inland.Ein Rechner der Tidenstunden in Messing, 7 Zoll im Durchmesser, aus drei in der Mitte vernieteten Platten, die eine in der anderen drehen, mit dem Zeigerarm 11 Unzen schwer. Die äußere Platte trägt die Tage des Mondes, die mittlere die zwölf Monate dieser Zeitrechnung, die innere die Stunden und halben Stunden des Tores. Auf den Tag des Mondes gestellt und am Zeiger abgelesen, gibt er die Stunde des Hochwassers am Schleusenbecken und die Stunde, zu der das Tor dagegen geschlossen wird, und zwar richtig, da er für dieses Tor geschnitten wurde und für kein anderes Wasser. Anderswo geht er um bis zu vierzig Minuten falsch, und zwar gleichbleibend falsch, was zu wissen ist, ehe er ins Binnenland gebracht wird.

1The Velhagen Tide-ReckonerDer Gezeitenrechner von Velhagen

Provenance Provenienz Hilke Quist, dealer in ship instruments, of the Staple Quay, in whose shop it hung against the door-post for nineteen years; thence, by descent, the deceased.Hilke Quist, Händlerin für Schiffsinstrumente, vom Stapelkai, in deren Laden er neunzehn Jahre am Türpfosten hing; sodann, durch Erbgang, der Verstorbene.

Condition Zustand good; the index arm bent and straightened, and honestly straightened; the inner plate worn shallow at the flood hours and legible throughout.gut; der Zeigerarm verbogen und gerichtet, und ehrlich gerichtet; die innere Platte an den Flutstunden flach abgenutzt und durchweg lesbar.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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2

Three Sounding Leads of the NachtvogelDrei Senkbleie der Nachtvogel

Lead and hemp, 7 lb., 9 lb. and 14 lb. · Plate 2 · Estimate 11–16 marksBlei und Hanf, 7 Pfund, 9 Pfund und 14 Pfund · Tafel 2 · Schätzung 11–16 Mark

Three hand leads, of 7, 9 and 14 pounds, each hollowed at the base for the tallow, the lines hemp, marked in the customary manner with leather, calico and red bunting, and spliced to the strop with a long splice in each case. All three came out of one locker and are of one hand's casting. Cast into water, a lead of this set brings up no ground in the tallow, and the line does not hang plumb: it lies over toward whatever body lies unrecovered within a ship's length of the place, and the lead comes up cold in warm water. They are said to have found the master of the Nachtvogel on the second cast.Drei Handlote von 7, 9 und 14 Pfund, jedes am Fuß für den Talg ausgehöhlt, die Leinen aus Hanf, in der üblichen Weise mit Leder, Kattun und rotem Flaggentuch bezeichnet und je mit einem langen Spleiß an den Stropp gespleißt. Alle drei kamen aus einer Kiste und sind von einer Hand gegossen. Ins Wasser geworfen, bringt ein Lot dieses Satzes keinen Grund im Talg herauf, und die Leine hängt nicht senkrecht: sie legt sich zu dem Körper hin, der ungeborgen innerhalb einer Schiffslänge von der Stelle liegt, und das Lot kommt kalt aus warmem Wasser. Angeblich haben sie den Kapitän der Nachtvogel beim zweiten Wurf gefunden.

2Three Sounding Leads of the NachtvogelDrei Senkbleie der Nachtvogel

Provenance Provenienz Pieter Tjaard, master of her, lost off the outer bank; thence Sivert Sipke, diver, of the Customs Quay, who raised the locker under licence of the Waterbailiff's office and was paid a third of what he brought up; thence the deceased.Pieter Tjaard, ihr Kapitän, vor der äußeren Bank verloren; sodann Sivert Sipke, Taucher, vom Zollkai, der die Kiste unter der Lizenz des Amtes des Wasservogts hob und ein Drittel dessen bezahlt bekam, was er heraufbrachte; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the 9-pound scored and re-cast at the crown; the lines sound and lately re-served; the calico mark of the 14-pound renewed.das 9-Pfund-Lot am Kopf eingekerbt und neu gegossen; die Leinen heil und kürzlich neu bekleidet; das Kattunzeichen des 14-Pfund-Lotes erneuert.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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3

A Cabinet of Forty Moths, One WantingEin Kabinett von vierzig Motten, eine fehlt

Mahogany and glass, 18 in. by 13 in., 1¾ in. deep · Plate 3 · Estimate 8–12 marksMahagoni und Glas, 18 auf 13 Zoll, 1¾ Zoll tief · Tafel 3 · Schätzung 8–12 Mark

A shallow cabinet of mahogany, 18 inches by 13, with a glazed lid and a bed of cork papered white. The cork is pricked for forty-one and forty are filled. The specimens are moths of this coast and of the inland heaths, set in the manner of a schoolroom rather than a cabinet, the pins driven too deep and the wings held with strips of card cut with a table-knife. Each is labelled in a boy's hand, in ink faded to brown, with the place and the day of taking. The labels are transcribed at the table as they stand and are not corrected.Ein flacher Kasten aus Mahagoni, 18 auf 13 Zoll, mit verglastem Deckel und einem Bett aus Kork, weiß bepapiert. Der Kork ist für einundvierzig gestochen, und vierzig sind besetzt. Die Stücke sind Motten dieser Küste und der Heiden des Binnenlandes, gesteckt nach Art einer Schulstube und nicht nach Art eines Kabinetts, die Nadeln zu tief getrieben und die Flügel mit Kartonstreifen gehalten, die mit einem Tafelmesser geschnitten sind. Jedes ist in einer Knabenhand beschriftet, in braun verblasster Tinte, mit dem Ort und dem Tag des Fangs. Die Etiketten sind am Tisch abgeschrieben, wie sie dastehen, und sind nicht berichtigt.

3A Cabinet of Forty Moths, One WantingEin Kabinett von vierzig Motten, eine fehlt

Provenance Provenienz the deceased, being of his own forming in boyhood, the case bought for him by Dirck Feddes, schoolmaster of the Beguinage lane.der Verstorbene, da von ihm selbst in der Knabenzeit angelegt, der Kasten für ihn gekauft von Dirck Feddes, Schulmeister der Beginenhof-Gasse.

Condition Zustand the glass of the lid cracked corner to corner and held with a strip of paper; two specimens rubbed to the thorax; one hawk-moth entire and very fine. The estimate is for the cabinet.das Glas des Deckels von Ecke zu Ecke gesprungen und mit einem Papierstreifen gehalten; zwei Stücke bis auf den Brustabschnitt abgerieben; ein Schwärmer vollständig und sehr schön. Die Schätzung gilt dem Kasten.

Plate Tafel Plate 3. The cabinet of forty moths, one wanting, seen from above with the lid raised, the labels legible in the two lower rows. The empty bed is at the end of the last row and its label is shown.Tafel 3. Der Kasten mit vierzig Motten, eine fehlt, von oben gesehen, der Deckel aufgeschlagen, die Etiketten in den beiden unteren Reihen lesbar. Das leere Bett steht am Ende der letzten Reihe, und sein Etikett ist wiedergegeben.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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4

Prillevits' Singing BirdPrillevits' Singvogel

Silver wire, enamel and gilt brass, cage 14 in. to the ring · Plate 4 · Estimate 320–400 marksSilberdraht, Email und vergoldetes Messing, Käfig 14 Zoll bis zum Ring · Tafel 4 · Schätzung 320–400 Mark

A singing bird in a cage of drawn silver wire, the cage 14 inches to the ring and 6 inches across the hoop, upon a base of gilt brass with a drawer for the key. The bird is 2¼ inches from beak to tail, the body enamel over copper, the wings and crest feathered with the feathers of a goldfinch laid in gum, the eyes garnet. The bellows are kid leather, twice renewed; the whistle is a brass pipe with a sliding piston and a water reservoir of half a gill; the beak, the tail and the head move with the song, and the bird turns upon the perch at the end of each air.Ein Singvogel in einem Käfig aus gezogenem Silberdraht, der Käfig 14 Zoll bis zum Ring und 6 Zoll über den Reif, auf einem Sockel aus vergoldetem Messing mit einer Schublade für den Schlüssel. Der Vogel misst 2¼ Zoll von Schnabel bis Schwanz, der Körper Email über Kupfer, Flügel und Haube mit den Federn eines Stieglitzes in Gummi gelegt befiedert, die Augen Granat. Der Blasebalg ist aus Ziegenleder, zweimal erneuert; die Pfeife ist ein Messingrohr mit gleitendem Kolben und einem Wasserbehälter von einem halben Gill; Schnabel, Schwanz und Kopf bewegen sich mit dem Gesang, und der Vogel dreht sich am Ende jeder Weise auf der Stange.

4Prillevits' Singing BirdPrillevits' Singvogel

Provenance Provenienz 1594 · made by Sibbe Prillevits, clockmaker, of the Sluice Quay, for her own shop window — 1601 · Duifje Stoevel, lace-dealer of the Kolkgracht, by purchase out of the maker's estate, 180 marks — 1618 · thence the deceased, by purchase, with the key, the list, and a spare set of bellows in kid1594 · von Sibbe Prillevits, Uhrmacherin, vom Schleusenkai, für das eigene Ladenfenster verfertigt — 1601 · Duifje Stoevel, Spitzenhändlerin an der Kolkgracht, durch Kauf aus dem Nachlass der Meisterin, 180 Mark — 1618 · sodann der Verstorbene, durch Kauf, mit dem Schlüssel, der Liste und einem Ersatzbalg aus Ziegenleder

Condition Zustand excellent for its kind. The silver of the cage rubbed bright at the ring where it has been carried; three wires of the hoop replaced with wire of the same gauge and not of the same drawing; two feathers of the crest lost, and the gum yellowed at the shoulder. The movement is clean, lately oiled, and runs to the seventh notch.ausgezeichnet für seine Art. Das Silber des Käfigs am Ring blank gerieben, wo er getragen wurde; drei Drähte des Reifs ersetzt durch Draht derselben Stärke und nicht desselben Zuges; zwei Federn der Haube verloren, und das Gummi an der Schulter vergilbt. Das Werk ist sauber, kürzlich geölt, und läuft bis zur siebten Kerbe.

Plate Tafel Plate 4. The singing bird, from the front, the cage door shut and the bird at the top of its turn; the base drawn separately below, with the drawer open and the key in it.Tafel 4. Der Singvogel, von vorn, die Käfigtür geschlossen und der Vogel am höchsten Punkt seiner Drehung; der Sockel darunter gesondert gezeichnet, die Schublade offen und der Schlüssel darin.

[in red ink] The bellows are not twice renewed, they are three times renewed, and the last man used sheep where kid was and stitched it with a saddler's awl. Look at the heel of them with a glass. As for the seventh notch, the stop is not broken and never was: it has been filed off the barrel deliberately and filed cleanly, by someone who wanted the notch to turn and the pipe to stay shut. The house has polished the cage and left that. C.O. (Lowmonth 1637)[in roter Tinte] Der Blasebalg ist nicht zweimal erneuert, er ist dreimal erneuert, und der letzte Mann nahm Schaf, wo Ziege war, und nähte es mit einer Sattlerahle. Sehen Sie sich die Ferse davon mit dem Glas an. Was die siebte Kerbe angeht: Der Anschlag ist nicht gebrochen und war es nie, er ist absichtlich von der Walze gefeilt und sauber gefeilt, von jemandem, der wollte, dass die Kerbe dreht und die Pfeife zubleibt. Das Haus hat den Käfig poliert und das stehen lassen. C.O. (Niedermond 1637)

Corvisser & Lutt · Velhagen
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5

The Weighhouse Balance of 1602, with False WeightsDie Waaghaus-Waage von 1602, mit falschen Gewichten

Brass and steel, beam 31 in., pans 9 in.; eight weights, 7 lb. 3 oz. the set · Plate 5 · Estimate 30–45 marksMessing und Stahl, Balken 31 Zoll, Schalen 9 Zoll; acht Gewichte, 7 Pfund 3 Unzen der Satz · Tafel 5 · Schätzung 30–45 Mark

An office balance of the sworn pattern: steel beam of 31 inches with brass ends and a knife-edge lately dressed, brass pans of 9 inches on silk cords, in a fitted deal case with a glazed front, stamped four times with the stamp of the Weighhouse and once with the year. It weighs true to two drachms in fourteen pounds and was proved before a sworn weigher on the second day of view.Eine Amtswaage nach beschworenem Muster: Stahlbalken von 31 Zoll mit Messingenden und einer kürzlich abgezogenen Schneide, Messingschalen von 9 Zoll an Seidenschnüren, in einem eingerichteten Kasten aus Tannenholz mit verglaster Front, viermal mit dem Stempel des Waaghauses und einmal mit der Jahreszahl gestempelt. Sie wiegt auf zwei Drachmen in vierzehn Pfund genau und wurde am zweiten Tag der Vorbesichtigung vor einem beschworenen Wäger geprobt.

5The Weighhouse Balance of 1602, with False WeightsDie Waaghaus-Waage von 1602, mit falschen Gewichten

Provenance Provenienz 1602 · of the Weighhouse of this city, and used in the cause of that year — 1619 · sold out of the office when the great beam was renewed, by warrant, at the Staple Quay — thence Klaas Vantoc, pawnbroker, of the Wolfsgat, who kept it in his shop-window for the instruction of his customers — thence, at a sale in this city, to the deceased1602 · vom Waaghaus dieser Stadt, und im Rechtsstreit jenes Jahres gebraucht — 1619 · aus dem Amt verkauft, als der große Balken erneuert wurde, unter Vollmacht, am Stapelkai — sodann Klaas Vantoc, Pfandleiher, aus dem Wolfsgat, der sie zur Belehrung seiner Kunden im Ladenfenster hielt — sodann, auf einer Auktion in dieser Stadt, an den Verstorbenen

Condition Zustand good throughout; one silk cord replaced; the glass of the case whole; the case lock without its key. The wax plugs of the weights are dry and two have fallen out and are in the case in a paper.durchweg gut; eine Seidenschnur ersetzt; das Glas des Kastens heil; das Schloss des Kastens ohne seinen Schlüssel. Die Wachspfropfen der Gewichte sind trocken, und zwei sind herausgefallen und liegen in einem Papier im Kasten.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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6

A Diver's Bell, Half-Scale, in GlassEine Taucherglocke, halber Maßstab, in Glas

Glass, lead and brass, 13 in. high, 9 in. at the skirt · Plate 6 · Estimate 16–22 marksGlas, Blei und Messing, 13 Zoll hoch, 9 Zoll am Schurz · Tafel 6 · Schätzung 16–22 Mark

A model of a diving bell at one half, blown in a single piece of green glass, 13 inches high and 9 across the skirt, with a sole of lead run in at the rim and two brass rings for the tackle. Lowered in a tank, it shows the air standing in the crown and the water rising in the skirt very prettily for three feet. Below three feet it goes down and continues to go down. The sole carries about one grain of lead more than the maker computed, and the whole difference between an instrument and an ornament is that grain.Ein Modell einer Taucherglocke im halben Maß, in einem Stück aus grünem Glas geblasen, 13 Zoll hoch und 9 über den Schurz, mit einer Sohle aus Blei, am Rand eingegossen, und zwei Messingringen für das Takel. In einen Bottich gesenkt, zeigt sie sehr hübsch, wie die Luft im Scheitel steht und das Wasser im Schurz steigt, auf drei Fuß. Unterhalb von drei Fuß geht sie unter und geht weiter unter. Die Sohle trägt etwa ein Gran Blei mehr, als der Verfertiger berechnet hat, und der ganze Unterschied zwischen einem Instrument und einem Zierstück ist dieses Gran.

6A Diver's Bell, Half-Scale, in GlassEine Taucherglocke, halber Maßstab, in Glas

Provenance Provenienz Sivert Sipke, diver, who had it made at his own charge for a trial before a committee; thence the deceased.Sivert Sipke, Taucher, der sie auf eigene Kosten für eine Vorführung vor einem Ausschuss anfertigen ließ; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand sound, a bruise in the glass at the crown and a chip at the skirt. The committee did not sit.heil, ein Schlag im Glas am Scheitel und ein Ausbruch am Schurz. Der Ausschuss ist nicht zusammengetreten.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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7

The Spectacles of Boudewijn BrilDie Brille des Boudewijn Bril

Silver and glass, lenses 1⅜ in., in a shagreen case · Plate 7 · Estimate 240–300 marksSilber und Glas, Gläser 1⅜ Zoll, in einem Chagrinetui · Tafel 7 · Schätzung 240–300 Mark

A pair of spectacles of the nose-bridge sort, the frames silver and struck twice with the maker's mark, a small B in a lozenge, the lenses 1⅜ inches and ground plano-convex of a long focus, in a case of black shagreen lined with wash-leather. The maker ground them for himself and wore them thirty years, and the silver of the bridge is worn to a wire on the left side, as it is on every pair he kept.Eine Brille von der Art mit Nasensteg, die Fassung aus Silber und zweimal mit dem Zeichen des Verfertigers geschlagen, einem kleinen B in einer Raute, die Gläser 1⅜ Zoll und plankonvex geschliffen von langer Brennweite, in einem Etui aus schwarzem Chagrinleder, mit Waschleder gefüttert. Der Verfertiger schliff sie für sich selbst und trug sie dreißig Jahre, und das Silber des Stegs ist auf der linken Seite zu einem Draht abgetragen, wie es das an jeder Brille ist, die er behielt.

7The Spectacles of Boudewijn BrilDie Brille des Boudewijn Bril

Provenance Provenienz ground and framed by Boudewijn Bril, spectacle-maker, of the Staple Quay, for his own use — by bequest, Anselm Haak, merchant of this city, the maker's creditor and his friend, in that order — 1616 · thence the deceased, at the Haak sale, on the second table, 210 marks, with the case and a second pair not offered heregeschliffen und gefasst von Boudewijn Bril, Brillenmacher, vom Stapelkai, zum eigenen Gebrauch — durch Vermächtnis, Anselm Haak, Kaufmann dieser Stadt, Gläubiger des Verfertigers und sein Freund, in dieser Reihenfolge — 1616 · sodann der Verstorbene, auf der Haak-Auktion, am zweiten Tisch, 210 Mark, mit dem Etui und einer zweiten Brille, die hier nicht angeboten wird

Condition Zustand good; the left bow re-soldered at the joint; both lenses free of scratch or bloom; the shagreen of the case rubbed white at the corners and the wash-leather perished at the hinge.gut; der linke Bügel am Gelenk neu gelötet; beide Gläser frei von Kratzer und Beschlag; das Chagrinleder des Etuis an den Ecken weiß gerieben und das Waschleder am Scharnier zerfallen.

Plate Tafel Plate 7. The spectacles of Boudewijn Bril, open and laid upon the case, from above; the maker's mark shown enlarged at the corner of the sheet.Tafel 7. Die Brille des Boudewijn Bril, aufgeklappt und auf das Etui gelegt, von oben; das Zeichen des Verfertigers vergrößert in der Ecke des Blattes.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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8

A Barrel-Organ That Plays One Air OnlyEine Drehorgel, die nur eine Weise spielt

Mahogany, pine and lead, 22 in. by 15 in., 26 pipes · Plate 8 · Estimate 25–35 marksMahagoni, Kiefer und Blei, 22 auf 15 Zoll, 26 Pfeifen · Tafel 8 · Schätzung 25–35 Mark

A barrel-organ in a mahogany case, 22 inches by 15, with 26 pipes of pine and lead, a single bellows worked by the crank, and one barrel. The barrel is pinned for one air and has room for four more, marked out on the wood in pencil and never pinned. The air is the burial piece used at the Beguinage and at St. Bavo's ground, thirty-one bars, and the barrel begins it again without a stop, so that a man who turns the crank and thinks of something else has played it eleven times.Eine Drehorgel in einem Mahagonikasten, 22 auf 15 Zoll, mit 26 Pfeifen aus Kiefer und Blei, einem einzelnen Balg, von der Kurbel bewegt, und einer Walze. Die Walze ist für eine Weise bestiftet und hat Raum für vier weitere, auf dem Holz mit Bleistift angerissen und nie bestiftet. Die Weise ist das Begräbnisstück, das im Beginenhof und im Friedhof St. Bavo gebraucht wird, einunddreißig Takte, und die Walze fängt sie ohne Halt wieder an, so dass ein Mann, der die Kurbel dreht und an etwas anderes denkt, sie elfmal gespielt hat.

8A Barrel-Organ That Plays One Air OnlyEine Drehorgel, die nur eine Weise spielt

Provenance Provenienz Wibbe Hobbe, bell-founder of this city, in whose loft it stood beside the tuning bench; thence the deceased.Wibbe Hobbe, Glockengießer dieser Stadt, auf dessen Boden sie neben der Stimmbank stand; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand going; four pipes dumb from a split in the wind-trunk, a half-day's work for a competent hand; the crank handle new; the case cracked along the top and waxed.gehend; vier Pfeifen stumm durch einen Riss im Windkanal, eine halbe Tagesarbeit für eine tüchtige Hand; der Kurbelgriff neu; der Kasten oben längs gerissen und gewachst.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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9

The Counting HandDie zählende Hand

Lime wood, brass and bone, 9 in. wrist to fingertip · Plate 9 · Estimate 90–110 marksLindenholz, Messing und Bein, 9 Zoll von Handgelenk bis Fingerspitze · Tafel 9 · Schätzung 90–110 Mark

A right hand of lime wood, 9 inches from the wrist to the tip of the middle finger, the fingers jointed with brass pins and moving stiffly of themselves, mounted at the wrist in a socket of turned pear so that it stands upright on a table. Under the palm, nine small bone plates in a slot, which rise and fall with the counting and stand as they were left. Shown a number of like things, the hand counts them faster than a clerk and does not miscount; the nine plates hold the last nine counts and can be read off by anyone who has had the trick of it shown once.Eine rechte Hand aus Lindenholz, 9 Zoll vom Handgelenk bis zur Spitze des Mittelfingers, die Finger mit Messingstiften gelenkt und von selbst steif beweglich, am Handgelenk in einen Sockel aus gedrechseltem Birnbaum gesetzt, so dass sie aufrecht auf einem Tisch steht. Unter der Handfläche neun kleine Beinplättchen in einem Schlitz, die mit dem Zählen steigen und fallen und stehen bleiben, wie sie gelassen wurden. Zeigt man ihr eine Anzahl gleicher Dinge, zählt die Hand sie schneller als ein Schreiber und verzählt sich nicht; die neun Plättchen halten die letzten neun Zählungen und können von jedem abgelesen werden, dem der Kniff einmal gezeigt worden ist.

9The Counting HandDie zählende Hand

Provenance Provenienz Reinout Wendelmar, antiquary of this city, whose Inventory of 1608 was numbered with it; thence the deceased.Reinout Wendelmar, Antiquar dieser Stadt, dessen Inventory von 1608 mit ihr durchgezählt wurde; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand good; the third finger cracked at the second joint and glued; two plates chipped at the edge and legible; the socket lately re-waxed. It was used in this hall against the porters' tally on the mornings of view and agreed with it on two mornings of three.gut; der dritte Finger am zweiten Gelenk gerissen und geleimt; zwei Plättchen am Rand ausgebrochen und lesbar; der Sockel kürzlich neu gewachst. Sie wurde in dieser Halle an den Morgen der Vorbesichtigung gegen die Zählung der Träger gebraucht und stimmte an zwei Morgen von dreien mit ihr überein.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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10

An Astrolabe Re-engraved for a Foreign LatitudeEin Astrolabium, umgraviert für eine fremde Breite

Brass, 6½ in. diameter, one plate, 1 lb. 6 oz. · Plate 10 · Estimate 20–26 marksMessing, 6½ Zoll Durchmesser, eine Platte, 1 Pfund 6 Unzen · Tafel 10 · Schätzung 20–26 Mark

A planispheric astrolabe of brass, 6½ inches across the limb, with mater, rete, one plate and an alidade, weighing a pound and six ounces complete. The instrument is old and was good. The plate has been stopped out and cut again for a latitude that is not this city's and is not any shore of this sea, but an inland latitude some fifty miles south and east of the last salt water; the place is not named upon the plate, upon the mater, or in the case. The rete is unaltered and answers to the old cutting, so that the instrument as it stands is exact for a town it does not name and wrong for the town it is in.Ein planisphärisches Astrolabium aus Messing, 6½ Zoll über den Limbus, mit Mater, Rete, einer Platte und einer Alhidade, vollständig ein Pfund und sechs Unzen schwer. Das Instrument ist alt und war gut. Die Platte ist zugestopft und neu geschnitten worden für eine Breite, die nicht die dieser Stadt ist und keine Küste dieses Meeres, sondern eine Binnenlandbreite etwa fünfzig Meilen süd- und ostwärts des letzten Salzwassers; der Ort ist weder auf der Platte noch auf der Mater noch im Etui benannt. Die Rete ist unverändert und antwortet dem alten Schnitt, so dass das Instrument, wie es steht, für eine Stadt genau ist, die es nicht nennt, und für die Stadt, in der es steht, falsch.

10An Astrolabe Re-engraved for a Foreign LatitudeEin Astrolabium, umgraviert für eine fremde Breite

Provenance Provenienz Pieter Tjaard, master mariner, in whose chest it went twice to the north; thence the deceased.Pieter Tjaard, Schiffskapitän, in dessen Kiste es zweimal nach Norden ging; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand fair; the throne bent; the alidade a replacement of thinner stock and not of the same brass; the old degrees showing as ghosts under the new where the stopping-out was rubbed thin.mäßig; der Thron verbogen; die Alhidade ein Ersatzstück aus dünnerem Material und nicht aus demselben Messing; die alten Grade als Schatten unter den neuen sichtbar, wo die Stopfmasse dünn gerieben ist.

[in red ink] The limb is not re-engraved; the limb is original and only the plate is cut over, and whoever wrote the ticket has never had a plate out of a mater in his life. The cutting is done with a graver of a wider sweep than the old work, and the ground was stopped with rottenstone and wax, not scraped, which is the practice of a die-sinker and not of an instrument-maker. It is cut for two-and-fifty degrees and some minutes. There is nothing at that latitude but ploughland, and a man does not pay a die-sinker to find ploughland. C.O.[in roter Tinte] Der Limbus ist nicht nachgraviert; der Limbus ist original, und nur die Platte ist übergeschnitten, und wer den Zettel geschrieben hat, hat sein Lebtag keine Platte aus einer Mater genommen. Der Schnitt ist mit einem Stichel von weiterem Schwung gemacht als die alte Arbeit, und der Grund wurde mit Tripel und Wachs zugestopft, nicht geschabt, und das ist die Übung eines Stempelschneiders und nicht die eines Instrumentenmachers. Geschnitten ist er für zweiundfünfzig Grad und etliche Minuten. An jener Breite ist nichts als Ackerland, und einen Stempelschneider bezahlt man nicht dafür, Ackerland zu finden. C.O.

Corvisser & Lutt · Velhagen
First DayErster Tag
11

Two Fire-Dogs in the Form of Customs OfficersZwei Feuerböcke in Gestalt von Zollbeamten

Cast iron, 17 in. high, 41 lb. the pair · Plate 11 · Estimate 12–18 marksGusseisen, 17 Zoll hoch, 41 Pfund das Paar · Tafel 11 · Schätzung 12–18 Mark

A pair of fire-dogs cast as officers of the customs, 17 inches high, standing at ease with the coat open, each holding a stamp at the height of the chest, the billet-bars cast in one with the figures. The stamps are the point of them: cast from an office die, the faces legible, so that either dog, warmed and pressed to paper, leaves the impression of a stamp of this city. Those dies were broken and renewed in the ordinary course and the impression is no longer current.Ein Paar Kaminböcke, gegossen als Beamte des Zolls, 17 Zoll hoch, in bequemer Haltung stehend, den Rock offen, jeder einen Stempel in Brusthöhe haltend, die Scheitauflagen mit den Figuren in einem Stück gegossen. Auf die Stempel kommt es an: von einem Amtsstempel abgegossen, die Flächen lesbar, so dass jeder der beiden Böcke, gewärmt und auf Papier gedrückt, den Abdruck eines Stempels dieser Stadt hinterlässt. Jene Stempel sind im gewöhnlichen Lauf gebrochen und erneuert worden, und der Abdruck ist nicht mehr gültig.

11Two Fire-Dogs in the Form of Customs OfficersZwei Feuerböcke in Gestalt von Zollbeamten

Provenance Provenienz Wolter Slecht, Waterbailiff of this city, in whose hearth-place they stood; thence the deceased.Wolter Slecht, Wasservogt dieser Stadt, an dessen Feuerstelle sie standen; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand sound; both figures burned white on the fire side, as is proper; one billet-bar cracked at the heel and holding. Offered with a letter of the Waterbailiff's office, dated 1621, requesting their return, and the note of hand by which the request was answered.heil; beide Figuren auf der Feuerseite weiß gebrannt, wie es sich gehört; eine Scheitauflage am Fuß gerissen und haltend. Angeboten mit einem Brief des Amtes des Wasservogts, datiert 1621, der ihre Rückgabe verlangt, und mit dem Handschreiben, mit dem das Verlangen beantwortet wurde.

Corvisser & Lutt · Velhagen
First DayErster Tag
12

The Orrery of WettDie Planetenmaschine von Wett

Brass, silvered brass, ebony and glass, 27 in. high, 19 in. over the base · Plate 12 · Estimate 3,000–4,000 marksMessing, versilbertes Messing, Ebenholz und Glas, 27 Zoll hoch, 19 Zoll über den Sockel · Tafel 12 · Schätzung 3.000–4.000 Mark

An orrery upon a turned column of ebony, 27 inches to the finial and 19 inches over the base, the plates brass, the sun a ball of silvered brass of 2 inches, the six spheres of glass, filled and stoppered. Beneath the ecliptic plate is a calendar ring of the twelve months of this reckoning, engraved with the days and with the tide-hours, and read against three hands: a hand of brass for the day, a hand of blued steel for the moon, and a third hand of black steel, shorter than either, which the maker's list calls the mourning hand. The movement is of two trains, the going train fusee and of the maker's usual excellence, the second train of a construction not met with elsewhere and not described in the list. It is signed upon the inside of the back plate, G. WETT, VELHAGEN, and dated 1589.Eine Planetenmaschine auf einer gedrechselten Säule aus Ebenholz, 27 Zoll bis zum Knauf und 19 Zoll über den Sockel, die Platten Messing, die Sonne eine Kugel aus versilbertem Messing von 2 Zoll, die sechs Sphären aus Glas, gefüllt und verstöpselt. Unter der Ekliptikplatte liegt ein Kalenderring der zwölf Monate dieser Zeitrechnung, mit den Tagen und mit den Tidenstunden graviert, und er wird gegen drei Zeiger abgelesen: einen Zeiger aus Messing für den Tag, einen Zeiger aus gebläutem Stahl für den Mond und einen dritten Zeiger aus schwarzem Stahl, kürzer als die beiden anderen, den die Liste des Meisters den Trauerzeiger nennt. Das Uhrwerk ist von zwei Werken: das Gehwerk mit Schnecke und von der gewohnten Vortrefflichkeit des Meisters, das zweite Werk von einer Bauart, die anderswo nicht anzutreffen und in der Liste nicht beschrieben ist. Es ist auf der Innenseite der Rückplatte signiert, G. WETT, VELHAGEN, und auf 1589 datiert.

12The Orrery of WettDie Planetenmaschine von Wett

Provenance Provenienz 1589 · made by Gerbrand Wett, instrument-maker, of the Rope Street, and kept in his own shop until his death in 1596 — 1596 · by descent, Lubbert Wett, merchant, his son, who kept it cased and did not wind it — 1611 · thence the deceased, by purchase, 2,600 marks, with the case, the winding key, and the maker's list of parts1589 · von Gerbrand Wett, Instrumentenmacher, aus der Seilerstraße, verfertigt und bis zu seinem Tod 1596 im eigenen Laden gehalten — 1596 · durch Erbgang, Lubbert Wett, Kaufmann, sein Sohn, der sie im Kasten hielt und nicht aufzog — 1611 · sodann der Verstorbene, durch Kauf, 2.600 Mark, mit dem Kasten, dem Aufziehschlüssel und der Stückliste des Meisters

Condition Zustand excellent. The silvering of the sun rubbed at the pole where it has been turned by hand. Two spheres re-stoppered with cork and wax. The click of the second train has been drawn back and pinned; by whom is not of record, and the pin is old and has taken a patina in the hole. The maker's list is complete and in the maker's hand. The winding key is present, and is not the maker's. The case is the original, lined in green baize, and the baize beneath the base is worn in one place, which is where the base has stood.ausgezeichnet. Die Versilberung der Sonne am Pol gerieben, wo sie von Hand gedreht worden ist. Zwei Sphären mit Kork und Wachs neu verstöpselt. Die Klinke des zweiten Werks ist zurückgezogen und festgesteckt worden; von wem, ist nicht aktenkundig, und der Stift ist alt und hat im Loch eine Patina angenommen. Die Liste des Meisters ist vollständig und in der Hand des Meisters. Der Aufziehschlüssel ist vorhanden und ist nicht der des Meisters. Der Kasten ist der ursprüngliche, mit grünem Wolltuch ausgeschlagen, und das Wolltuch unter dem Sockel ist an einer Stelle abgenutzt, und dort hat der Sockel gestanden.

Plate Tafel Plate 12. The Orrery of Wett, three-quarter view, the dial at rest. The mourning hand stands at the fourth day of Winemonth, and the click is drawn hard against it. Below the calendar ring, at the left of the column, there is a second dial, silvered, of one hand and no figures, the hand a little past the upright.Tafel 12. Die Planetenmaschine von Wett, Dreiviertelansicht, das Zifferblatt in Ruhe. Der Trauerzeiger steht auf dem vierten Tag des Weinmond, und die Klinke ist hart dagegen gezogen. Unter dem Kalenderring, links an der Säule, ist ein zweites Zifferblatt, versilbert, mit einem Zeiger und ohne Ziffern, der Zeiger ein wenig über die Senkrechte hinaus.

[in red ink] Not Gerbrand Wett's hand. The wheel-cutting is machine-struck: take a glass to the third wheel of the second train and count the flanks of the teeth, they are all one flank, and no man cutting with a file and a template makes two alike, let alone ninety. Wett cut by hand to his death; I sat in his shop in ninety-two and watched him do it. A copy of 1620 at the earliest, and this house has put four thousand marks upon it and a dead man's signature on the back plate to hold the price up. Wend. fo. 88. C.O. (Sprokkel 1637)[in roter Tinte] Nicht Gerbrand Wetts Hand. Der Radschnitt ist maschinengeschlagen: Nehmen Sie ein Glas an das dritte Rad des zweiten Werks und zählen Sie die Flanken der Zähne, sie sind alle eine Flanke, und kein Mensch, der mit Feile und Schablone schneidet, macht zwei gleich, geschweige denn neunzig. Wett hat bis zu seinem Tod von Hand geschnitten; ich saß zweiundneunzig in seinem Laden und habe ihm dabei zugesehen. Eine Kopie von 1620 frühestens, und dieses Haus hat viertausend Mark daraufgesetzt und die Unterschrift eines Toten auf der Rückplatte, um den Preis zu halten. Wend. fo. 88. C.O. (Sprokkel 1637)

[in pencil] It kept the fourth of Winemonth. Ask it for the nineteenth.[mit Bleistift] Es hielt den vierten Weinmond. Fragen Sie es nach dem neunzehnten.

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13

A Nest of Nine Boxes, the Ninth EmptyEin Nest von neun Schachteln, die neunte leer

Turned pearwood, outermost 5½ in., innermost ⅝ in. · Plate 13 · Estimate 120–150 marksGedrechseltes Birnbaumholz, äußerste 5½ Zoll, innerste ⅝ Zoll · Tafel 13 · Schätzung 120–150 Mark

Nine boxes turned of pearwood and waxed, one within another, the outermost 5½ inches across and the ninth ⅝ of an inch, each lid a friction fit and each fitting only its own box. Numbered on the base in a turner's punch, one to nine. The eighth holds the ninth, and the ninth holds nothing. What is put into the ninth box is in the ninth box for one hour, and is then somewhere else.Neun Schachteln, aus Birnbaum gedrechselt und gewachst, eine in der anderen, die äußerste 5½ Zoll weit und die neunte ⅝ Zoll, jeder Deckel ein Reibsitz und jeder passt nur auf die eigene Schachtel. Auf dem Boden mit dem Punzen eines Drechslers nummeriert, eins bis neun. Die achte hält die neunte, und die neunte hält nichts. Was in die neunte Schachtel gelegt wird, ist eine Stunde lang in der neunten Schachtel und ist dann anderswo.

13A Nest of Nine Boxes, the Ninth EmptyEin Nest von neun Schachteln, die neunte leer

Provenance Provenienz fitted for Neeltje Doorne, widow of a sworn surveyor of the Staple Quay, and used by her for pledge-tickets — 1620 · pledged against a loan of 12 marks and not redeemed — 1623 · Focke Nijs, pawnbroker, on his taking up of that business, so entered in his own book — 1626 · thence the deceased, 60 marks, with a linen bag for the setfür Neeltje Doorne eingerichtet, Witwe eines beschworenen Vermessers vom Stapelkai, und von ihr für Pfandzettel gebraucht — 1620 · gegen ein Darlehen von 12 Mark verpfändet und nicht eingelöst — 1623 · Focke Nijs, Pfandleiher, bei seiner Übernahme jenes Geschäfts, so in seinem eigenen Buch eingetragen — 1626 · sodann der Verstorbene, 60 Mark, mit einem Leinenbeutel für den Satz

Condition Zustand good; the outermost box split at the rim and glued; the lid of the fourth wanting its wax and slack; the ninth clean inside, unstained, and unmarked. In the bag with the set, three pledge-tickets of the old house, blank, and a scrap of paper with the word drawer upon it in an unknown hand.gut; die äußerste Schachtel am Rand gesprungen und geleimt; dem Deckel der vierten fehlt das Wachs, und er sitzt lose; die neunte innen sauber, ohne Fleck und ohne Zeichen. Im Beutel bei dem Satz drei Pfandzettel des alten Hauses, unbeschrieben, und ein Papierschnipsel mit dem Wort Schublade darauf in unbekannter Hand.

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14

The Cranck ChairDer Cranck-Stuhl

Oak and harness leather, 3 ft 5 in. to the crest, 63 lb. · Plate 14 · Estimate 30–38 marksEiche und Geschirrleder, 3 Fuß 5 Zoll bis zur Kopfleiste, 63 Pfund · Tafel 14 · Schätzung 30–38 Mark

An armchair of oak, 3 feet 5 inches to the crest rail and 63 pounds, of the plain town pattern, pegged and not glued, the seat boarded, the crest carved with a rope moulding and nothing else. It is very good joinery and it will outlast the room it is put in.Ein Armstuhl aus Eiche, 3 Fuß 5 Zoll bis zur Kopfleiste und 63 Pfund, nach dem schlichten städtischen Muster, gedübelt und nicht geleimt, der Sitz gebrettert, die Kopfleiste mit einem Tauwerkprofil geschnitzt und sonst nichts. Es ist sehr gute Tischlerarbeit, und der Stuhl wird den Raum überdauern, in den man ihn stellt.

14The Cranck ChairDer Cranck-Stuhl

Provenance Provenienz made for Hendrick Cranck, executioner of this city, deceased, and kept in the outer room of his house at the Wolfsgat end, where those who came to him on business waited; thence Trijn Lemmick, his daughter, who sold her father's goods in the year after his death and kept nothing; thence the deceased.für Hendrick Cranck, Scharfrichter dieser Stadt, verstorben, gemacht und im Vorzimmer seines Hauses am Wolfsgat-Ende gehalten, wo diejenigen warteten, die in Geschäften zu ihm kamen; sodann Trijn Lemmick, seine Tochter, die die Güter ihres Vaters im Jahr nach seinem Tod verkaufte und nichts behielt; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand sound throughout; the seat boards renewed; the leather of the bed dark and stiff and not perished; the buckle brass and not original; two peg-heads lost from the back stretcher.durchweg heil; die Sitzbretter erneuert; das Leder des Betts dunkel und steif und nicht zerfallen; die Schnalle aus Messing und nicht ursprünglich; zwei Dübelköpfe an der hinteren Sprosse verloren.

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15

A Pair of Bellows That Blow ColdEin Blasebalg, der kalt bläst

Pearwood, hide and brass, 19 in. · Plate 15 · Estimate 14–20 marksBirnbaumholz, Leder und Messing, 19 Zoll · Tafel 15 · Schätzung 14–20 Mark

Bellows of the common forge pattern, the boards pearwood, the hide sound and re-nailed at the heel, the nozzle brass and drawn thin. Worked at a fire, the tool damps it.Ein Blasebalg nach dem gewöhnlichen Schmiedemuster, die Bretter Birnbaum, das Leder heil und an der Ferse neu genagelt, die Düse aus Messing und dünn gezogen. An einem Feuer betätigt, dämpft das Gerät es.

15A Pair of Bellows That Blow ColdEin Blasebalg, der kalt bläst

Provenance Provenienz Geertruyt Kaltz, widow of the armourer Volkert Rietvelt, who kept the forge in the Wolfsgat until 1630 and used the bellows, by her own account, to hold a colour on steel; thence the deceased.Geertruyt Kaltz, Witwe des Waffenschmieds Volkert Rietvelt, die bis 1630 die Schmiede im Wolfsgat hielt und den Blasebalg nach eigener Darstellung dazu gebrauchte, eine Farbe auf Stahl zu halten; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand good, one board split along the grain and glued.gut, ein Brett längs der Faser gerissen und geleimt.

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16

Meerman's Northern HornMeermans Nordhorn

Whale ivory, brass and silver, 26 in. on the outer curve · Plate 16 · Estimate 90–120 marksWalelfenbein, Messing und Silber, 26 Zoll über den äußeren Bogen · Tafel 16 · Schätzung 90–120 Mark

A horn cut from the tooth of a northern whale, 26 inches on the outer curve, the mouthpiece brass, the ferrule silver, the bell mounted with a band engraved with a line of soundings in fathoms. Over open water the call carries three miles and is answered. Over land it is a poor horn and carries a street.Ein Horn, aus dem Zahn eines nördlichen Wals geschnitten, 26 Zoll über den äußeren Bogen, das Mundstück aus Messing, die Zwinge aus Silber, der Schallbecher mit einem Band beschlagen, in das eine Reihe Lotungen in Faden graviert ist. Über offenem Wasser trägt der Ruf drei Meilen weit und wird beantwortet. Über Land ist es ein schlechtes Horn und trägt eine Straße weit.

16Meerman's Northern HornMeermans Nordhorn

Provenance Provenienz Egbert Meerman, whaling master of the Bruinvisch, who kept it at the boat's stern to hold a company together in fog; thence the deceased.Egbert Meerman, Walfangmeister der Bruinvisch, der es im Heck des Bootes hielt, um eine Mannschaft im Nebel beisammenzuhalten; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand sound, the silver band re-soldered at the join, the mouthpiece worn on one side only.heil, das Silberband an der Naht neu gelötet, das Mundstück nur auf einer Seite abgenutzt.

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The Sleeping DraughtsmanDer schlafende Zeichner

Boxwood, plaster and brass, 22 in. seated · Plate 17 · Estimate 700–900 marksBuchsbaum, Gips und Messing, 22 Zoll sitzend · Tafel 17 · Schätzung 700–900 Mark

A seated figure of a sleeping youth, boxwood with plaster and paint, 22 inches to the crown, the eyes closed and lashed with black silk, at a small desk of ebonised pear. In the right hand a silverpoint in a holder; the left hand open on the desk, palm up, the fingers slightly curled, as a hand is that has been given something to hold. The movement is brass, of one hundred and ninety-four parts, and is signed on the back plate with the letters T P.Eine sitzende Figur eines schlafenden Jünglings, Buchsbaum mit Gips und Farbe, 22 Zoll bis zum Scheitel, die Augen geschlossen und mit schwarzer Seide bewimpert, an einem kleinen Schreibtisch aus ebonisiertem Birnbaum. In der rechten Hand ein Silberstift in einem Halter; die linke Hand offen auf dem Tisch, die Fläche nach oben, die Finger leicht gekrümmt, wie eine Hand es ist, der man etwas zu halten gegeben hat. Das Werk ist aus Messing, von einhundertvierundneunzig Teilen, und ist auf der Rückplatte mit den Buchstaben T P signiert.

17The Sleeping DraughtsmanDer schlafende Zeichner

Provenance Provenienz 1607 · made by Truwe Prillevits, clockmaker, of the Sluice Quay — 1613 · purchased from the maker by the deceased, with a case and two spare silverpoints1607 · von Truwe Prillevits, Uhrmacherin, vom Schleusenkai, verfertigt — 1613 · vom Verstorbenen bei der Verfertigerin gekauft, mit einem Kasten und zwei Ersatzsilberstiften

Condition Zustand excellent, the movement clean and lately oiled, the silverpoint holder renewed. In the drawer of the desk, nine sheets of the original paper, drawn upon. All nine are the same face.ausgezeichnet, das Werk sauber und kürzlich geölt, der Silberstifthalter erneuert. In der Schublade des Schreibtischs neun Bogen des ursprünglichen Papiers, bezeichnet. Alle neun sind dasselbe Gesicht.

Plate Tafel Plate 17. The sleeping draughtsman, three-quarter view from the right, the sheet in the frame as found. The face on the sheet is finished to the collar. The hands are two strokes and a stop.Tafel 17. Der schlafende Zeichner, Dreiviertelansicht von rechts, der Bogen im Rahmen, wie vorgefunden. Das Gesicht auf dem Bogen ist bis zum Kragen ausgeführt. Die Hände sind zwei Striche und ein Halt.

[in pencil] She would be sixty-two now. He never let it draw the hands.[mit Bleistift] Sie wäre jetzt zweiundsechzig. Er ließ es nie die hände zeichnen.

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18

A Zograscope, with a Plate of the KolkgrachtEin Zograskop, mit einer Tafel der Kolkgracht

Mahogany, mirror glass and lens, 17 in. folded · Plate 18 · Estimate 18–26 marksMahagoni, Spiegelglas und Linse, 17 Zoll zusammengelegt · Tafel 18 · Schätzung 18–26 Mark

A zograscope of the usual sort: a plano-convex lens of 3 inches in a mahogany hoop, a mirror at forty-five degrees, the whole folding into its own box. With it, one plate, hand-coloured, of the Kolkgracht seen from the bridge at the Old Ground end, printed by Melis Wilsum of the Staple Quay, who prints this catalogue. In the plate the shutters of the fourteenth house stand open.Ein Guckkasten der gewöhnlichen Art: eine plankonvexe Linse von 3 Zoll in einem Reif aus Mahagoni, ein Spiegel unter fünfundvierzig Grad, das Ganze in den eigenen Kasten zusammenlegbar. Dazu ein Blatt, handkoloriert, die Kolkgracht von der Brücke am Ende des Alten Friedhofs gesehen, gedruckt von Melis Wilsum vom Stapelkai, der diesen Katalog druckt. Auf dem Blatt stehen die Fensterläden des vierzehnten Hauses offen.

18A Zograscope, with a Plate of the KolkgrachtEin Zograskop, mit einer Tafel der Kolkgracht

Provenance Provenienz Melis Wilsum; thence the deceased.Melis Wilsum; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the mirror foxed along the lower edge; the plate clean, with one fold, not through the image.der Spiegel am unteren Rand stockfleckig; das Blatt sauber, mit einem Bug, nicht durch das Bild.

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19

The Doorne ÉtuiDas Doorne-Étui

Shagreen, silver and steel, 7 in. · Plate 19 · Estimate 400–500 marksChagrinleder, Silber und Stahl, 7 Zoll · Tafel 19 · Schätzung 400–500 Mark

An étui of green shagreen over a wooden core, 7 inches, the mounts silver and unmarked, the interior fitted in blue velvet for eleven instruments. Ten are present: two pairs of dividers, a rule, a graver, a scriber, two probes, a folding scale, a pen-knife, a small square. The eleventh bed is empty. Instruments drawn out of the case are not always the instruments the beds are cut for.Ein Etui aus grünem Chagrinleder über einem Holzkern, 7 Zoll, die Beschläge aus Silber und ohne Zeichen, das Innere in blauem Samt für elf Instrumente eingerichtet. Zehn sind vorhanden: zwei Stechzirkel, ein Maßstab, ein Stichel, eine Reißnadel, zwei Sonden, ein Klappmaßstab, ein Federmesser, ein kleines Winkelmaß. Das elfte Bett ist leer. Instrumente, die aus dem Etui gezogen werden, sind nicht immer die Instrumente, für die die Betten geschnitten sind.

19The Doorne ÉtuiDas Doorne-Étui

Provenance Provenienz 1611 · fitted for Neeltje Doorne, widow of a sworn surveyor of the Staple Quay — 1620 · pledged against a loan of 40 marks — 1621 · the pledge forfeit and not redeemed — thence, at a sale in this city, to the deceased1611 · für Neeltje Doorne eingerichtet, Witwe eines beschworenen Vermessers vom Stapelkai — 1620 · gegen ein Darlehen von 40 Mark verpfändet — 1621 · das Pfand verfallen und nicht eingelöst — sodann, auf einer Auktion in dieser Stadt, an den Verstorbenen

Condition Zustand excellent, the shagreen unrubbed at the hinge. The velvet of the eleventh bed is unworn and has never held anything.ausgezeichnet, das Chagrinleder am Scharnier nicht gerieben. Der Samt des elften Bettes ist unabgenutzt und hat nie etwas gehalten.

[in red ink] From the Haak sale of 1616, not from where she says. I saw it there on the second table, between a pair of dividers with a broken point and a quadrant with no vane, and I priced it at ninety and was outbid. She has taken a provenance from a label and the label from a pledge-clerk. C.O. (Lowmonth 1637)[in roter Tinte] Von der Haak-Auktion von 1616, nicht von da, wo sie sagt. Ich habe es dort auf dem zweiten Tisch gesehen, zwischen einem Stechzirkel mit gebrochener Spitze und einem Quadranten ohne Diopter, und ich setzte neunzig dafür an und wurde überboten. Sie hat eine Provenienz von einem Etikett genommen und das Etikett von einem Pfandschreiber. C.O. (Niedermond 1637)

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20

Seven Tuning Forks, One SilentSieben Stimmgabeln, eine stumm

Steel, in a fitted case of beech, 4 to 9 in. · Plate 20 · Estimate 24–30 marksStahl, in einem eingerichteten Kasten aus Buche, 4 bis 9 Zoll · Tafel 20 · Schätzung 24–30 Mark

Seven forks, the stems turned and the tines drawn, in a beech case lined with green baize. Six sound and hold their pitch. The seventh gives no tone.Sieben Stimmgabeln, die Stiele gedrechselt und die Zinken gezogen, in einem Buchenkasten, mit grünem Wolltuch ausgeschlagen. Sechs klingen und halten ihre Höhe. Die siebte gibt keinen Ton.

20Seven Tuning Forks, One SilentSieben Stimmgabeln, eine stumm

Provenance Provenienz Sibbe Prillevits, clockmaker, of the Sluice Quay, deceased 1601; thence the deceased.Sibbe Prillevits, Uhrmacherin, vom Schleusenkai, verstorben 1601; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the case hinge sprung and the lid holding by one screw; the baize of the seventh bed cut through, as though the fork had been laid in wet.das Scharnier des Kastens ausgerissen und der Deckel an einer Schraube haltend; das Wolltuch des siebten Bettes durchgeschnitten, als wäre die Gabel nass hineingelegt worden.

[in red ink] The tines of the seventh are filed on the inner faces only, and filed after tempering, which is why it will not speak. That is no fault of the casting; someone did it in a hurry and with a coarse float. The other six are honest work and better than the case they sit in. C.O.[in roter Tinte] Die Zinken der siebten sind nur auf den Innenflächen gefeilt, und nach dem Anlassen gefeilt, und darum spricht sie nicht an. Das ist kein Fehler des Gusses; jemand hat es in Eile getan und mit einer groben Raspel. Die anderen sechs sind ehrliche Arbeit und besser als der Kasten, in dem sie liegen. C.O.

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21

The Widow's LoomDer Webstuhl der Witwe

Oak and ash, 6 ft by 4 ft 2 in. · Plate 21 · Estimate 260–340 marksEiche und Esche, 6 Fuß auf 4 Fuß 2 Zoll · Tafel 21 · Schätzung 260–340 Mark

A four-shaft loom of the town pattern, oak frame, ash beams, 6 feet at the breast beam and 4 feet 2 inches deep, with one shuttle of boxwood, worn bright at the middle and not at the ends. On the cloth beam, 11 ells of plain linen, unfinished, the last four inches woven at a tension different from the rest and by a hand that did not stop to change it.Ein vierschäftiger Webstuhl nach städtischem Muster, Gestell aus Eiche, Bäume aus Esche, 6 Fuß am Brustbaum und 4 Fuß 2 Zoll tief, mit einem Schiffchen aus Buchsbaum, in der Mitte blank gerieben und nicht an den Enden. Auf dem Warenbaum 11 Ellen schlichtes Leinen, unvollendet, die letzten vier Zoll in einer anderen Spannung gewebt als das Übrige und von einer Hand, die nicht innehielt, um sie zu ändern.

21The Widow's LoomDer Webstuhl der Witwe

Provenance Provenienz made for Lijsbeth Wagenaar, carter's widow, of the Rope Street, who twice moved the collection of the deceased and was twice paid in kind — 1633 · thence the deceased, in part discharge of a carriage account of 63 marksfür Lijsbeth Wagenaar gemacht, Fuhrmannswitwe, aus der Seilerstraße, die die Sammlung des Verstorbenen zweimal gefahren hat und zweimal in Naturalien bezahlt wurde — 1633 · sodann der Verstorbene, in teilweiser Tilgung einer Fuhrrechnung von 63 Mark

Condition Zustand sound and in working order, the treadle cords renewed, two ells of weft on the shuttle.heil und gebrauchsfähig, die Trittschnüre erneuert, zwei Ellen Schuss auf dem Schiffchen.

Plate Tafel Plate 21. The loom, with its single shuttle, three-quarter view from the treadle side. Two shuttles lie in the race. On the second lies a hand, cut at the wrist by the edge of the sheet.Tafel 21. Der Webstuhl, mit seinem einzigen Schiffchen, Dreiviertelansicht von der Trittseite. Zwei Schiffchen liegen in der Schützenbahn. Auf dem zweiten liegt eine Hand, am Handgelenk vom Rand des Blattes abgeschnitten.

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22

A Hydraulic Boy That Pours and Does Not SpillEin hydraulischer Knabe, der einschenkt und nicht verschüttet

Copper, tin and enamel, 15 in. · Plate 22 · Estimate 180–240 marksKupfer, Zinn und Email, 15 Zoll · Tafel 22 · Schätzung 180–240 Mark

A standing figure of a boy in a coat of enamelled tin, 15 inches, the reservoir copper and holding one pint and two gills, the tap under the left heel, the jug soldered into both hands. Set on the table and released, the figure walks four paces on a spiral track of brass, halts at a cup, and pours. It pours the measure the guest will drink, and stops, and it has not been seen to spill.Eine stehende Knabenfigur in einem Rock aus emailliertem Zinn, 15 Zoll, der Behälter aus Kupfer und ein Pint und zwei Gill fassend, der Hahn unter der linken Ferse, der Krug in beide Hände gelötet. Auf den Tisch gesetzt und ausgelöst, geht die Figur vier Schritte auf einer spiraligen Bahn aus Messing, hält an einem Becher an und schenkt ein. Sie schenkt das Maß ein, das der Gast trinken wird, und hält an, und man hat sie nie verschütten sehen.

22A Hydraulic Boy That Pours and Does Not SpillEin hydraulischer Knabe, der einschenkt und nicht verschüttet

Provenance Provenienz Sibbe Prillevits; thence Jorrit Haak, merchant of this city, on whose long table it stood at the head; 1631 thence the deceased, at the assignment of Haak's goods.Sibbe Prillevits; sodann Jorrit Haak, Kaufmann dieser Stadt, an dessen langem Tisch sie am Kopfende stand; 1631 sodann der Verstorbene, bei der Abtretung von Haaks Gütern.

Condition Zustand good, the enamel of the coat chipped at the right shoulder, the track pitted where wine has stood in it.gut, das Email des Rocks an der rechten Schulter abgeplatzt, die Bahn narbig, wo Wein darin gestanden hat.

[in pencil] It poured for three men that year. Two of them signed.[mit Bleistift] Sie schenkte in jenem jahr drei männern ein. Zwei von ihnen unterschrieben.

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23

The Bathing Woman, a Movement of 411 PartsDie badende Frau, ein Werk aus 411 Teilen

Silvered brass, glass and enamel, 20 in. seated · Plate 23 · Estimate 900–1200 marksVersilbertes Messing, Glas und Email, 20 Zoll sitzend · Tafel 23 · Schätzung 900–1.200 Mark

A seated figure of a woman at a basin, silvered brass with a face and shoulders of enamel, 20 inches seated, the basin glass in a lead sole. Wound, she takes water in the right hand, washes the left arm from wrist to elbow, wrings the cloth over the basin, and begins again. The movement runs eleven minutes. It is of four hundred and eleven parts, so numbered in the maker's list pasted inside the base plate, and four hundred and eleven are present.Eine sitzende Frauenfigur an einem Becken, versilbertes Messing mit Gesicht und Schultern aus Email, 20 Zoll sitzend, das Becken aus Glas in einer Sohle aus Blei. Aufgezogen nimmt sie Wasser in die rechte Hand, wäscht den linken Arm vom Handgelenk bis zum Ellbogen, wringt das Tuch über dem Becken aus und beginnt von vorn. Das Werk läuft elf Minuten. Es ist von vierhundertelf Teilen, so beziffert in der Liste der Meisterin, die innen in die Grundplatte geklebt ist, und vierhundertelf sind vorhanden.

23The Bathing Woman, a Movement of 411 PartsDie badende Frau, ein Werk aus 411 Teilen

Provenance Provenienz of Sibbe Prillevits, so described in the earlier list — 1614 · Duifje Stoevel, lace-dealer of the Kolkgracht, by purchase — 1619 · thence the deceasedvon Sibbe Prillevits, so im früheren Verzeichnis beschrieben — 1614 · Duifje Stoevel, Spitzenhändlerin an der Kolkgracht, durch Kauf — 1619 · sodann der Verstorbene

Condition Zustand excellent, the silvering rubbed at the right shoulder where the arm passes, the water-cloth modern and of no account.ausgezeichnet, die Versilberung an der rechten Schulter gerieben, wo der Arm vorbeigeht, das Waschtuch neuzeitlich und ohne Belang.

Plate Tafel Plate 23. The bathing woman, three-quarter view from the left, the arm at the top of its travel, the shutter at the back of the base closed.Tafel 23. Die badende Frau, Dreiviertelansicht von links, der Arm am höchsten Punkt seines Weges, der Schieber an der Rückseite des Sockels geschlossen.

[in red ink] Not Sibbe's work. The click-spring is filed left-handed and Sibbe was not. Her girl was. Wend. fo. 112. The earlier list was made by a man who could not tell a click from a detent, and this house has copied him out fair for nine hundred marks. C.O.[in roter Tinte] Nicht Sibbes Arbeit. Die Klickfeder ist linkshändig gefeilt und Sibbe war es nicht. Ihr Mädchen war es. Wend. fo. 112. Das frühere Verzeichnis hat ein Mann gemacht, der eine Klinke nicht von einem Detent unterscheiden konnte, und dieses Haus hat ihn für neunhundert Mark ins Reine geschrieben. C.O.

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24

Sperwer's Hood and JessesSperwers Haube und Fangriemen

Red leather, silk and brass, hood 3 in. at the crown · Plate 24 · Estimate 60–80 marksRotes Leder, Seide und Messing, Haube 3 Zoll am Scheitel · Tafel 24 · Schätzung 60–80 Mark

A falcon's hood of red leather blocked on a wooden form, 3 inches at the crown, the braces sound, the plume a tuft of heron. With it a pair of jesses, a brass swivel, and a leash of plaited silk 26 inches long.Eine Falkenhaube aus rotem Leder, über einer Holzform geblockt, 3 Zoll am Scheitel, die Zugriemen heil, der Federbusch ein Büschel Reiher. Dazu ein Paar Geschühe, ein Wirbel aus Messing und eine Langfessel aus geflochtener Seide von 26 Zoll Länge.

24Sperwer's Hood and JessesSperwers Haube und Fangriemen

Provenance Provenienz Warmond Sperwer, falconer of the Chamber, deceased 1618; thence the deceased.Warmond Sperwer, Falkner der Chamber, verstorben 1618; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand hood sound and the braces supple; the jesses re-sewn.Haube heil und die Zugriemen geschmeidig; das Geschüh neu genäht.

[in red ink] The jesses have been re-sewn twice, the second time with silk where linen was. The hood is the falconer's own: it was blocked wet on the form and you can see the grain of the form inside it, which no copyist troubles to do. Mend the leash before some fool of a buyer flies it over the Kolkgracht. C.O.[in roter Tinte] Das Geschüh ist zweimal neu genäht worden, das zweite Mal mit Seide, wo Leinen war. Die Haube ist die des Falkners selbst: Sie wurde nass auf der Form geblockt, und man sieht die Maserung der Form innen darin, wozu sich kein Kopist die Mühe macht. Bessern Sie die Langfessel aus, ehe irgendein Narr von Käufer damit über der Kolkgracht beizt. C.O.

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25

A Case of Sixty Glass EyesEin Kasten mit sechzig Glasaugen

Glass, in a tray of lime with sixty beds, 11 in. by 8 in. · Plate 25 · Estimate 9–14 marksGlas, in einer Lade aus Lindenholz mit sechzig Betten, 11 auf 8 Zoll · Tafel 25 · Schätzung 9–14 Mark

Sixty eyes in a fitted tray, each bedded in wool, the irides brown, grey and blue, four of them matched pairs. Fifty-nine are glass. The sixtieth, of the last bed of the third row, is not glass: it is of a material not determined, warmer to the hand than its neighbours and heavier by two drachms.Sechzig Augen in einer eingerichteten Lade, jedes in Wolle gebettet, die Iriden braun, grau und blau, vier davon zusammengehörige Paare. Neunundfünfzig sind aus Glas. Das sechzigste, aus dem letzten Bett der dritten Reihe, ist nicht aus Glas: Es ist aus einem nicht bestimmten Material, der Hand wärmer als seine Nachbarn und um zwei Drachmen schwerer.

25A Case of Sixty Glass EyesEin Kasten mit sechzig Glasaugen

Provenance Provenienz Aefke Duym, apothecary of the Rope Street; thence the deceased.Aefke Duym, Apothekerin aus der Seilerstraße; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the tray water-marked at one corner; the sixtieth lies loose beside its bed and has not been set back into it.die Lade an einer Ecke wasserfleckig; das sechzigste liegt lose neben seinem Bett und ist nicht wieder hineingelegt worden.

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26

The Pigeon Clock of Ebbe VliegerDie Taubenuhr des Ebbe Vlieger

Pine, brass and horn, 14 in. · Plate 26 · Estimate 30–40 marksKiefer, Messing und Horn, 14 Zoll · Tafel 26 · Schätzung 30–40 Mark

A wall clock in a pine case, 14 inches, the dial paper on board, the hands brass. Above the dial a small door, and behind the door a bird of turned horn on a wire. The door opens before a bird comes in.Eine Wanduhr in einem Kiefernkasten, 14 Zoll, das Zifferblatt Papier auf Holz, die Zeiger aus Messing. Über dem Zifferblatt eine kleine Tür, und hinter der Tür ein Vogel aus gedrechseltem Horn an einem Draht. Die Tür öffnet sich, ehe ein Vogel einfliegt.

26The Pigeon Clock of Ebbe VliegerDie Taubenuhr des Ebbe Vlieger

Provenance Provenienz Ebbe Vlieger, pigeon-keeper at the Customs Quay, whose lofts carried the corn prices inland and back; thence the deceased.Ebbe Vlieger, Taubenhalter am Zollkai, dessen Schläge die Kornpreise ins Binnenland und zurück trugen; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand going, and keeping time to a minute in the day; the strike disconnected; the little door stiff on its pin and to be eased with a feather, not with oil.gehend, und auf die Minute im Tag genau; das Schlagwerk ausgehängt; die kleine Tür schwergängig auf ihrem Stift und mit einer Feder gangbar zu machen, nicht mit Öl.

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27

A Lantern with a Shutter of HornEine Laterne mit einem Schieber aus Horn

Brass, horn and glass, 11 in. to the ring · Plate 27 · Estimate 500–650 marksMessing, Horn und Glas, 11 Zoll bis zum Ring · Tafel 27 · Schätzung 500–650 Mark

A hand lantern of brass, 11 inches to the ring, burning tallow like any other, with a bull's-eye of glass on one face and, on the face opposite, a leaf of horn scraped thin and pressed by Boudewijn Bril, spectacle-maker of the Staple Quay, whose mark is punched at the corner of the frame. With the glass to the front it is a lantern and a good one. With the horn shutter opened, the light it throws is an hour behind the room.Eine Handlaterne aus Messing, 11 Zoll bis zum Ring, Talg brennend wie jede andere, mit einem Ochsenauge aus Glas auf der einen Seite und, auf der gegenüberliegenden Seite, einem Hornblatt, dünn geschabt und gepresst von Boudewijn Bril, Brillenmacher vom Stapelkai, dessen Zeichen in die Ecke des Rahmens geschlagen ist. Mit dem Glas nach vorn ist sie eine Laterne, und eine gute. Mit geöffneter Hornblende ist das Licht, das sie wirft, dem Raum eine Stunde hinterher.

27A Lantern with a Shutter of HornEine Laterne mit einem Schieber aus Horn

Provenance Provenienz the horn leaf scraped and pressed by Boudewijn Bril, spectacle-maker — 1624 · Rutger Nack, clerk of the customs quay, by purchase from the maker's widow — 1630 · thence the deceaseddas Hornblatt geschabt und gepresst von Boudewijn Bril, Brillenmacher — 1624 · Rutger Nack, Schreiber am Zollkai, durch Kauf von der Witwe des Verfertigers — 1630 · sodann der Verstorbene

Condition Zustand good, the brass dented at the base and the ring re-brazed. The horn leaf is cracked across one corner and the crack stopped with a copper rivet, which shows in the light as a dark point that does not move. A stub of tallow stands in the socket, burned to 1 inch.gut, das Messing am Fuß eingebeult und der Ring neu hartgelötet. Das Hornblatt ist über eine Ecke gerissen und der Riss mit einem Niet aus Kupfer gestopft, der sich im Licht als dunkler Punkt zeigt, der sich nicht bewegt. Ein Talgstumpf steht in der Tülle, auf 1 Zoll heruntergebrannt.

Plate Tafel Plate 27. The lantern, with its shutter of horn, the shutter closed and the bull's-eye to the front; the frame shown open beside it to display the leaf and the rivet.Tafel 27. Die Laterne, mit ihrer Blende aus Horn, die Blende geschlossen und das Ochsenauge nach vorn; der Rahmen daneben geöffnet gezeigt, um das Blatt und den Niet zu zeigen.

[in pencil] Hold it up in the strongroom. Count the keys on the ring, not the keys in the drawer.[mit Bleistift] Halten Sie sie in der verwahrkammer hoch. Zählen Sie die schlüssel am ring, nicht die schlüssel in der schublade.

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28

The Small Sluice, a Working ModelDie kleine Schleuse, ein laufendes Modell

Lead, oak and glass, 31 in. by 14 in. · Plate 28 · Estimate 40–60 marksBlei, Eiche und Glas, 31 auf 14 Zoll · Tafel 28 · Schätzung 40–60 Mark

A working model of the sluice gate of this city at one twenty-fourth, the basin 31 inches long and 14 inches across, glass in an oak curb, the walls lead, the gate leaves lead on brass pins, the winding gear brass and complete to the pawl and the drop-chain. Water may be let in at the head and drawn off at the foot, and the model takes it and returns it as the sluice does, to the fall of an inch in the hour.Ein Funktionsmodell des Schleusentors dieser Stadt im Maßstab eins zu vierundzwanzig, das Becken 31 Zoll lang und 14 Zoll breit, Glas in einer Einfassung aus Eiche, die Wände aus Blei, die Torflügel aus Blei auf Messingstiften, das Windwerk aus Messing und vollständig bis hin zur Sperrklinke und zur Fallkette. Wasser kann am Kopf eingelassen und am Fuß abgezogen werden, und das Modell nimmt es auf und gibt es zurück, wie die Schleuse es tut, auf ein Zoll Fall in der Stunde genau.

28The Small Sluice, a Working ModelDie kleine Schleuse, ein laufendes Modell

Provenance Provenienz made for the office of the Waterbailiff in the time of Wolter Slecht, and used there in the hearing of 1619 upon the tides at the Sluice Basin — thence removed from that office, no order for its removal being of record — thence the deceasedfür das Amt des Wasservogts in der Zeit Wolter Slechts gemacht und dort in der Anhörung von 1619 über die Tiden am Schleusenbecken gebraucht — sodann aus jenem Amt entfernt, ohne dass eine Anordnung zu seiner Entfernung aktenkundig wäre — sodann der Verstorbene

Condition Zustand sound; the basin glass clouded at the head end where the water enters; the lead of the walls bright along the top where it has been handled. Offered with the office copy of the tide table it was set to, foxed, and a brass funnel.heil; das Glas des Beckens am Kopfende trüb, wo das Wasser eintritt; das Blei der Wände oben blank, wo es angefasst worden ist. Angeboten mit dem Amtsexemplar der Tidentafel, auf die es eingestellt war, stockfleckig, und einem Trichter aus Messing.

Plate Tafel Plate 28. The gate closed, and immovable; the model seen from above at the height of a standing man, the winding gear to the right. The gate leaves stand open to the full of their travel. In the basin, at the foot end where the water lies deepest, there is a pale form under the surface, smaller than a grown person, and drawn with more care than the gear.Tafel 28. Das Tor geschlossen und unbeweglich; das Modell von oben gesehen, aus der Höhe eines stehenden Mannes, das Windwerk zur Rechten. Die Torflügel stehen offen bis zum vollen Ende ihres Weges. Im Becken, am Fußende, wo das Wasser am tiefsten steht, ist eine blasse Form unter der Oberfläche, kleiner als ein erwachsener Mensch, und mit mehr Sorgfalt gezeichnet als das Windwerk.

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29

The Rietvelt CorseletDer Rietvelt-Brustharnisch

Steel, blued, buff lined, 17 in. gorge to point, 8 lb 6 oz · Plate 29 · Estimate 120–160 marksStahl, gebläut, mit Büffelleder gefüttert, 17 Zoll von der Kehle bis zur Spitze, 8 Pfund 6 Unzen · Tafel 29 · Schätzung 120–160 Mark

A breast of one plate, of this city's work, blued and worn through the blue along the medial ridge, 17 inches from the gorge to the point and 8 pounds 6 ounces with its straps. The armourer's punch, a hammer between two nails, is struck inside the right arm-hole; the city's proof mark is under the arm on the same side.Eine Brust aus einer Platte, Arbeit dieser Stadt, gebläut und entlang des Mittelgrats durch die Bläue hindurch abgetragen, 17 Zoll von der Kehle bis zur Spitze und 8 Pfund 6 Unzen mit ihren Riemen. Die Punze des Waffenschmieds, ein Hammer zwischen zwei Nägeln, ist innen am rechten Armausschnitt eingeschlagen; das Beschauzeichen der Stadt steht unter dem Arm auf derselben Seite.

29The Rietvelt CorseletDer Rietvelt-Brustharnisch

Provenance Provenienz made by Volkert Rietvelt, armourer of the Wolfsgat, for a customer not entered in his book — thence Geertruyt Kaltz, his widow, who kept the forge until 1630 and hung the breast over the bench as her proof piece, and would take a wager on it from any man with a pistol and his own ball — thence the deceasedgefertigt von Volkert Rietvelt, Waffenschmied im Wolfsgat, für einen Kunden, der in seinem Buch nicht eingetragen ist — sodann Geertruyt Kaltz, seine Witwe, die die Schmiede bis 1630 hielt und die Brust als ihr Probestück über die Werkbank hängte und darauf von jedem Mann eine Wette annahm, der eine Pistole und eine eigene Kugel hatte — sodann der Verstorbene

Condition Zustand sound, the lining renewed in buff leather, one buckle modern and one strap end lost. It was cut for a man of about five feet eight.heil, das Futter in Büffelleder erneuert, eine Schnalle modern und ein Riemenende verloren. Sie ist für einen Mann von etwa fünf Fuß acht zugeschnitten.

[in red ink] The blue is not the maker's. It has been drawn a second time over scale that was never cleaned off, and you can read the old scale under it at the neck. The three holes were made with three different bores, one of them with a wheel-lock, which is not what a proof house uses and not what a widow's wager uses either. Rietvelt's punch is honest and the weight is what it was when I had this on my own bench in 1618. C.O.[in roter Tinte] Die Bläue ist nicht die des Meisters. Sie ist ein zweites Mal über Zunder gezogen worden, der nie abgeputzt wurde, und Sie lesen den alten Zunder darunter am Hals. Die drei Löcher stammen von drei verschiedenen Kalibern, eines davon von einem Radschloss, was kein Beschauhaus verwendet und die Wette einer Witwe auch nicht. Rietvelts Punze ist ehrlich, und das Gewicht ist, was es war, als ich das Stück 1618 auf meiner eigenen Werkbank hatte. C.O.

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30

A Boarding Axe with a Notch for Every ShipEine Enteraxt mit einer Kerbe für jedes Schiff

Steel and ash, 26 in. overall, head 2 lb 4 oz · Plate 30 · Estimate 12–18 marksStahl und Esche, 26 Zoll insgesamt, Kopf 2 Pfund 4 Unzen · Tafel 30 · Schätzung 12–18 Mark

A boarding axe of the common sea pattern, the head 2 pounds 4 ounces with a spike opposite the edge, the haft ash and 26 inches overall, the lanyard hole burned through and not bored. At the throat, eleven notches are cut across the grain and stained dark with lamp-black in oil.Eine Enteraxt nach dem gewöhnlichen Seemuster, der Kopf 2 Pfund 4 Unzen mit einem Dorn gegenüber der Schneide, der Stiel Esche und 26 Zoll insgesamt, das Loch für die Fangleine durchgebrannt und nicht gebohrt. Am Hals sind elf Kerben quer zur Faser geschnitten und mit Lampenruß in Öl dunkel gebeizt.

30A Boarding Axe with a Notch for Every ShipEine Enteraxt mit einer Kerbe für jedes Schiff

Provenance Provenienz Pieter Tjaard, master, who lost the Nachtvogel and was eleven years afterwards in the coasting trade; thence the deceased, with the owner's own reading of the notches, printed below as it was given.Pieter Tjaard, Schiffer, der die Nachtvogel verlor und elf Jahre danach in der Küstenfahrt war; sodann der Verstorbene, mit der eigenen Lesung der Kerben durch den Eigentümer, unten abgedruckt, wie sie gegeben wurde.

Condition Zustand haft sound, the head lately ground and a little thin at the toe, the spike bent and straightened once.Stiel heil, der Kopf kürzlich geschliffen und an der Schneidenspitze ein wenig dünn, der Dorn verbogen und einmal gerichtet.

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31

The Reliquary of the BeguinageDas Reliquiar des Beginenhofs

Silver-gilt on oak, 9 in. by 5 in. by 5 in., 38 oz · Plate 31 · Estimate 600–800 marksSilber, vergoldet, auf Eiche, 9 auf 5 auf 5 Zoll, 38 Unzen · Tafel 31 · Schätzung 600–800 Mark

A house-shaped casket, silver-gilt over an oak core, 9 inches long, 5 deep and 5 to the ridge, 38 ounces by the stamped paper of the Sworn Weighers. The two slopes of the roof are chased with a row of nine standing figures under arcading, of which one is lost from the shoulders up. In the gable is a small door, 2 inches square, hung on a pin and shut with a wire hasp; behind it a compartment lined in red silk holding a fragment of bone 2 inches long, with a slip of vellum in a letter of the last century giving a name abbreviated to four characters.Ein hausförmiges Kästchen, vergoldetes Silber über einem Kern aus Eiche, 9 Zoll lang, 5 tief und 5 bis zum First, 38 Unzen nach dem gestempelten Papier der Sworn Weighers. Die beiden Dachschrägen sind mit einer Reihe von neun stehenden Figuren unter Arkaden getrieben, von denen eine von den Schultern aufwärts fehlt. Im Giebel sitzt eine kleine Tür, 2 Zoll im Quadrat, auf einem Stift gehängt und mit einer Drahtschließe geschlossen; dahinter ein mit roter Seide ausgeschlagenes Fach mit einem Knochenstück von 2 Zoll Länge und einem Pergamentstreifen in einer Schrift des vorigen Jahrhunderts, der einen auf vier Zeichen abgekürzten Namen nennt.

31The Reliquary of the BeguinageDas Reliquiar des Beginenhofs

Provenance Provenienz of the Beguinage of St. Bavo, so described in the earlier list — 1611 · Beatrix Boonk, mistress of that house, by whose hand it was carried — thence Klaas Vantoc, pledge-broker of this city, in whose house it stood — thence the deceaseddes Beginenhofs St. Bavo, so im früheren Verzeichnis beschrieben — 1611 · Beatrix Boonk, Meisterin jenes Hauses, von deren Hand es getragen wurde — sodann Klaas Vantoc, Pfandleiher dieser Stadt, in dessen Haus es stand — sodann der Verstorbene

Condition Zustand the gilding rubbed through to the silver along the ridge and at the two nearer corners, as a thing is rubbed that has been carried against the body; the wire hasp modern; the red silk renewed and not old. The oak core has been out of the silver at some time, the pins being new and bright.die Vergoldung entlang des Firsts und an den beiden näheren Ecken bis auf das Silber abgerieben, wie ein Ding abgerieben wird, das am Körper getragen worden ist; die Drahtschließe modern; die rote Seide erneuert und nicht alt. Der Kern aus Eiche ist irgendwann aus dem Silber heraus gewesen, denn die Stifte sind neu und blank.

[in red ink] The 1608 folio has this reliquary in the Beguinage in that year and nowhere else. Wend. fo. 41. She has moved it ten years to please a vendor, and the vendor is a name she prints and will not date. I saw it on Boonk's own table with the sisters' evidence beside it, and I say so who has held it. C.O. (Sprokkel 1637)[in roter Tinte] Das Folio von 1608 hat dieses Reliquiar in jenem Jahr im Beginenhof und nirgends sonst. Wend. fo. 41. Sie hat es um zehn Jahre verschoben, um einem Einlieferer zu gefallen, und der Einlieferer ist ein Name, den sie druckt und nicht datieren will. Ich habe es auf Boonks eigenem Tisch gesehen, die Aussage der Schwestern daneben, und ich sage es als einer, der es gehalten hat. C.O. (Sprokkel 1637)

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32

Cranck's Sword of Justice, Edge UnturnedCrancks Richtschwert, die Schneide nie umgeschlagen

Steel, horn grip, blade 33 in., 4 lb 2 oz · Plate 32 · Estimate 150–200 marksStahl, Horngriff, Klinge 33 Zoll, 4 Pfund 2 Unzen · Tafel 32 · Schätzung 150–200 Mark

A two-hand sword of the executioner's form: no point, the blade 33 inches and 2¾ broad at the ricasso, squared at the end and pierced there with three holes in a line. The grip is horn over wood, 11 inches, with a collar and a pear pommel. On one flat, etched and once gilt, a wheel and a scaffold and a line of letters: THE SENTENCE IS NOT MINE.Ein Zweihandschwert der Scharfrichterform: ohne Ort, die Klinge 33 Zoll und 2¾ breit an der Fehlschärfe, am Ende gerade abgeschnitten und dort mit drei Löchern in einer Reihe durchbrochen. Der Griff ist Horn über Holz, 11 Zoll, mit einer Zwinge und einem Birnenknauf. Auf einer Fläche, geätzt und einst vergoldet, ein Rad und ein Schafott und eine Zeile Buchstaben: DAS URTEIL IST NICHT MEINES.

32Cranck's Sword of Justice, Edge UnturnedCrancks Richtschwert, die Schneide nie umgeschlagen

Provenance Provenienz Hendrick Cranck, executioner of this city, deceased; thence Trijn Lemmick, his daughter, who sold his goods at her own door over three days and kept no list; thence the deceased.Hendrick Cranck, Scharfrichter dieser Stadt, verstorben; sodann Trijn Lemmick, seine Tochter, die seine Habe drei Tage lang vor ihrer eigenen Tür verkaufte und keine Liste führte; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand bright and without a spot of rust; the horn cracked at both ends and bound with brass wire; the etching worn away where the hands go.blank und ohne einen Flecken Rost; das Horn an beiden Enden gerissen und mit Messingdraht umwickelt; die Ätzung abgetragen, wo die Hände liegen.

[in red ink] This blade was never on a stone in its life. It is scraped with a draw-file, and the strokes run across the edge and not along it, which is the practice of two houses that made these and of nobody else in the trade. Whoever writes that the edge is unturned should write that it has also never been dressed, since the second is the remarkable thing and the first follows from it. The horn of the grip is new work over the old wood. C.O.[in roter Tinte] Diese Klinge war ihr Leben lang auf keinem Stein. Sie wird mit der Ziehfeile abgezogen, und die Striche laufen quer zur Schneide und nicht längs, was die Praxis zweier Häuser ist, die solche gemacht haben, und sonst niemandes im Gewerbe. Wer schreibt, die Schneide sei nicht umgelegt, sollte schreiben, dass sie auch nie nachgeschärft wurde, denn das Zweite ist das Bemerkenswerte und das Erste folgt daraus. Das Horn des Griffs ist neue Arbeit über dem alten Holz. C.O.

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33

The Ward of the Sluice GateDer Bann des Schleusentors

Lead on an iron strap, 13 in. by 9 in., 14 lb, with four nails · Plate 33 · Estimate 300–400 marksBlei auf einem Eisenband, 13 auf 9 Zoll, 14 Pfund, mit vier Nägeln · Tafel 33 · Schätzung 300–400 Mark

A ward cast in lead upon an iron strap, 13 inches by 9 and 14 pounds, the face carrying in relief a gate between two posts with the water indicated below it by six wavy lines. Four holes are cast at the corners, and the four nails are present: hand-forged, 7 inches, square in the shank, of the same iron as the strap. On the back, raised in the casting and worn shallow by handling, a line of letters: SET TO THE WATER.Ein in Blei auf ein Eisenband gegossener Bann, 13 Zoll auf 9 und 14 Pfund, die Schauseite trägt im Relief ein Tor zwischen zwei Pfosten, darunter das Wasser durch sechs Wellenlinien angezeigt. An den Ecken sind vier Löcher eingegossen, und die vier Nägel sind vorhanden: handgeschmiedet, 7 Zoll, im Schaft vierkantig, aus demselben Eisen wie das Band. Auf der Rückseite, im Guss erhaben und vom Anfassen flach geworden, eine Zeile Buchstaben: ANS WASSER GESETZT.

33The Ward of the Sluice GateDer Bann des Schleusentors

Provenance Provenienz of the office of the Waterbailiff, in the time of Wolter Slecht, and set over the watch-house door upon the gate — 1620 · taken down at the repair of the gate, and not entered as returned — thence the deceaseddes Amtes des Wasservogts, zur Zeit Wolter Slechts, und über die Wachhaustür auf dem Tor gesetzt — 1620 · bei der Ausbesserung des Tores abgenommen und nicht als zurückgegeben eingetragen — sodann der Verstorbene

Condition Zustand the lead sound and grey, one corner bruised where it has been prised; the iron strap cracked across the upper left nail hole and holding; the four nails clean, unbent and unrusted, which for iron out of that wall is not usual.das Blei heil und grau, eine Ecke gestaucht, wo gehebelt worden ist; das Eisenband quer über dem oberen linken Nagelloch gerissen und haltend; die vier Nägel sauber, ungebogen und ohne Rost, was für Eisen aus jener Mauer nicht üblich ist.

Plate Tafel Plate 33. The ward set to the water side, upon the watch-house door of the sluice, drawn from the walk at the height of a standing man. The ward is fixed upon the landward face of the door, its device turned inward toward the passage, and the four nails are shown driven from the inside.Tafel 33. Der Bann zur Wasserseite gesetzt, auf der Wachhaustür der Schleuse, vom Gang aus in der Höhe eines stehenden Mannes gezeichnet. Der Bann ist auf der landseitigen Fläche der Tür befestigt, sein Zeichen nach innen zum Durchgang gewendet, und die vier Nägel sind von innen eingeschlagen dargestellt.

[in pencil] Set on the wrong side and the water is the thing kept out. Set on the right side and so is the man.[mit Bleistift] Auf der falschen seite gesetzt, und das wasser bleibt draußen. Auf der richtigen seite gesetzt, und der mann auch.

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34

Twelve Musket Balls, Cast from a BellZwölf Musketenkugeln, aus einer Glocke gegossen

Bell-metal, twelve balls, eleven to the pound, in a linen bag · Plate 34 · Estimate 8–12 marksGlockenmetall, zwölf Kugeln, elf auf das Pfund, in einem Leinenbeutel · Tafel 34 · Schätzung 8–12 Mark

Twelve balls of bell-metal, cast in a two-part mould at eleven to the pound, in a linen bag with a drawn cord. They were run from the crown of a bell that cracked in the founding and was never hung. Fired or slung, each ball is heard as one bell note.Zwölf Kugeln aus Glockenmetall, in einer zweiteiligen Form zu elf auf das Pfund gegossen, in einem Leinenbeutel mit Zugschnur. Sie wurden aus der Krone einer Glocke gerannt, die beim Guss riss und nie gehängt wurde. Geschossen oder geschleudert, wird jede Kugel als ein Glockenton gehört.

34Twelve Musket Balls, Cast from a BellZwölf Musketenkugeln, aus einer Glocke gegossen

Provenance Provenienz Wibbe Hobbe, bell-founder of the Staple Quay, who cast them upon a wager and lost it; thence the deceased.Wibbe Hobbe, Glockengießer des Stapelkais, der sie auf eine Wette goss und sie verlor; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand eleven filed at the sprue and round; the twelfth left unfiled and out of round by a thirty-second part; the bag stained at the bottom.elf am Anguss abgefeilt und rund; die zwölfte ungefeilt gelassen und um einen zweiunddreißigstel Teil unrund; der Beutel am Boden fleckig.

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35

A Buckler of WhaleboneEin Buckler aus Fischbein

Whalebone and brass, 13 in. across, 2 lb 3 oz · Plate 35 · Estimate 10–16 marksFischbein und Messing, 13 Zoll im Durchmesser, 2 Pfund 3 Unzen · Tafel 35 · Schätzung 10–16 Mark

A round buckler of northern whalebone in three laminations, 13 inches across and 2 pounds 3 ounces, the boss and rim brass, the enarmes renewed in webbing. It is warm to the hand in cold rain, which is why it was kept, and in the water it cannot be pushed under.Ein runder Buckler aus nordischem Fischbein in drei Lagen, 13 Zoll im Durchmesser und 2 Pfund 3 Unzen, Buckel und Rand aus Messing, die Fesseln in Gurtband erneuert. Er ist bei kaltem Regen warm in der Hand, weshalb er behalten wurde, und im Wasser lässt er sich nicht untertauchen.

35A Buckler of WhaleboneEin Buckler aus Fischbein

Provenance Provenienz Egbert Meerman, whaling master of the Bruinvisch, who had two made and gave one away to a boatsteerer whose name he did not recall; thence the deceased.Egbert Meerman, Walfangschiffer der Bruinvisch, der zwei anfertigen ließ und einen an einen Bootssteurer verschenkte, dessen Namen er nicht mehr wusste; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand good, one lamination lifting at the rim over 4 inches and wanting glue; the brass green in the hollows.gut, eine Lage hebt sich am Rand über 4 Zoll und braucht Leim; das Messing in den Vertiefungen grün.

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36

The Purser's Strongbox of the Grieta WendDie Zahlmeisterkasse der Grieta Wend

Oak, iron and brass, 21 in. by 13 in. by 12 in., 74 lb empty · Plate 36 · Estimate 400–550 marksEiche, Eisen und Messing, 21 auf 13 auf 12 Zoll, 74 Pfund leer · Tafel 36 · Schätzung 400–550 Mark

A purser's box, oak bound with four iron straps, the corner plates iron, the hasp and lock brass, the lock of three levers with its key present at 5 inches. Within, a lift-out tray of six divisions and beneath the tray a well. The inside of the lid is lined with the vessel's lading of 1617, pasted down, and may be read entire, including the freight of pepper that was not landed.Eine Zahlmeisterkiste, Eiche mit vier Eisenbändern beschlagen, die Eckplatten Eisen, Schließe und Schloss Messing, das Schloss mit drei Zuhaltungen, sein Schlüssel vorhanden mit 5 Zoll. Innen ein herausnehmbarer Einsatz mit sechs Abteilungen und unter dem Einsatz eine Vertiefung. Die Innenseite des Deckels ist mit der Ladeliste des Schiffes von 1617 ausgeschlagen, aufgeklebt, und kann ganz gelesen werden, einschließlich der Pfefferfracht, die nicht gelöscht wurde.

36The Purser's Strongbox of the Grieta WendDie Zahlmeisterkasse der Grieta Wend

Provenance Provenienz made for the Grieta Wend, Sijtske Hooft owner, of the Kolkgracht — carried by Joos Marbeck, her purser — 1619 · seized from on board by Wolter Slecht, Waterbailiff, and sold under his licence at the Customs Quay — thence the deceasedfür die Grieta Wend gefertigt, Sijtske Hooft Eignerin, an der Kolkgracht — geführt von Joos Marbeck, ihrem Zahlmeister — 1619 · von Bord beschlagnahmt durch Wolter Slecht, Wasservogt, und unter seiner Lizenz am Zollkai verkauft — sodann der Verstorbene

Condition Zustand sound; the iron of the bottom strap pitted where the box has stood in bilge; the lock clean and lately oiled; the ward of the key filed by a hand that was not the locksmith's. Of the six divisions of the tray, five hold nothing. The sixth holds one customs stamp of 1619, cancelled with two strokes.heil; das Eisen des unteren Bandes narbig, wo die Kiste in der Bilge gestanden hat; das Schloss sauber und kürzlich geölt; der Bart des Schlüssels von einer Hand gefeilt, die nicht die des Schlossers war. Von den sechs Abteilungen des Einsatzes enthalten fünf nichts. Die sechste enthält einen Zollstempel von 1619, mit zwei Strichen entwertet.

Plate Tafel Plate 36. The purser's strongbox, three-quarter view from the lock side, the lid raised and held, the tray lifted out and set beside it. The lading paper of the lid is drawn to the last line.Tafel 36. Die Zahlmeisterkiste, Dreiviertelansicht von der Schlossseite, der Deckel gehoben und gehalten, der Einsatz herausgehoben und danebengestellt. Das Ladepapier des Deckels ist bis zur letzten Zeile gezeichnet.

[in pencil] It opened once on dry land. Ask who was carrying it.[mit Bleistift] Sie ging einmal an land auf. Fragen Sie, wer sie trug.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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37

A Sheaf of Letters of Marque, Three of Them VoidEin Bündel Kaperbriefe, drei davon ungültig

Nine sheets, parchment and paper, folio, in a wrapper of oiled linen · Plate 37 · Estimate 30–45 marksNeun Blätter, Pergament und Papier, Folio, in einem Umschlag aus geöltem Leinen · Tafel 37 · Schätzung 30–45 Mark

Nine letters of marque, 1612 to 1619, folio, in an oiled linen wrapper. Six are under the seal of the Chamber and are in order. Three are void: the first sealed with a matrix out of use since 1604; the second wanting the second signature, the space for it ruled and left; the third dated upon a day on which the Chamber did not sit, as the Chamber's own minute book shows. All three of the void letters are endorsed on the back with a voyage in the purser's hand, and one carries a customs stamp over the endorsement.Neun Kaperbriefe, 1612 bis 1619, Folio, in einem Umschlag aus geöltem Leinen. Sechs stehen unter dem Siegel der Chamber und sind in Ordnung. Drei sind nichtig: der erste mit einer Matrize gesiegelt, die seit 1604 außer Gebrauch ist; dem zweiten fehlt die zweite Unterschrift, der Raum dafür liniert und frei gelassen; der dritte auf einen Tag datiert, an dem die Chamber nicht tagte, wie das eigene Protokollbuch der Chamber zeigt. Alle drei nichtigen Briefe tragen auf der Rückseite den Vermerk einer Reise in der Hand des Zahlmeisters, und einer trägt einen Zollstempel über dem Vermerk.

37A Sheaf of Letters of Marque, Three of Them VoidEin Bündel Kaperbriefe, drei davon ungültig

Provenance Provenienz Sijtske Hooft, owner of the Grieta Wend; thence the deceased.Sijtske Hooft, Eignerin der Grieta Wend; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the wrapper perished along both folds; the six good letters worn soft at the creases; the three void ones clean, having been carried in the same wrapper and never once shown.der Umschlag entlang beider Falze zerfallen; die sechs guten Briefe an den Brüchen weich getragen; die drei nichtigen sauber, da sie im selben Umschlag getragen und nie ein einziges Mal vorgezeigt worden sind.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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38

The Executioner's GlovesDie Handschuhe des Scharfrichters

Buff leather sewn with silk, 12 in. to the cuff · Plate 38 · Estimate 90–120 marksBüffelleder, mit Seide genäht, 12 Zoll bis zur Stulpe · Tafel 38 · Schätzung 90–120 Mark

A pair of gloves of buff leather, 12 inches to the top of the cuff, the seams sewn with silk, the palms doubled with a second skin laid crosswise to the first. A small wheel is pricked inside the left cuff. It is reported of them that a man bound by the hands that wear them does not slip the binding.Ein Paar Handschuhe aus Büffelleder, 12 Zoll bis zum oberen Rand der Stulpe, die Nähte mit Seide genäht, die Innenhände mit einer zweiten Haut doppelt, quer zur ersten gelegt. Innen in der linken Stulpe ist ein kleines Rad eingestochen. Von ihnen wird berichtet, dass ein Mann, den die Hände binden, die sie tragen, aus der Fessel nicht herausschlüpft.

38The Executioner's GlovesDie Handschuhe des Scharfrichters

Provenance Provenienz Hendrick Cranck, executioner of this city; thence Trijn Lemmick, his daughter; thence the deceased.Hendrick Cranck, Scharfrichter dieser Stadt; sodann Trijn Lemmick, seine Tochter; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand supple throughout; the right glove split at the base of the thumb and stitched with linen, not silk; both cuffs stained to a hand's breadth from the edge. The stain has been shown to Aefke Duym, apothecary of the Rope Street, who names it neat's-foot oil and vinegar and will say so at the table.durchgehend geschmeidig; der rechte Handschuh am Daumenansatz aufgerissen und mit Leinen genäht, nicht mit Seide; beide Stulpen bis auf Handbreite vom Rand fleckig. Der Fleck ist Aefke Duym, Apothekerin der Seilerstraße, vorgelegt worden, die ihn Klauenöl und Essig nennt und das am Tisch sagen wird.

[in red ink] The palms are doubled crosswise, which is saddler's work and not glover's, and Cranck had it done in the Wolfsgat by a man I could name if she asked me. The linen at the right thumb is twenty years later than the silk and was sewn left-handed. Everything about the pair is what she says it is, which I note here because it is rare in this book. C.O.[in roter Tinte] Die Innenhände sind quer doppelt gelegt, was Sattlerarbeit ist und nicht Handschuhmacherarbeit, und Cranck ließ das im Wolfsgat von einem Mann machen, den ich nennen könnte, wenn sie mich fragte. Das Leinen am rechten Daumen ist zwanzig Jahre jünger als die Seide und wurde linkshändig genäht. Alles an dem Paar ist, was sie sagt, dass es ist, was ich hier vermerke, weil es in diesem Buch selten ist. C.O.

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39

A Palisade Nail from the Wolfsgat GallowsEin Palisadennagel vom Galgen im Wolfsgat

Wrought iron, 9 in., 6 oz · Plate 39 · Estimate 2–4 marksSchmiedeeisen, 9 Zoll, 6 Unzen · Tafel 39 · Schätzung 2–4 Mark

One nail, wrought, 9 inches and 6 ounces, drawn from the palisade of the gallows ground at the Wolfsgat when that fence was renewed.Ein Nagel, geschmiedet, 9 Zoll und 6 Unzen, aus der Palisade des Galgenplatzes am Wolfsgat gezogen, als jener Zaun erneuert wurde.

39A Palisade Nail from the Wolfsgat GallowsEin Palisadennagel vom Galgen im Wolfsgat

Provenance Provenienz Jelle Munck, gravedigger of St. Bavo's ground, who had the old timber for firewood and the ironwork for himself; thence the deceased, with the label.Jelle Munck, Totengräber des Friedhof St. Bavo, der das alte Holz als Brennholz und das Eisenwerk für sich bekam; sodann der Verstorbene, mit dem Anhänger.

Condition Zustand sound, bent some fifteen degrees and not straightened. The label is Munck's, in ink on a luggage card, and reads: Grauwe · Sleen · Bocht · —— · 1629. The fourth name has been struck through with the same pen and cannot be read at any light.heil, um etwa fünfzehn Grad verbogen und nicht gerichtet. Der Anhänger ist Muncks, in Tinte auf einer Gepäckkarte, und lautet: Grauwe · Sleen · Bocht · —— · 1629. Der vierte Name ist mit derselben Feder durchgestrichen und ist bei keinem Licht zu lesen.

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40

Duym's Cabinet of Antidotes, Four Vials RemainingDuyms Kabinett der Gegengifte, vier Fläschchen übrig

Walnut case with twelve beds, 10 in. by 7 in.; four vials · Plate 40 · Estimate 16–24 marksNussbaumkasten mit zwölf Betten, 10 auf 7 Zoll; vier Fläschchen · Tafel 40 · Schätzung 16–24 Mark

A flat case of walnut with twelve beds in green wool, 10 inches by 7. Four vials remain, of thick green glass, each of about two drachms, stoppered with cork and sealed over with wax. The labels are the apothecary's own, written and then varnished: for the sting, for the salt fish, ——, for the white root. The third label is a second label, pasted over the first.Ein flacher Kasten aus Nussbaum mit zwölf Betten in grüner Wolle, 10 Zoll auf 7. Vier Fläschchen sind übrig, aus dickem grünem Glas, jedes von etwa zwei Drachmen, mit Kork verstöpselt und mit Wachs übersiegelt. Die Etiketten sind die der Apothekerin selbst, beschrieben und dann gefirnisst: gegen den Stich, gegen den Salzfisch, ——, gegen die weiße Wurzel. Das dritte Etikett ist ein zweites Etikett, über das erste geklebt.

40Duym's Cabinet of Antidotes, Four Vials RemainingDuyms Kabinett der Gegengifte, vier Fläschchen übrig

Provenance Provenienz Aefke Duym, apothecary of the Rope Street, whose shop stands four doors from this hall and who has filled the case twice; thence the deceased.Aefke Duym, Apothekerin der Seilerstraße, deren Laden vier Türen von dieser Halle entfernt steht und die den Kasten zweimal gefüllt hat; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the case sound, three beds broken out at the corner; the wax of all four seals whole. The vials have not been opened since they were filled, and this house does not undertake to say what is in the third.der Kasten heil, drei Betten an der Ecke ausgebrochen; das Wachs aller vier Siegel unversehrt. Die Fläschchen sind seit dem Füllen nicht geöffnet worden, und dieses Haus übernimmt es nicht zu sagen, was im dritten ist.

[in red ink] The upper label of the third is newer paper than the other three and is pasted with fish glue, which the apothecary does not use and never has. Hold it to a window: the word beneath is longer than the word on top by four letters and begins with the same one. The varnish over the other three is hers and is fifteen years old if it is a day. C.O.[in roter Tinte] Das obere Etikett des dritten ist neueres Papier als die anderen drei und ist mit Fischleim geklebt, den die Apothekerin nicht verwendet und nie verwendet hat. Halten Sie es ans Fenster: das Wort darunter ist um vier Buchstaben länger als das Wort obenauf und beginnt mit demselben. Der Firnis über den anderen dreien ist ihrer und ist fünfzehn Jahre alt, wenn er einen Tag alt ist. C.O.

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41

The Notary's Seal-Ring of Coenraad ZeegerDer Notarssiegelring des Coenraad Zeeger

Gold with a steel bezel, bezel 11/16 in., 1 oz 2 dwt · Plate 41 · Estimate 500–650 marksGold mit stählerner Platte, Platte 11/16 Zoll, 1 Unze 2 dwt · Tafel 41 · Schätzung 500–650 Mark

A notary's ring, the hoop gold and worn thin at the back, the bezel a steel matrix let into a gold collet and cut in intaglio: a hand holding a pen above three letters, C A Z, the whole within a rope border of nineteen twists. The cutting is deep, the field is clean, and it takes a sharp impression in wax at a low heat.Ein Notarsring, der Reif Gold und hinten dünn getragen, die Platte eine stählerne Matrize, in eine goldene Fassung eingelassen und in Intaglio geschnitten: eine Hand, die eine Feder hält, über drei Buchstaben, C A Z, das Ganze in einer Seilborte von neunzehn Windungen. Der Schnitt ist tief, das Feld ist sauber, und er nimmt bei geringer Hitze einen scharfen Abdruck in Wachs.

41The Notary's Seal-Ring of Coenraad ZeegerDer Notarssiegelring des Coenraad Zeeger

Provenance Provenienz cut for Coenraad Zeeger, sworn notary of this city, who wrote the testament of the deceased — thence the deceased, from the notary's executors, with the shagreen box and a stick of the notary's own wax, half burnedgeschnitten für Coenraad Zeeger, beschworener Notar dieser Stadt, der das Testament des Verstorbenen schrieb — sodann der Verstorbene, von den Nachlassverwaltern des Notars, mit dem Chagrinetui und einer Stange von des Notars eigenem Wachs, halb abgebrannt

Condition Zustand the hoop worn through to a thin edge at the back and once mended with a strip of gold of a lighter colour; the steel of the bezel bright and unrusted; a nick in the rope border at the fourth twist from the pen, which shows in every impression the ring has made since it was taken.der Reif hinten bis auf eine dünne Kante abgetragen und einmal mit einem Streifen Gold von hellerer Farbe ausgebessert; der Stahl der Platte blank und ohne Rost; eine Kerbe in der Seilborte an der vierten Windung von der Feder aus, die sich in jedem Abdruck zeigt, den der Ring gemacht hat, seit sie entstanden ist.

[in pencil] Three certificates, one ring. Only one impression matches the wax.[mit Bleistift] Drei urkunden, ein ring. Nur ein abdruck passt zum wachs.

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42

The Wett Bell, Small, SilverDie Wett-Glocke, klein, silbern

Silver, 6½ in. high, 4½ in. at the mouth, 19 oz · Plate 42 · Estimate 700–900 marksSilber, 6½ Zoll hoch, 4½ Zoll am Mund, 19 Unzen · Tafel 42 · Schätzung 700–900 Mark

A hand bell of silver, 6½ inches to the crown of the handle and 4½ at the mouth, 19 ounces by the Weighhouse stamp. The founder's mark of Wibbe Hobbe is inside the mouth with the date 1594. The handle is a turned baluster with a collar; the clapper is silver on a leather thong, renewed. Around the rim runs an engraved field half an inch deep, bordered above and below by a fillet.Eine Handglocke aus Silber, 6½ Zoll bis zur Krone des Griffs und 4½ am Mund, 19 Unzen nach dem Stempel des Waaghauses. Das Gießerzeichen von Wibbe Hobbe steht innen im Mund mit der Jahreszahl 1594. Der Griff ist ein gedrehter Baluster mit einer Zwinge; der Klöppel ist Silber an einem Lederriemen, erneuert. Um den Rand läuft ein graviertes Feld von einem halben Zoll Höhe, oben und unten von einem Steg eingefasst.

42The Wett Bell, Small, SilverDie Wett-Glocke, klein, silbern

Provenance Provenienz 1594 · cast by Wibbe Hobbe, bell-founder of the Staple Quay, for the house of Wett — thence Klaas Vantoc, pledge-broker of this city — thence the deceased1594 · gegossen von Wibbe Hobbe, Glockengießer des Stapelkais, für das Haus Wett — sodann Klaas Vantoc, Pfandleiher dieser Stadt — sodann der Verstorbene

Condition Zustand sound and in tune. The wall at the engraved field measures 0.031 inch against 0.048 inch elsewhere, taken twice. The thong is renewed; there is a scratch across the crown 2 inches long, lately made. Offered with its wool bag, which is old, and which is worn through at the mouth end only.heil und rein im Ton. Die Wand am gravierten Feld misst 0,031 Zoll gegen 0,048 Zoll anderswo, zweimal genommen. Der Riemen ist erneuert; über der Krone liegt ein Kratzer von 2 Zoll Länge, kürzlich entstanden. Angeboten mit ihrem Wollbeutel, der alt ist und der allein am Mundende durchgescheuert ist.

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43

A Coat of Plates, the Lining Sewn with a PsalmEin Plattenrock, das Futter mit einem Psalm benäht

Iron plates on canvas, linen lined, 29 lb. 6 oz. · Plate 43 · Estimate 90–120 marksEisenplatten auf Segeltuch, mit Leinen gefüttert, 29 Pfund 6 Unzen · Tafel 43 · Schätzung 90–120 Mark

A coat of plates of the older fashion, twenty-six iron plates riveted between canvas and a lining of linen, 38 inches at the chest and 24 inches from the shoulder seam to the skirt, weighing 29 pounds 6 ounces. The lining carries a psalm entire, worked in white linen thread in thirty-one lines, the letters an eighth of an inch and the stitch so fine that the words must be held to a window to be read. The work is of the Beguinage of St. Bavo and is signed with no hand.Ein Plattenrock älterer Art, sechsundzwanzig Eisenplatten, zwischen Segeltuch und ein Futter aus Leinen genietet, 38 Zoll über der Brust und 24 Zoll von der Schulternaht bis zum Schoß, im Gewicht von 29 Pfund 6 Unzen. Das Futter trägt einen ganzen Psalm, in weißem Leinenfaden in einunddreißig Zeilen gearbeitet, die Buchstaben ein Achtel Zoll und der Stich so fein, dass die Worte ans Fenster gehalten werden müssen, um gelesen zu werden. Die Arbeit ist die des Beginenhofs St. Bavo und ist von keiner Hand gezeichnet.

43A Coat of Plates, the Lining Sewn with a PsalmEin Plattenrock, das Futter mit einem Psalm benäht

Provenance Provenienz Beatrix Boonk, mistress of the Beguinage of St. Bavo, who had the lining worked for a carter's son going out with the levy of 1618, and had the coat back from the levy without him; thence the deceased.Beatrix Boonk, Meisterin des Beginenhofs St. Bavo, die das Futter für den Sohn eines Fuhrmanns arbeiten ließ, der mit dem Aufgebot von 1618 auszog, und die den Rock vom Aufgebot zurückerhielt, ohne ihn; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand two plates cracked across the rivet holes and one plate wanting at the left flank; the lining sound, clean, and not repaired. The thread of the last four lines is a whiter thread than the rest.zwei Platten über den Nietlöchern gerissen und eine Platte fehlt an der linken Flanke; das Futter heil, sauber und nicht ausgebessert. Der Faden der letzten vier Zeilen ist ein weißerer Faden als der übrige.

[in red ink] The plates are two hands. Sixteen are Rietvelt's work, which you may know from the scarf the punch leaves at the rivet, and ten are a cheaper iron let in later under a wider washer. The thread of the last four lines is bleached and the other twenty-seven are not, so the last four lines were worked after the coat came home and by somebody sitting down. Sew what you like into a lining; the flank is still open. C.O.[in roter Tinte] Die Platten sind zwei Hände. Sechzehn sind Rietvelts Arbeit, was Sie an der Schräge erkennen, die der Durchschlag am Niet stehen lässt, und zehn sind ein billigeres Eisen, später unter einer breiteren Scheibe eingesetzt. Der Faden der letzten vier Zeilen ist gebleicht und die anderen siebenundzwanzig sind es nicht, also wurden die letzten vier Zeilen genäht, nachdem der Rock heimkam, und von jemandem, der sich dazu gesetzt hat. Nähen Sie in ein Futter, was Sie wollen; die Flanke ist noch offen. C.O.

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44

The Painted ShieldDer bemalte Schild

Oak faced with gesso and linen, 22 in. by 17 in. · Plate 44 · Estimate 240–300 marksEiche, mit Kreidegrund und Leinen belegt, 22 auf 17 Zoll · Tafel 44 · Schätzung 240–300 Mark

A heater shield, oak faced with gesso and linen, 22 inches by 17, the face bearing arms overpainted many times, the uppermost a chevron and three martlets. Twenty-two grounds may be counted at the chipped edge. The boss is iron, riveted through, and the strap-work behind is renewed in three places.Ein Dreieckschild, Eiche mit Kreidegrund und Leinen belegt, 22 Zoll auf 17, die Schauseite trägt vielfach übermalte Wappen, das oberste einen Sparren und drei Merletten. Am abgeschlagenen Rand lassen sich zweiundzwanzig Gründe zählen. Der Buckel ist aus Eisen und durchgenietet, und das Riemenwerk dahinter ist an drei Stellen erneuert.

44The Painted ShieldDer bemalte Schild

Provenance Provenienz Volkert Rietvelt, armourer of this city, by whom the face was renewed and the arms then borne laid upon the older grounds — 1601 · Anselm Haak, merchant of this city, by purchase — 1609 · thence the house of Wett, in exchange for a horse and a clock — 1616 · thence Hendrick Cranck, at the Haak sale — upon Cranck's death, by descent to Trijn Lemmick, his daughter — thence the deceasedVolkert Rietvelt, Waffenschmied dieser Stadt, von dem die Schauseite erneuert und das damals geführte Wappen auf die älteren Gründe gelegt wurde — 1601 · Anselm Haak, Kaufmann dieser Stadt, durch Kauf — 1609 · sodann das Haus Wett, gegen ein Pferd und eine Uhr — 1616 · sodann Hendrick Cranck, auf der Haak-Auktion — bei Crancks Tod im Erbgang an Trijn Lemmick, seine Tochter — sodann der Verstorbene

Condition Zustand sound, the lowest grounds lifting at the boss. The vendor's account is not before us.heil, die untersten Gründe heben sich am Buckel. Uns liegt die Darstellung des Einlieferers nicht vor.

Plate Tafel Plate 44. The shield, twenty-two grounds, shown face on with the chipped edge to the left and a rule laid beside it. In the drawing the edge shows twenty-three. The uppermost is empty of any arms, is lighter than the ground beneath it, and carries the mark of a brush that was drawn from the boss outward and lifted at the rim.Tafel 44. Der Schild, zweiundzwanzig Gründe, von vorn gezeigt, der abgeschlagene Rand zur Linken und ein Maßstab daneben gelegt. In der Zeichnung zeigt der Rand dreiundzwanzig. Der oberste ist ohne jedes Wappen, ist heller als der Grund darunter und trägt den Zug eines Pinsels, der vom Buckel nach außen geführt und am Rand abgehoben wurde.

[in red ink] Nineteen grounds. I counted them in 1619 with a glass, at the boss and at the rim, and I wrote the count in the margin of my own list where it stands yet. Whoever has found three more has laid them. She sells a shield by the layer, like a man selling a wall, and does not ask why the wall is growing. C.O. (Lowmonth 1637)[in roter Tinte] Neunzehn Gründe. Ich habe sie 1619 mit dem Glas gezählt, am Buckel und am Rand, und ich habe die Zahl an den Rand meines eigenen Verzeichnisses geschrieben, wo sie noch steht. Wer drei weitere gefunden hat, hat sie gelegt. Sie verkauft einen Schild nach der Schicht, wie einer eine Mauer verkauft, und fragt nicht, warum die Mauer wächst. C.O. (Niedermond 1637)

[in pencil] Twenty-two, and a ground laid for the twenty-third. The ground is already dry.[mit Bleistift] Zweiundzwanzig, und ein grund gelegt für den dreiundzwanzigsten. Der grund ist schon trocken.

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45

Three Reliquary Fingers, of One HandDrei Reliquienfinger, von einer Hand

Bone, silver-gilt mounts, glass, tallest 5½ in. · Plate 45 · Estimate 30–40 marksKnochen, vergoldete Silberfassungen, Glas, der höchste 5½ Zoll · Tafel 45 · Schätzung 30–40 Mark

Three finger-bones in silver-gilt mounts with glass windows, the tallest 5½ inches to the finial, of one hand, so described in the earlier list. Two are of one hand: the joints answer and the staining matches. The third is longer by three-eighths of an inch, of a paler colour, and is a thumb.Drei Fingerknochen in vergoldeten Silberfassungen mit Glasfenstern, der höchste 5½ Zoll bis zur Bekrönung, von einer Hand, so im früheren Verzeichnis beschrieben. Zwei sind von einer Hand: die Gelenke passen zueinander und die Verfärbung stimmt überein. Der dritte ist um drei Achtel Zoll länger, von blasserer Farbe, und ist ein Daumen.

45Three Reliquary Fingers, of One HandDrei Reliquienfinger, von einer Hand

Provenance Provenienz Beatrix Boonk, mistress of the Beguinage of St. Bavo; thence Duifje Stoevel, lace-dealer of the Kolkgracht, who had the mounts re-gilt and the lace of the cushions renewed at her own charge; thence the deceased.Beatrix Boonk, Meisterin des Beginenhofs St. Bavo; sodann Duifje Stoevel, Spitzenhändlerin an der Kolkgracht, die die Fassungen neu vergolden und die Spitze der Kissen auf eigene Kosten erneuern ließ; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand sound; the glass of the second window cracked and held with a strip of parchment, upon which part of a date may be read.heil; das Glas des zweiten Fensters gesprungen und mit einem Streifen Pergament gehalten, auf dem ein Teil eines Datums zu lesen ist.

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46

The Smuggler's Chalk of Douwe GrauweDie Schmugglerkreide des Douwe Grauwe

Chalk in a brass case, the stick 3 in. · Plate 46 · Estimate 12–18 marksKreide in einer Messinghülse, das Stück 3 Zoll · Tafel 46 · Schätzung 12–18 Mark

A stick of chalk, white, worn to 3 inches, in a brass case of the sort carried by tally-men, the case dented and the lid sprung. A mark made with it is seen by the hand that made it and by no other.Ein Stück Kreide, weiß, auf 3 Zoll abgenutzt, in einer Messinghülse von der Art, wie sie die Zählmänner tragen, die Hülse verbeult und der Deckel aufgesprungen. Ein damit gemachtes Zeichen sieht die Hand, die es machte, und keine andere.

46The Smuggler's Chalk of Douwe GrauweDie Schmugglerkreide des Douwe Grauwe

Provenance Provenienz Douwe Grauwe, of the Wolfsgat, hanged 1629; thence taken up with his goods by the office of the Waterbailiff, Doede Ramsvelt, and sold at the customs quay under the ordinance, which sale gives good title, whatever may be said of the taking; thence the deceased.Douwe Grauwe, aus dem Wolfsgat, 1629 gehängt; sodann mit seinen Gütern vom Amt des Wasservogts, Doede Ramsvelt, eingezogen und am Zollkai unter der Verordnung verkauft, welcher Verkauf guten Rechtstitel verschafft, was immer über die Wegnahme gesagt werden mag; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the stick sound and dry; the case as noted. The shed at the customs quay has been whitewashed twice since the seizure, and the officers of that place have been at the trouble of doing it.das Stück heil und trocken; die Hülse wie angemerkt. Der Schuppen am Zollkai ist seit der Beschlagnahme zweimal gekalkt worden, und die Beamten jenes Ortes haben sich die Mühe damit gemacht.

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47

The Silver Arm of St. Bavo's GroundDer silberne Arm vom Friedhof St. Bavo

Silver over oak, with a bone, 22 in. to the fingertips, 9 lb. 4 oz. · Plate 47 · Estimate 1400–1800 marksSilber über Eiche, mit einem Knochen, 22 Zoll bis zu den Fingerspitzen, 9 Pfund 4 Unzen · Tafel 47 · Schätzung 1.400–1.800 Mark

A reliquary arm, silver over an oak core, the hand raised, 22 inches to the fingertips and weighing 9 pounds 4 ounces, the forearm pierced with a window of rock crystal 4 inches by 2. Behind the window, a bone of a forearm, bound at both ends with red silk. The band above the elbow is chased with a vine and is stamped with the mark of the sworn weighers of the Weighhouse for silver of the better standard. The hand opens at the wrist upon a hinge and closes about a limb.Ein Reliquienarm, Silber über einem Kern aus Eiche, die Hand erhoben, 22 Zoll bis zu den Fingerspitzen und im Gewicht von 9 Pfund 4 Unzen, der Unterarm mit einem Fenster aus Bergkristall von 4 auf 2 Zoll durchbrochen. Hinter dem Fenster ein Knochen eines Unterarms, an beiden Enden mit roter Seide umwunden. Das Band oberhalb des Ellbogens ist mit einer Ranke ziseliert und mit dem Zeichen der beschworenen Wäger des Waaghauses für Silber besseren Gehalts gestempelt. Die Hand öffnet sich am Handgelenk auf einem Scharnier und schließt sich um ein Glied.

47The Silver Arm of St. Bavo's GroundDer silberne Arm vom Friedhof St. Bavo

Provenance Provenienz of the treasury of the Beguinage of St. Bavo, so entered in the house-book of that place — 1627 · released by Beatrix Boonk, mistress of the Beguinage, against a charge of 1,100 marks upon the roof of the almshouse — 1627 · thence the deceasedaus dem Schatz des Beginenhofs St. Bavo, so im Hausbuch jenes Ortes eingetragen — 1627 · von Beatrix Boonk, Meisterin des Beginenhofs, freigegeben gegen eine Last von 1.100 Mark auf dem Dach des Armenhauses — 1627 · sodann der Verstorbene

Condition Zustand excellent. The silver bright and lately cleaned with soap and not with sand; one finger re-soldered at the second joint; the crystal unscratched. The red silk at the ends of the bone is modern and was renewed in this hall.ausgezeichnet. Das Silber blank und kürzlich mit Seife gereinigt und nicht mit Sand; ein Finger am zweiten Gelenk neu gelötet; der Kristall ohne Kratzer. Die rote Seide an den Enden des Knochens ist neuer Arbeit und wurde in dieser Halle erneuert.

Plate Tafel Plate 47. The silver arm, three-quarter view from the left, the hand raised and the wrist closed, the crystal window to the light and the three seals of the plinth shown below in their order.Tafel 47. Der Silberarm, Dreiviertelansicht von links, die Hand erhoben und das Handgelenk geschlossen, das Kristallfenster zum Licht und die drei Siegel des Sockels darunter in ihrer Ordnung gezeigt.

[in red ink] The silver is two hundred years younger than the bone. Two objects married by a dealer. The chased band is Velhagen work of the last century and the weigher's punch on it is the punch of the last century, which she has read as an old mark because it is worn; the bone is not from any hand of this city, and the cut at the head of it is not a cut this city's ground makes. Three seals and a certificate, and not one of them looks at the bone. C.O. (Wend. fo. 88)[in roter Tinte] Das Silber ist zweihundert Jahre jünger als der Knochen. Zwei Dinge, von einem Händler verheiratet. Das ziselierte Band ist Velhagener Arbeit des vorigen Jahrhunderts, und die Punze des Wägers darauf ist die Punze des vorigen Jahrhunderts, die sie als altes Zeichen gelesen hat, weil sie abgenutzt ist; der Knochen stammt von keiner Hand dieser Stadt, und der Schnitt an seinem Kopf ist kein Schnitt, den der Boden dieser Stadt macht. Drei Siegel und eine Urkunde, und keines von ihnen sieht den Knochen an. C.O. (Wend. fo. 88)

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48

A Gun-Founder's Mould, CrackedEine Geschützgießerform, gesprungen

Loam over iron staves, in two halves, 34 in. · Plate 48 · Estimate 8–12 marksLehm über Eisenstäben, in zwei Hälften, 34 Zoll · Tafel 48 · Schätzung 8–12 Mark

The false mould for a chamber-piece of two pounds' ball, loam over iron staves, in two halves, 34 inches, the core wanting. Down the inner face of the left half runs a drying crack, and in the crack there are letters: five, or seven, according to the light. Three men of the foundry read it and read three different words.Die falsche Form für ein Kammergeschütz von zwei Pfund Kugel, Lehm über Eisenstäben, in zwei Hälften, 34 Zoll, der Kern fehlt. Über die Innenfläche der linken Hälfte läuft ein Trockenriss, und in dem Riss stehen Buchstaben: fünf, oder sieben, je nach Licht. Drei Männer der Gießerei haben ihn gelesen und lasen drei verschiedene Wörter.

48A Gun-Founder's Mould, CrackedEine Geschützgießerform, gesprungen

Provenance Provenienz Wibbe Hobbe, bell-founder of the Rope Street, in whose yard it stood aside against the wall for eleven years; thence the deceased.Wibbe Hobbe, Glockengießer in der Seilerstraße, in dessen Hof sie elf Jahre lang beiseite an der Wand stand; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the loam dry and shedding at the edges, to be carried flat and not on end. Pieces cast in this mould before it was set aside carry the letters in relief within the bore, where they cannot be read until the piece bursts.der Lehm trocken und an den Kanten rieselnd, flach zu tragen und nicht hochkant. Stücke, die in dieser Form gegossen wurden, ehe sie beiseitegestellt wurde, tragen die Buchstaben erhaben in der Seele, wo sie nicht gelesen werden können, bis das Stück zerspringt.

[in red ink] It is a drying crack and it started at the fourth stave, where the loam was laid too fat and shrank away from the iron. It is not writing and it is not a hand. It is, however, the same crack in the bell-mould that stood beside it in that yard, to the eighth of an inch in three places, and Hobbe would not be drawn on that, and I have measured both. C.O.[in roter Tinte] Es ist ein Trockenriss, und er begann am vierten Stab, wo der Lehm zu fett aufgetragen war und vom Eisen wegschwand. Es ist keine Schrift und es ist keine Hand. Es ist allerdings derselbe Riss wie in der Glockenform, die in jenem Hof daneben stand, an drei Stellen auf ein Achtel Zoll genau, und Hobbe war darüber nicht zum Reden zu bringen, und ich habe beide gemessen. C.O.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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49

The Ward Against InventoryDer Bann gegen die Inventur

Cast lead, incised, 9 in. by 6 in., 4 lb. 2 oz. · Plate 49 · Estimate 400–550 marksGegossenes Blei, eingeritzt, 9 auf 6 Zoll, 4 Pfund 2 Unzen · Tafel 49 · Schätzung 400–550 Mark

A plate of cast lead, 9 inches by 6 and a quarter of an inch thick, weighing 4 pounds 2 ounces, the face incised with the ruled columns of a tally in the old form of the Weighhouse: a column for the number, a column for the kind, a column for the weight. The strokes are cut in fives. The last column is left open and was never ruled off. Whatever lies beneath the plate is passed over when the place is counted.Eine Platte aus gegossenem Blei, 9 Zoll auf 6 und ein Viertel Zoll dick, im Gewicht von 4 Pfund 2 Unzen, die Fläche mit den gezogenen Spalten einer Zählliste in der alten Form des Waaghauses eingeritzt: eine Spalte für die Zahl, eine Spalte für die Art, eine Spalte für das Gewicht. Die Striche sind zu fünfen geschnitten. Die letzte Spalte ist offen gelassen und wurde nie abgeschlossen. Was unter der Platte liegt, wird übergangen, wenn der Ort gezählt wird.

49The Ward Against InventoryDer Bann gegen die Inventur

Provenance Provenienz Reinout Wendelmar, antiquary of this city, who describes the plate in his Inventory of 1608 at folio 3, and does not enter it in the list of his own goods at the end of that book — thence the deceased — 13 Sprokkel 1637 · taken up from the strongroom of this house for the view, by order of the chief appraiserReinout Wendelmar, Antiquar dieser Stadt, der die Platte in seinem Inventory von 1608 auf Folio 3 beschreibt und sie in der Liste seiner eigenen Güter am Ende jenes Buches nicht aufführt — sodann der Verstorbene — 13. Sprokkel 1637 · auf Anordnung der Oberschätzerin aus der Verwahrkammer dieses Hauses zur Vorbesichtigung geholt

Condition Zustand sound. The lead soft and bruised at the upper left corner. The incised lines are clean and have never been scoured. The underside is bright over its whole surface, as lead is that has lain a long while flat upon a rough thing and has not been lifted.heil. Das Blei weich und an der oberen linken Ecke gestaucht. Die eingeritzten Linien sind sauber und sind nie gescheuert worden. Die Unterseite ist auf ihrer ganzen Fläche blank, wie Blei es ist, das lange flach auf einem rauen Ding gelegen hat und nicht gehoben wurde.

Plate Tafel Plate 49. The ward, face upward and lit from the left to raise the incision, with a rule laid along the lower edge; the underside shown small beside it.Tafel 49. Der Bann, die Fläche nach oben und von links beleuchtet, um die Ritzung hervortreten zu lassen, mit einem Maßstab an der Unterkante; die Unterseite klein daneben gezeigt.

[in pencil] This is why the count comes out. This, and the other reason.[mit Bleistift] Darum geht die zählung auf. Das, und der andere grund.

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50

Two Manacles Without a KeyZwei Handschellen ohne Schlüssel

Wrought iron, cuffs 2¾ in. inside, 2 lb. 11 oz. the pair · Plate 50 · Estimate 70–90 marksSchmiedeeisen, die Schellen innen 2¾ Zoll, 2 Pfund 11 Unzen das Paar · Tafel 50 · Schätzung 70–90 Mark

A pair of wrist-irons, wrought, the cuffs 2¾ inches inside and joined by three links, weighing 2 pounds 11 ounces the pair. There is no keyhole. The cuffs close by a spring within the boss, and no key is offered with them, nor is any key of record in the papers before us. They are opened by the saying aloud of the offence for which the wearer was taken up.Ein Paar Handeisen, geschmiedet, die Schellen innen 2¾ Zoll und durch drei Glieder verbunden, im Gewicht von 2 Pfund 11 Unzen das Paar. Es gibt kein Schlüsselloch. Die Schellen schließen durch eine Feder im Buckel, und es wird kein Schlüssel zu ihnen angeboten, noch ist in den uns vorliegenden Papieren ein Schlüssel aktenkundig. Sie werden geöffnet, indem das Vergehen laut gesagt wird, dessentwegen der Träger aufgegriffen wurde.

50Two Manacles Without a KeyZwei Handschellen ohne Schlüssel

Provenance Provenienz Hendrick Cranck, executioner of this city, in whose inventory they stand as the irons that want no key; thence to the office of the Waterbailiff, and used at the Bailiff's Shed until an occasion upon which they could not be got off a man; thence sold at the customs quay in the time of Doede Ramsvelt; thence the deceased.Hendrick Cranck, Scharfrichter dieser Stadt, in dessen Inventar sie als die Eisen, die keinen Schlüssel wollen stehen; sodann an das Amt des Wasservogts, und im Bailiff's Shed gebraucht bis zu einem Anlass, bei dem sie einem Mann nicht abzunehmen waren; sodann am Zollkai zur Zeit des Doede Ramsvelt verkauft; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the iron sound and the spring lively. The inside of the left cuff is worn bright and the right is not.das Eisen heil und die Feder munter. Die Innenseite der linken Schelle ist blank gescheuert und die rechte nicht.

[in red ink] No smith of this city cut a ward for these, because there is nothing to cut: the boss is solid, filed up from the round, and the spring is let in from behind and peened over, which is an hour's work and cannot be undone in less than a day at a forge. Whoever tells you the key is lost will sell you the key next week. The left cuff is bright because a left hand pulls, and it pulls for a long time before it stops. C.O.[in roter Tinte] Kein Schmied dieser Stadt hat dafür einen Bart geschnitten, weil da nichts zu schneiden ist: Der Buckel ist massiv, aus dem Rundeisen gefeilt, und die Feder ist von hinten eingelassen und verstemmt, was eine Stunde Arbeit ist und in weniger als einem Tag an der Esse nicht rückgängig zu machen ist. Wer Ihnen sagt, der Schlüssel sei verloren, verkauft Ihnen nächste Woche den Schlüssel. Die linke Schelle ist blank, weil eine linke Hand zieht, und sie zieht lange, ehe sie aufhört. C.O.

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51

The Cuirass of Jorrit Haak, BankruptDer Brustharnisch des Jorrit Haak, Bankrotteur

Steel, breast and back, the edges fire-blued, 17 lb. 8 oz. · Plate 51 · Estimate 120–160 marksStahl, Brust und Rücken, die Ränder feuerblau, 17 Pfund 8 Unzen · Tafel 51 · Schätzung 120–160 Mark

Breast and back of a light cuirass, munition work of good quality, the breast raised at the centre and polished to a glass, the edges fire-blued, weighing 17 pounds 8 ounces complete with straps and buckles. No maker's mark. Worn, the breast returns a face, and the face is not the wearer's.Brust und Rücken eines leichten Harnischs, Munitionsarbeit von guter Güte, die Brust in der Mitte getrieben und zu einem Spiegel poliert, die Ränder feuerblau, im Gewicht von 17 Pfund 8 Unzen samt Riemen und Schnallen. Kein Meisterzeichen. Getragen, gibt die Brust ein Gesicht zurück, und das Gesicht ist nicht das des Trägers.

51The Cuirass of Jorrit Haak, BankruptDer Brustharnisch des Jorrit Haak, Bankrotteur

Provenance Provenienz made for Anselm Haak, merchant of this city — by descent to Jorrit Haak, his son, who wore it at the muster of 1629 and upon no other occasion of record — 1631 · thence, upon the assignment of Haak's goods, by purchase at the table; the purchaser's name is not entered in the papers before us — thence the deceasedfür Anselm Haak, Kaufmann dieser Stadt, gemacht — im Erbgang an Jorrit Haak, seinen Sohn, der ihn bei der Musterung von 1629 trug und bei keiner anderen aktenkundigen Gelegenheit — 1631 · sodann, unter der Abtretung von Haaks Gütern, durch Kauf am Tisch; der Name des Käufers ist in den uns vorliegenden Papieren nicht eingetragen — sodann der Verstorbene

Condition Zustand excellent. The straps renewed in buff leather; the blueing at the edges original and unrubbed; the polish of the breast perfect and lately renewed.ausgezeichnet. Die Riemen in Büffelleder erneuert; das Blau an den Rändern ursprünglich und ungerieben; die Politur der Brust vollkommen und kürzlich erneuert.

Plate Tafel Plate 51. The breast highly polished, no maker's mark; shown standing on a block, lit from a window at the left, the back plate behind it. In the polish of the breast there is the reflection of a woman in a draughtswoman's apron, her face turned away, and standing behind her a second figure for which the room in the drawing has no place.Tafel 51. Die Brust hoch poliert, kein Meisterzeichen; auf einem Block stehend gezeigt, von einem Fenster zur Linken beleuchtet, die Rückenplatte dahinter. In der Politur der Brust steht die Spiegelung einer Frau in der Schürze einer Zeichnerin, das Gesicht abgewandt, und hinter ihr stehend eine zweite Gestalt, für die der Raum in der Zeichnung keinen Platz hat.

[in red ink] The blueing is fire-blue and it is original, and it is the best thing about the piece. The polish on the breast is new and was laid on with rotten-stone by somebody who did not know to stop at the roping, so the roping is soft now and cannot be brought back. There is no mark because munition work carries no mark, which any armourer's boy would have told her for nothing. Twice polished since Haak wore it, and once since the plates were drawn. C.O.[in roter Tinte] Das Blau ist Feuerblau und es ist ursprünglich, und es ist das Beste an dem Stück. Die Politur auf der Brust ist neu und wurde mit Polierschiefer aufgetragen, von jemandem, der nicht wusste, dass man am Randwulst aufzuhören hat, und darum ist der Randwulst jetzt weich und nicht mehr zurückzuholen. Es gibt kein Zeichen, weil Munitionsarbeit kein Zeichen trägt, was ihr jeder Waffenschmiedsjunge umsonst gesagt hätte. Zweimal poliert, seit Haak ihn trug, und einmal, seit die Tafeln gezeichnet wurden. C.O.

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52

A Watchman's Rattle That Wakes Only the GuiltyEine Wächterrassel, die nur die Schuldigen weckt

Oak frame, ash tongue, iron pin, 13 in. · Plate 52 · Estimate 300–400 marksRahmen aus Eiche, Zunge aus Esche, Stift aus Eisen, 13 Zoll · Tafel 52 · Schätzung 300–400 Mark

A watchman's rattle of the town pattern, oak frame, ash tongue, iron pin and cog, 13 inches with the handle. Sounded at night in a street, it wakes some of the sleepers in that street and not the rest, and the ones it does not wake are not disturbed by it and do not report a noise.Eine Wächterratsche nach dem städtischen Muster, Rahmen aus Eiche, Zunge aus Esche, Stift und Zahnrad aus Eisen, 13 Zoll mit dem Griff. Nachts in einer Straße geschlagen, weckt sie einige der Schläfer jener Straße und die übrigen nicht, und die, die sie nicht weckt, werden von ihr nicht gestört und melden keinen Lärm.

52A Watchman's Rattle That Wakes Only the GuiltyEine Wächterrassel, die nur die Schuldigen weckt

Provenance Provenienz Rutger Nack, clerk of the customs quay, who carried it in the night watch of his ward for eleven years and gave over the watch in 1634; thence the deceased.Rutger Nack, Schreiber am Zollkai, der sie elf Jahre lang in der Nachtwache seines Viertels trug und die Wache 1634 abgab; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the tongue renewed twice, the second time in ash where the first was in oak; the frame split along the grain and bound with brass wire; the cog worn but taking. Said to have been carried on the night of the fire in the Wolfsgat, and to have been the reason the ropewalk was clear.die Zunge zweimal erneuert, das zweite Mal in Esche, wo die erste in Eiche war; der Rahmen längs der Faser gerissen und mit Messingdraht umwickelt; das Zahnrad abgenutzt, aber greifend. Angeblich in der Nacht des Brandes im Wolfsgat getragen und angeblich der Grund, dass die Reeperbahn leer war.

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53

The Beguinage Alms-Box, SealedDer Almosenstock des Beginenhofs, versiegelt

Oak bound with iron, two lead seals, 11 in. by 8 in. by 8 in., 34 lb. · Plate 53 · Estimate 20–30 marksEiche mit Eisen beschlagen, zwei Bleisiegel, 11 auf 8 auf 8 Zoll, 34 Pfund · Tafel 53 · Schätzung 20–30 Mark

An alms-box, oak bound with three iron straps, the slot in the lid 3½ inches by half an inch, the hasp sealed with two leads on wire: the Beguinage of St. Bavo, and the Chamber of Ordinances. Weighed at the Weighhouse in the presence of the sworn weigher: 34 pounds gross. A box of these dimensions filled to the slot with copper of the common coin, the box itself being 11 pounds, weighs 22 pounds by the weighers' table. Shaken, coin sounds within, and sounds loose, as coin does in a box that is not full.Eine Almosenbüchse, Eiche mit drei Eisenbändern beschlagen, der Schlitz im Deckel 3½ Zoll auf einen halben Zoll, der Überwurf mit zwei Bleien an Draht versiegelt: der Beginenhof St. Bavo und die Kammer der Verordnungen. Im Waaghaus in Gegenwart des beschworenen Wägers gewogen: 34 Pfund brutto. Eine Büchse dieser Maße, bis an den Schlitz mit Kupfer der gemeinen Münze gefüllt, die Büchse selbst zu 11 Pfund, wiegt nach der Tafel der Wäger 22 Pfund. Geschüttelt, klingt Münze darin, und sie klingt lose, wie Münze es in einer Büchse tut, die nicht voll ist.

53The Beguinage Alms-Box, SealedDer Almosenstock des Beginenhofs, versiegelt

Provenance Provenienz Beatrix Boonk, mistress of the Beguinage of St. Bavo, by whose hand the seals were set; thence the deceased.Beatrix Boonk, Meisterin des Beginenhofs St. Bavo, von deren Hand die Siegel gesetzt wurden; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand sound; the leads entire and the wires unbroken; a rim of salt at the foot, from standing in this house. The house does not undertake what is within. The seals are those of the Beguinage and of the Chamber and are to be broken, if at all, by the buyer, at the buyer's charge, and not in the hall.heil; die Bleie unversehrt und die Drähte ungebrochen; ein Rand von Salz am Fuß, vom Stehen in diesem Haus. Das Haus steht für das, was darin ist, nicht ein. Die Siegel sind die des Beginenhofs und die der Chamber und sind, wenn überhaupt, vom Käufer zu brechen, auf Kosten des Käufers, und nicht in der Halle.

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54

A Drowned Man's Coat, Dried and PressedDer Mantel eines Ertrunkenen, getrocknet und gepresst

Black broadcloth, lined, chest 36 in., sleeve 22 in. · Plate 54 · Estimate 3–5 marksSchwarzes Feintuch, gefüttert, Brust 36 Zoll, Ärmel 22 Zoll · Tafel 54 · Schätzung 3–5 Mark

A man's coat of black broadcloth, lined in serge, the chest 36 inches, the sleeve 22 inches from the shoulder seam, ten buttons of horn, all present. The cloth is shrunk about both cuffs by long wetting and has been pressed dry. In the right cuff, ink to the depth of 2 inches, of the kind used in the copying of documents and not the kind used in accounts. Sewn inside the skirt, a pen-wipe of green baize, worn through in the middle. In the left pocket, a stub of red chalk, and a brass pen-case, empty, the cap wanting.Ein Mannsmantel aus schwarzem Feintuch, mit Serge gefüttert, die Brust 36 Zoll, der Ärmel 22 Zoll von der Schulternaht, zehn Knöpfe aus Horn, alle vorhanden. Das Tuch ist an beiden Aufschlägen von langer Nässe eingelaufen und ist trocken gepresst worden. Im rechten Aufschlag Tinte auf eine Tiefe von 2 Zoll, von der Art, die beim Abschreiben von Urkunden gebraucht wird, und nicht von der Art, die in den Konten gebraucht wird. In den Schoß eingenäht ein Federwischer aus grünem Wolltuch, in der Mitte durchgewetzt. In der linken Tasche ein Stumpf roter Kreide und ein Federbehälter aus Messing, leer, die Kappe fehlt.

54A Drowned Man's Coat, Dried and PressedDer Mantel eines Ertrunkenen, getrocknet und gepresst

Provenance Provenienz taken from the water at the Sluice Basin, 1635, and delivered to this house with certain effects, no order of any office being of record. The vendor's account is not before us.1635 am Schleusenbecken aus dem Wasser genommen und mit gewissen Effekten diesem Haus überbracht, ohne dass eine Anordnung irgendeines Amtes aktenkundig wäre. Uns liegt die Darstellung des Einlieferers nicht vor.

Condition Zustand dried, pressed, the nap raised with a card, one small tear at the left elbow darned with a thread that matches. The collar is entire.getrocknet, gepresst, der Flor mit einer Karde aufgeraut, ein kleiner Riss am linken Ellbogen mit einem passenden Faden gestopft. Der Kragen ist unversehrt.

[in pencil] Say the name. There is a name in the collar and the collar was not cut.[mit Bleistift] Sagen Sie den namen. Im kragen steht ein name, und der kragen wurde nicht geschnitten.

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55

A Ward-Stone from the Sluice Basin Wall, Cut Out EntireEin Bannstein aus der Mauer des Schleusenbeckens, ganz herausgeschnitten

Dressed limestone, incised, 14 in. by 9 in. by 9 in., 64 lb. · Plate 55 · Estimate 900–1200 marksBehauener Kalkstein, eingeritzt, 14 auf 9 auf 9 Zoll, 64 Pfund · Tafel 55 · Schätzung 900–1.200 Mark

A dressed stone of the north wall of the Sluice Basin, cut out entire, 14 inches by 9 by 9, weighing 64 pounds. The outer face is incised with a line of letters in the old customs hand, worn to the depth of a nail, of which four may be read with certainty. The five other faces carry the mason's tooling of the wall and, at one end, the fresh saw-cut by which the stone was taken out. While the stone is whole and set in a wall, water does not cross that wall.Ein behauener Stein der Nordmauer des Schleusenbeckens, ganz herausgeschnitten, 14 Zoll auf 9 auf 9, im Gewicht von 64 Pfund. Die Außenfläche ist mit einer Zeile Buchstaben in der alten Hand des Zolls eingeritzt, auf die Tiefe eines Nagels abgetreten, von denen vier mit Sicherheit zu lesen sind. Die fünf anderen Flächen tragen den Steinmetzschlag der Mauer und, an einem Ende, den frischen Sägeschnitt, mit dem der Stein herausgenommen wurde. Solange der Stein ganz ist und in einer Mauer sitzt, geht Wasser nicht über jene Mauer.

55A Ward-Stone from the Sluice Basin Wall, Cut Out EntireEin Bannstein aus der Mauer des Schleusenbeckens, ganz herausgeschnitten

Provenance Provenienz the wall of the Sluice Basin, being of the city — the stone cut out and carried away, the order for the cutting not produced — thence the deceaseddie Mauer des Schleusenbeckens, die der Stadt gehört — der Stein herausgeschnitten und weggebracht, die Anordnung für das Schneiden nicht vorgelegt — sodann der Verstorbene

Condition Zustand entire, which is the whole of the matter. The stone is unchipped upon all six faces. It is not to be drilled, dressed, squared, lettered, or set in a mortar that must afterwards be cut away, and the buyer's mason is to be told so before he is paid and not after. Since the cutting, the north wall has stood under repair, and the cellars of two houses upon the Kolkgracht have been wet since Harvestmonth.ganz, und darauf kommt alles an. Der Stein ist auf allen sechs Flächen ungeschlagen. Er ist nicht zu bohren, zu behauen, zu richten, zu beschriften oder in einen Mörtel zu setzen, der hernach weggeschnitten werden muss, und dem Steinmetz des Käufers ist das zu sagen, ehe er bezahlt wird, und nicht danach. Seit dem Schneiden steht die Nordmauer unter Ausbesserung, und die Keller zweier Häuser an der Kolkgracht stehen seit dem Erntemond nass.

Plate Tafel Plate 55. The ward-stone, the incised face lit from the left to raise the letters, with a two-foot rule laid beneath; the saw-cut end shown separately, and a section of the wall it came from drawn small at the foot of the sheet with the gap in it.Tafel 55. Der Bannstein, die eingeritzte Fläche von links beleuchtet, um die Buchstaben hervortreten zu lassen, mit einem Maßstab von zwei Fuß darunter gelegt; das Ende mit dem Sägeschnitt gesondert gezeigt, und ein Stück der Mauer, aus der er kam, klein am Fuß des Blattes gezeichnet, mit der Lücke darin.

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56

The Quist Day-Book, 1598–1611Das Quist-Tagebuch, 1598–1611

Paper, calf over boards, folio, 11¾ in. by 8 in. · Plate 56 · Estimate 120–160 marksPapier, Kalbleder über Holzdeckeln, Folio, 11¾ auf 8 Zoll · Tafel 56 · Schätzung 120–160 Mark

A day-book of purchases, in folio, of two hundred and fourteen written leaves, the spine lettered in gilt 1598–1611, the entries continuing in the same hand and the same ink well beyond the lettering. The leaves are ruled by hand in five columns. Four are headed: the day; the thing; of whom; what paid. The fifth is ruled to the same width as the rest and is headed with a stroke and no word. In it stand numbers, from one to something above a hundred, entered against some purchases and not against others, and not in the order of the days.Ein Journal der Einkäufe, in Folio, von zweihundertvierzehn beschriebenen Blättern, der Rücken in Gold beschriftet 1598–1611, die Einträge in derselben Hand und derselben Tinte weit über die Beschriftung hinaus fortgeführt. Die Blätter sind mit der Hand in fünf Spalten liniert. Vier sind überschrieben: der Tag; die Sache; von wem; was gezahlt. Die fünfte ist auf dieselbe Breite liniert wie die übrigen und ist mit einem Strich überschrieben und mit keinem Wort. In ihr stehen Zahlen, von eins bis etwas über hundert, bei manchen Käufen eingetragen und bei anderen nicht, und nicht in der Ordnung der Tage.

56The Quist Day-Book, 1598–1611Das Quist-Tagebuch, 1598–1611

Provenance Provenienz 1598 · begun by the late owner in his twenty-seventh year, the first entry a school-book bought of Dirck Feddes, schoolmaster, for two stivers — 1631 · the last entry written — 1636 · taken up with the library at the Kolkgracht under seal of the Court of Wards; thence this house1598 · vom verstorbenen Eigentümer in seinem siebenundzwanzigsten Jahr begonnen, der erste Eintrag ein Schulbuch, gekauft von Dirck Feddes, Schulmeister, für zwei Stüber — 1631 · der letzte Eintrag geschrieben — 1636 · mit der Bibliothek an der Kolkgracht unter dem Siegel des Vormundschaftsgerichts aufgenommen; sodann dieses Haus

Condition Zustand binding sound, corners rubbed, the first quire loose at the joint. A run of leaves has been excised close to the sewing, between the entry of Wintermonth 1621 and the entry of Lowmonth 1623. Nineteen stubs remain, cut and not torn, three of them bearing the ends of words.Einband fest, Ecken berieben, die erste Lage im Gelenk lose. Eine Folge von Blättern ist dicht an der Heftung herausgeschnitten, zwischen dem Eintrag vom Wintermond 1621 und dem Eintrag vom Niedermond 1623. Neunzehn Stümpfe bleiben, geschnitten und nicht gerissen, drei davon tragen Wortenden.

Plate Tafel Plate 56. The day-book, open at the last written page, the stubs beyond it.Tafel 56. Das Journal, aufgeschlagen bei der letzten beschriebenen Seite, die Stümpfe dahinter.

[in pencil] the year 1622 is torn out, not missing. look at the stub.[mit Bleistift] das jahr 1622 ist herausgerissen, nicht fehlend. sehen sie sich den stumpf an.

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57

Attest, a Manuscript in One QuireAttest, ein Manuskript in einer Lage

Vellum wrapper, one quire of eight leaves, 9 in. by 6½ in. · Plate 57 · Estimate 140–190 marksUmschlag aus Kalbpergament, eine Lage von acht Blättern, 9 auf 6½ Zoll · Tafel 57 · Schätzung 140–190 Mark

One quire, limp vellum, written in a notary's set hand with the abbreviations of the office throughout: a diagram of a seal in the lower margin of the third leaf, a table of inks on the fourth, and on the last leaf a schedule of the fees at which the writer would perform the same service by eye and hand alone. The final three leaves are in a second hand, smaller and quicker, and carry additions concerning erasure, the lifting of a seal, and the re-laying of it.Eine Lage, biegsames Kalbpergament, geschrieben in der gesetzten Hand eines Notars, durchgehend mit den Abkürzungen des Amtes: eine Zeichnung eines Siegels im unteren Rand des dritten Blattes, eine Tabelle der Tinten auf dem vierten, und auf dem letzten Blatt ein Verzeichnis der Gebühren, zu denen der Schreiber dieselbe Leistung mit bloßem Auge und bloßer Hand erbracht hätte. Die letzten drei Blätter sind von einer zweiten Hand, kleiner und schneller, und tragen Zusätze über die Rasur, das Abheben eines Siegels und das Wiederauflegen.

57Attest, a Manuscript in One QuireAttest, ein Manuskript in einer Lage

Provenance Provenienz attributed to Coenraad Zeeger, notary of this city, who drew the testaments of three of the families named in this catalogue, and in whose office the quire was found after his death; thence the deceased.zugeschrieben Coenraad Zeeger, Notar dieser Stadt, der die Testamente dreier in diesem Katalog genannter Familien aufsetzte und in dessen Amtsstube die Lage nach seinem Tod gefunden wurde; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the wrapper cockled, a candle-burn at the tail of the fifth leaf, the text entire; a wax stain, dark red, upon the third leaf, in which a partial impression may be read.der Umschlag gewellt, ein Kerzenbrand am Fuß des fünften Blattes, der Text vollständig; ein Wachsfleck, dunkelrot, auf dem dritten Blatt, in dem ein teilweiser Abdruck zu lesen ist.

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Third DayDritter Tag
58

A Bundle of Fair Copies in an Unknown HandEin Bündel Reinschriften in unbekannter Hand

Paper, twenty-six leaves, tied with tape, 12 in. by 7½ in. · Plate 58 · Estimate 4–6 marksPapier, sechsundzwanzig Blätter, mit Band gebunden, 12 auf 7½ Zoll · Tafel 58 · Schätzung 4–6 Mark

Twenty-six leaves of this house's own foolscap, written on one side only, each bearing a fair copy of the description of a lot in the present sale, in a hand not identified by this house. There is no correction, no deletion, and no blot in the whole bundle. The wording agrees with the printed catalogue in twenty-two of the twenty-six, and in the remaining four differs only in the order of the measurements.Sechsundzwanzig Blätter des hauseigenen Kanzleipapiers, nur einseitig beschrieben, jedes mit der Reinschrift der Beschreibung eines Loses der gegenwärtigen Auktion, in einer Hand, die dieses Haus nicht bestimmt hat. Im ganzen Bündel findet sich keine Verbesserung, keine Streichung und kein Klecks. Der Wortlaut stimmt in zweiundzwanzig der sechsundzwanzig mit dem gedruckten Katalog überein und weicht in den übrigen vier nur in der Reihenfolge der Maße ab.

58A Bundle of Fair Copies in an Unknown HandEin Bündel Reinschriften in unbekannter Hand

Provenance Provenienz found in the Presentation Gallery of this house in the course of the cataloguing, 1636; consigned by this house.in der Vorlagegalerie dieses Hauses im Zuge der Katalogisierung gefunden, 1636; von diesem Haus eingeliefert.

Condition Zustand tape-stains at head and tail, the uppermost leaf browned along the fold, three leaves creased across the writing; the tape not this house's tape. The vendor's account is not before us.Bandflecken am Kopf und am Fuß, das oberste Blatt am Bug gebräunt, drei Blätter quer über der Schrift geknickt; das Band nicht das Band dieses Hauses. Uns liegt die Darstellung des Einlieferers nicht vor.

Plate Tafel Plate 58. Three lines of the unknown hand, as found. The engraver has taken them at twice the size, with a scale in inches beneath. The shoulders of the letters, the open a, the long descender of the y, and the places where the lines break are the shoulders, the a, the descender and the breaks of the type in which this catalogue is set.Tafel 58. Drei Zeilen der unbekannten Hand, wie vorgefunden. Der Stecher hat sie in doppelter Größe genommen, mit einem Maßstab in Zoll darunter. Die Schultern der Buchstaben, das offene a, die lange Unterlänge des y und die Stellen, an denen die Zeilen brechen, sind die Schultern, das a, die Unterlänge und die Brüche der Schrift, in der dieser Katalog gesetzt ist.

[in red ink] This is Wenninck's hand. I had letters from him and I kept them. He copied for money and he copied what he was told. The paper is this house's own, the salt-mill watermark and the deckle at the long side, so they gave it him by the ream and now they call the hand unknown. C.O.[in roter Tinte] Das ist Wennincks Hand. Ich hatte Briefe von ihm, und ich habe sie behalten. Er schrieb für Geld ab, und er schrieb ab, was man ihm sagte. Das Papier ist das dieses Hauses, das Wasserzeichen der Salzmühle und der Büttenrand an der langen Seite, also gaben sie es ihm riesweise, und jetzt nennen sie die Hand unbekannt. C.O.

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Third DayDritter Tag
59

Weigh the Unseen, a ManuscriptDas Ungesehene wiegen, ein Manuskript

Paper, twelve leaves in a cover of oiled card, 8 in. by 6 in. · Plate 59 · Estimate 230–290 marksPapier, zwölf Blätter in einem Umschlag aus geöltem Karton, 8 auf 6 Zoll · Tafel 59 · Schätzung 230–290 Mark

Twelve leaves, sewn with linen thread into a cover cut from a weigh-note of the Weighhouse, the printed rules of the note still legible on the inside of the cover together with its serial number, which is not cancelled. The text is in a clerk's hand, with tables of tare in the margins. Four leaves are of instances: a cask, a bale, a locked chest, a coffin. Each is worked, and the answer is set down beneath it in a second ink with the true weight beside it as afterwards found on the beam. In every instance but the coffin the two agree to the ounce. Under the coffin stands only that the beam and the working did not agree, and that the difference was eleven ounces.Zwölf Blätter, mit Leinenfaden in einen Umschlag geheftet, der aus einem Wiegeschein des Waaghauses geschnitten ist, die gedruckten Bestimmungen des Scheins auf der Innenseite des Umschlags noch lesbar samt seiner laufenden Nummer, die nicht entwertet ist. Der Text ist in der Hand eines Schreibers, mit Taratabellen an den Rändern. Vier Blätter sind Beispielfälle: ein Fass, ein Ballen, eine verschlossene Truhe, ein Sarg. Jeder ist gewirkt, und die Antwort steht darunter in einer zweiten Tinte, daneben das wahre Gewicht, wie es hernach auf der Waage gefunden wurde. In jedem Fall außer dem Sarg stimmen die beiden auf die Unze überein. Unter dem Sarg steht nur, dass Waage und Wirken nicht übereinstimmten und dass der Unterschied elf Unzen betrug.

59Weigh the Unseen, a ManuscriptDas Ungesehene wiegen, ein Manuskript

Provenance Provenienz attributed to a sworn weigher of this city, so described in the earlier list; thence the deceased. The Weighhouse, applied to by this house on 9 Sprokkel, does not claim the manuscript and does not disclaim it, and the Master Weigher desires it entered that she was asked.zugeschrieben einem beschworenen Wäger dieser Stadt, so im früheren Verzeichnis beschrieben; sodann der Verstorbene. Das Waaghaus, von diesem Haus am 9. Sprokkel angegangen, beansprucht das Manuskript nicht und weist es nicht zurück, und die Meisterwägerin wünscht vermerkt, dass sie gefragt wurde.

Condition Zustand cover worn through at the spine, the thread renewed, the tables complete.Umschlag am Rücken durchgescheuert, der Faden erneuert, die Tabellen vollständig.

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60

The Ledger of the Watermen, Extract, 1584 and 1635Das Kontobuch der Wasserleute, Auszug, 1584 und 1635

Parchment, two leaves, sealed and stamped, 13 in. by 9 in. · Plate 60 · Estimate 2–4 marksPergament, zwei Blätter, gesiegelt und gestempelt, 13 auf 9 Zoll · Tafel 60 · Schätzung 2–4 Mark

An extract from the register kept by the Watermen's Guild of persons taken from the water within the jurisdiction, sworn by the clerk of the guild, sealed with the guild seal and stamped at the corner with the harbour stamp. Two entries, copied word for word, being the two entries that stand upon the one page of the register. The extract was had of the guild at the office rate of 2 marks and is so entered in the day-book of this house.Ein Auszug aus dem Register, das die Gilde der Wasserleute über die im Amtsbezirk aus dem Wasser genommenen Personen führt, vom Schreiber der Gilde beschworen, mit dem Siegel der Gilde gesiegelt und in der Ecke mit dem Hafenstempel gestempelt. Zwei Einträge, Wort für Wort abgeschrieben, nämlich die zwei Einträge, die auf der einen Seite des Registers stehen. Der Auszug wurde von der Gilde zum Amtssatz von 2 Mark erlangt und ist so im Journal dieses Hauses eingetragen.

60The Ledger of the Watermen, Extract, 1584 and 1635Das Kontobuch der Wasserleute, Auszug, 1584 und 1635

Provenance Provenienz the Watermen's Guild, by extract; thence the deceased.die Gilde der Wasserleute, durch Auszug; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the seal whole, the leaves clean; one fold across the second leaf, and the margin of the second entry rubbed as by a thumb.das Siegel ganz, die Blätter sauber; ein Bruch quer über das zweite Blatt, und der Rand des zweiten Eintrags berieben wie von einem Daumen.

[in pencil] Two drownings, one page, fifty-one years. Same gate, same hour of the tide.[mit Bleistift] Zwei ertrunkene, eine seite, einundfünfzig jahre. Dasselbe tor, dieselbe stunde der tide.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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61

Mark of Custody, a ManuscriptZeichen der Verwahrung, ein Manuskript

Paper, one quire of six leaves in a wrapper of marbled paper, 10 in. by 7 in. · Plate 61 · Estimate 150–200 marksPapier, eine Lage von sechs Blättern in einem Umschlag aus Marmorpapier, 10 auf 7 Zoll · Tafel 61 · Schätzung 150–200 Mark

Six leaves in a wrapper of marbled paper, written in a small upright hand, being the hand of the inventory of 1608 and the same lead-grey ink. Two leaves of the working; four leaves of a use, being an argument that a dealer's stock ought to be marked at the shelf and not at the label, with the reasons set out under seven heads. The seventh head is that a label may be exchanged by a person who cannot read.Sechs Blätter in einem Umschlag aus Marmorpapier, geschrieben in einer kleinen aufrechten Hand, nämlich der Hand des Inventars von 1608 und in derselben bleigrauen Tinte. Zwei Blätter des Wirkens; vier Blätter einer Anwendung, nämlich eine Beweisführung, dass das Lager eines Händlers am Regal und nicht am Etikett zu bezeichnen sei, mit den Gründen unter sieben Punkten. Der siebente Punkt ist, dass ein Etikett von einer Person vertauscht werden kann, die nicht lesen kann.

61Mark of Custody, a ManuscriptZeichen der Verwahrung, ein Manuskript

Provenance Provenienz attributed to Reinout Wendelmar, antiquary of this city, author of the inventory of 1608; thence the deceased, with a parcel of the writer's papers.zugeschrieben Reinout Wendelmar, Antiquar dieser Stadt, Verfasser des Inventars von 1608; sodann der Verstorbene, mit einem Paket der Papiere des Schreibers.

Condition Zustand good, the wrapper worn through at the spine fold. The sixth leaf is annotated in the margin by the late owner with a list of numbers in lead white, thirty-one in all, and no heading.gut, der Umschlag am Rückenbruch durchgescheuert. Das sechste Blatt ist vom verstorbenen Eigentümer am Rand mit einer Liste von Zahlen in Bleiweiß beschrieben, einunddreißig im Ganzen, und ohne Überschrift.

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The Wendelmar Inventory, 1608, InterleavedDas Wendelmar-Inventar, 1608, durchschossen

Paper, calf over boards, folio, 208 leaves with blanks interleaved · Plate 62 · Estimate 45–60 marksPapier, Kalbleder über Holzdeckeln, Folio, 208 Blätter, durchschossen · Tafel 62 · Schätzung 45–60 Mark

The printed inventory of the cabinets, presses and collections of this city, taken in 1608 by Reinout Wendelmar for the Chamber, folio, in calf over boards, rebacked. This copy is interleaved throughout with blanks, and the blanks are written upon in a red-brown ink in one hand, which is neither the printer's nor the author's: some three thousand notes of prices asked, prices got, folio references, and the names of dealers, with a running index at the back in the same ink.Das gedruckte Inventar der Kabinette, Schränke und Sammlungen dieser Stadt, 1608 von Reinout Wendelmar für die Chamber aufgenommen, Folio, in Kalbleder über Holzdeckeln, mit neuem Rücken. Dieses Exemplar ist durchgehend mit Leerblättern durchschossen, und die Leerblätter sind in einer rotbraunen Tinte von einer Hand beschrieben, die weder die des Druckers noch die des Verfassers ist: an die dreitausend Notizen über geforderte Preise, erzielte Preise, Folioverweise und die Namen von Händlern, mit einem fortlaufenden Register am Ende in derselben Tinte.

62The Wendelmar Inventory, 1608, InterleavedDas Wendelmar-Inventar, 1608, durchschossen

Provenance Provenienz 1608 · the author's own copy, so lettered on the fore-edge — thence Casimir Ohl, then antiquary to this house, by whom it was interleaved and annotated — thence, at a sale of a dealer's household goods in this city, the deceased1608 · das eigene Exemplar des Verfassers, so auf dem Vorderschnitt beschriftet — sodann Casimir Ohl, damals Antiquar dieses Hauses, von dem es durchschossen und annotiert wurde — sodann, auf einer Auktion des Hausrats eines Händlers in dieser Stadt, der Verstorbene

Condition Zustand sound; the boards Pluym's work of 1621, the spine renewed and lettered. One leaf, at folio 41, is of a paper that is not the paper of the rest and is sewn in with a thread of another colour. It carries printed matter in the same type, and no annotation.fest; die Deckel Pluyms Arbeit von 1621, der Rücken erneuert und beschriftet. Ein Blatt, bei Folio 41, ist von einem Papier, das nicht das Papier der übrigen ist, und mit einem Faden anderer Farbe eingeheftet. Es trägt Druck in derselben Schrift und keine Annotation.

[in red ink] The boards are Pluym's, 1621, and the calf is off the same skin as this house's own ledgers of that year, which anyone may see by holding the two grains up together at the window. The index at the back is worth more than the book and the book is worth more than the figure they have set on it. Thirteen years I lent this volume to gentlemen who now bid against me with what they read in it. C.O.[in roter Tinte] Die Deckel sind Pluyms, 1621, und das Kalbleder ist aus derselben Haut wie die Kontobücher dieses Hauses aus jenem Jahr, was jeder sehen kann, der die beiden Narben am Fenster nebeneinanderhält. Das Register am Ende ist mehr wert als das Buch, und das Buch ist mehr wert als die Zahl, die sie darauf gesetzt haben. Dreizehn Jahre habe ich diesen Band Herren geliehen, die jetzt mit dem gegen mich bieten, was sie darin gelesen haben. C.O.

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63

The Vantoc Pledge-Book, Folios 12–19Das Vantoc-Pfandbuch, Folios 12–19

Paper, eight folios, disbound, in a paper wrapper, 15 in. by 10 in. · Plate 63 · Estimate 15–25 marksPapier, acht Folios, aus dem Band gelöst, in einem Papierumschlag, 15 auf 10 Zoll · Tafel 63 · Schätzung 15–25 Mark

Eight folios, disbound, from the pledge register of a pawn house of this city which was dissolved and whose stock was sold by order. The folios are ruled in six columns: the day; the pledgor; the thing; the sum advanced; the term; and at the outer edge the redemption or the forfeit, with the clerk's initials. Three hands appear. The entries run from Bloommonth of one year to Lentmonth of the next without a break, four hundred and ten in all, and are legible throughout.Acht Folios, aus dem Band gelöst, aus dem Pfandregister eines Pfandhauses dieser Stadt, das aufgelöst und dessen Bestand auf Anordnung verkauft wurde. Die Folios sind in sechs Spalten liniert: der Tag; der Verpfänder; die Sache; die vorgestreckte Summe; die Frist; und am äußeren Rand die Einlösung oder der Verfall, mit den Initialen des Schreibers. Drei Hände treten auf. Die Einträge laufen ohne Unterbrechung vom Blütmond des einen Jahres bis zum Lenzmond des nächsten, vierhundertzehn im Ganzen, und sind durchweg lesbar.

63The Vantoc Pledge-Book, Folios 12–19Das Vantoc-Pfandbuch, Folios 12–19

Provenance Provenienz kept by Klaas Vantoc, pawnbroker, at the sign of the Three Balances in the Wolfsgat — the business was carried on from 1623 by Focke Nijs, whose entries are in a fourth hand and are not in these folios — thence, at a sale in this city, the deceasedgeführt von Klaas Vantoc, Pfandleiher, zum Zeichen der Three Balances im Wolfsgat — das Geschäft wurde von 1623 an von Focke Nijs fortgeführt, dessen Einträge in einer vierten Hand stehen und nicht in diesen Folios sind — sodann, auf einer Auktion in dieser Stadt, der Verstorbene

Condition Zustand the folios browned at the edges, the sewing holes torn through at the head, folio 19 lacking its outer corner. The vendor's account is not before us.die Folios an den Rändern gebräunt, die Heftlöcher am Kopf ausgerissen, Folio 19 fehlt die äußere Ecke. Uns liegt die Darstellung des Einlieferers nicht vor.

Plate Tafel Plate 63. The pledge-book, folios twelve to nineteen, laid open at the sewing, with a rule for scale. Nine leaves lie in the drawing. The last carries the figure 20 at the head, and beyond it a stub cut close, upon which three words of an entry stand.Tafel 63. Das Pfandbuch, Folios zwölf bis neunzehn, an der Heftung aufgeschlagen, mit einem Lineal als Maßstab. Neun Blätter liegen in der Zeichnung. Das letzte trägt am Kopf die Zahl 20, und dahinter einen dicht geschnittenen Stumpf, auf dem drei Wörter eines Eintrags stehen.

[in red ink] These folios were never in the strongroom. They came to me from Nijs after the dissolution and I sold them honestly. The paper is Vantoc's own stock, laid, with the balances in the watermark, and I would know it in a dark room by the rattle of it. Let her ask her father where the rest of the book went, and let her ask this house why it prints eight folios and not twenty. C.O.[in roter Tinte] Diese Folios waren nie in der Verwahrkammer. Sie kamen nach der Auflösung von Nijs an mich, und ich habe sie ehrlich verkauft. Das Papier ist Vantocs eigener Vorrat, gerippt, mit den Waagen im Wasserzeichen, und ich würde es in einem dunklen Zimmer am Rascheln erkennen. Sie soll ihren Vater fragen, wohin der Rest des Buches ging, und sie soll dieses Haus fragen, warum es acht Folios abdruckt und nicht zwanzig. C.O.

[in pencil] the house is selling her the proof. someone here wanted her to have it.[mit Bleistift] das haus verkauft ihr den beweis. jemand hier wollte, dass sie ihn bekommt.

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64

The Crier's Voice, a ManuscriptDie Stimme des Ausrufers, ein Manuskript

Paper, one quire of ten leaves in boards of pasted paper, 11 in. by 7 in. · Plate 64 · Estimate 260–320 marksPapier, eine Lage von zehn Blättern in Deckeln aus geklebtem Papier, 11 auf 7 Zoll · Tafel 64 · Schätzung 260–320 Mark

Ten leaves, stitched and boarded in pasted paper, written in a round hand with the working set out in short lines in the manner of a part in a play, and the breathing marked. Bound in at the back, four sale-bills of this house of the years 1618 to 1621, folded and used as pastedowns, upon one of which the writer has ruled the notches of a candle against the lines of his own text.Zehn Blätter, geheftet und in geklebtes Papier gedeckelt, geschrieben in einer runden Hand, das Wirken in kurzen Zeilen gesetzt nach Art einer Rolle im Schauspiel, und die Atemstellen bezeichnet. Hinten eingebunden vier Anschlagzettel dieses Hauses aus den Jahren 1618 bis 1621, gefaltet und als Spiegel verwendet, auf deren einem der Schreiber die Kerben einer Kerze gegen die Zeilen seines eigenen Textes liniert hat.

64The Crier's Voice, a ManuscriptDie Stimme des Ausrufers, ein Manuskript

Provenance Provenienz written for the use of the rostrum of this house by a crier then in its service, deceased; thence the deceased, by purchase from the writer's widow. An account rendered against this house in the matter of its making was not proved.geschrieben für den Gebrauch am Pult dieses Hauses von einem damals in seinem Dienst stehenden Ausrufer, verstorben; sodann der Verstorbene, durch Kauf von der Witwe des Schreibers. Eine gegen dieses Haus erhobene Rechnung in der Sache seiner Anfertigung wurde nicht bewiesen.

Condition Zustand good; the boards sprung, the first leaf thumbed to transparency at the lower corner.gut; die Deckel aufgesprungen, das erste Blatt an der unteren Ecke bis zur Durchsichtigkeit abgegriffen.

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65

Four Charts of the Sluice Basin, at Four TidesVier Karten des Schleusenbeckens, bei vier Gezeiten

Paper, four sheets, pen and grey wash, each 21 in. by 15 in. · Plate 65 · Estimate 12–18 marksPapier, vier Blätter, Feder und graue Lavierung, je 21 auf 15 Zoll · Tafel 65 · Schätzung 12–18 Mark

Four charts of the Sluice Basin and its gate, drawn from soundings taken at high water, at the first hour of the ebb, at low water, and at the flood, and lettered accordingly at the foot in the hand of a Waterbailiff then in office. The soundings are in feet and quarters, in a close figure. The gate is drawn shut in all four.Vier Karten des Schleusenbeckens und seines Tores, gezeichnet nach Lotungen bei Hochwasser, zur ersten Stunde der Ebbe, bei Niedrigwasser und bei Flut, und am Fuß entsprechend beschriftet in der Hand eines damals amtierenden Wasservogt. Die Lotungen sind in Fuß und Vierteln angegeben, in enger Ziffer. Das Tor ist in allen vieren geschlossen gezeichnet.

65Four Charts of the Sluice Basin, at Four TidesVier Karten des Schleusenbeckens, bei vier Gezeiten

Provenance Provenienz Wolter Slecht, Waterbailiff; thence the deceased.Wolter Slecht, Wasservogt; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the third sheet water-stained along the lower edge and laid down upon a backing; the others clean.das dritte Blatt am unteren Rand wasserfleckig und auf eine Unterlage aufgezogen; die übrigen sauber.

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66

Provenance, a Manuscript, Much CorrectedProvenienz, ein Manuskript, vielfach verbessert

Paper, three quires, twenty-six leaves, in a wrapper of the late owner's making, 12 in. by 8 in. · Plate 66 · Estimate 460–560 marksPapier, drei Lagen, sechsundzwanzig Blätter, in einem vom verstorbenen Eigentümer gefertigten Umschlag, 12 auf 8 Zoll · Tafel 66 · Schätzung 460–560 Mark

Three quires, twenty-six leaves, in a wrapper cut from a sale-bill and sewn with linen thread by the writer. The whole is in the hand of the late owner, and it is the only manuscript of art in this sale of which that can be said. It is corrected as a working paper is corrected: struck through, written over, cut about with a knife and patched, and in two places the patch is pinned to the leaf with a dressmaker's pin, the head of the pin being still bright.Drei Lagen, sechsundzwanzig Blätter, in einem Umschlag, der aus einem Anschlagzettel geschnitten und vom Schreiber mit Leinenfaden geheftet ist. Das Ganze ist in der Hand des verstorbenen Eigentümers, und es ist das einzige Manuskript der Kunst dieser Auktion, von dem sich das sagen lässt. Es ist verbessert, wie ein Arbeitspapier verbessert wird: durchgestrichen, überschrieben, mit dem Messer beschnitten und geflickt, und an zwei Stellen ist der Flicken mit einer Stecknadel an das Blatt geheftet, deren Kopf noch blank ist.

66Provenance, a Manuscript, Much CorrectedProvenienz, ein Manuskript, vielfach verbessert

Provenance Provenienz written by the deceased, the earliest struck passage dated in his hand 1611 — 1636 · taken up with the library at the Kolkgracht; thence this housevom Verstorbenen geschrieben, die früheste durchgestrichene Stelle in seiner Hand auf 1611 datiert — 1636 · mit der Bibliothek an der Kolkgracht aufgenommen; sodann dieses Haus

Condition Zustand fragile at the folds, the pins to be watched, the wrapper stained through from the last leaf as described.brüchig in den Falzen, auf die Nadeln zu achten, der Umschlag vom letzten Blatt her durchgefärbt wie beschrieben.

[in pencil] He wrote it to find out who had held him. It answered.[mit Bleistift] Er schrieb es, um zu erfahren, wer ihn gehalten hatte. Es antwortete.

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A Birth-Register Leaf, Beguinage, 1575–1585Ein Blatt aus dem Geburtsregister, Beginenhof, 1575–1585

Parchment, one leaf, written both sides, 13 in. by 9 in. · Plate 67 · Estimate 2–4 marksPergament, ein Blatt, beidseitig beschrieben, 13 auf 9 Zoll · Tafel 67 · Schätzung 2–4 Mark

A leaf from a register of births attended by the sworn midwife of the Beguinage of St Bavo, ruled in three columns, twenty-two entries, the years running 1575 to 1585 with a gap of four years in the middle where the midwife was ill. The eleventh entry: Merrit, daughter of the house on the Kolkgracht, the fourteenth, at the second hour, both living. The entry immediately following is struck through with one line drawn against a rule. Beneath the stroke the surname is legible and the given name is not. The day is the same day.Ein Blatt aus einem Register der Geburten, denen die beschworene Hebamme des Beginenhofs St. Bavo beiwohnte, in drei Spalten liniert, zweiundzwanzig Einträge, die Jahre laufen von 1575 bis 1585 mit einer Lücke von vier Jahren in der Mitte, in denen die Hebamme krank war. Der elfte Eintrag: Merrit, Tochter des Hauses an der Kolkgracht, des vierzehnten, zur zweiten Stunde, beide lebend. Der unmittelbar folgende Eintrag ist mit einem am Lineal gezogenen Strich durchgestrichen. Unter dem Strich ist der Familienname lesbar und der Vorname nicht. Der Tag ist derselbe Tag.

67A Birth-Register Leaf, Beguinage, 1575–1585Ein Blatt aus dem Geburtsregister, Beginenhof, 1575–1585

Provenance Provenienz Ymke Baak, midwife; thence Beatrix Boonk, Mistress of the Beguinage; thence the deceased.Ymke Baak, Hebamme; sodann Beatrix Boonk, Meisterin des Beginenhofs; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the leaf cut at the gutter with a knife and not torn, and cut from the outside of the gathering, so that the leaf it was joined to is elsewhere. Two pin-holes at the head.das Blatt am Bund mit einem Messer geschnitten und nicht gerissen, und von der Außenseite der Lage geschnitten, so dass das Blatt, mit dem es verbunden war, anderswo ist. Zwei Nadellöcher am Kopf.

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68

The Quist Seal MatrixDie Quist-Siegelmatrix

Steel, in a case of fruitwood, the face 1¾ in. · Plate 68 · Estimate 200–260 marksStahl, in einem Etui aus Obstbaumholz, die Fläche 1¾ Zoll · Tafel 68 · Schätzung 200–260 Mark

A seal matrix, steel, the face round and 1¾ inches across, cut in intaglio with the device used by the late owner upon every paper of his that this house has seen: a moth, the wings open and the antennae crossed, above a plain bar, and no legend. The stem is octagonal, 2⅜ inches, with a turned collar and a hole for a cord. With it a case of fruitwood lined with wash-leather, and a stick of green wax, used.Eine Siegelmatrize, Stahl, die Fläche rund und 1¾ Zoll im Durchmesser, in Tiefschnitt geschnitten mit dem Zeichen, das der verstorbene Eigentümer auf jedem seiner Papiere führte, die dieses Haus gesehen hat: eine Motte, die Flügel offen und die Fühler gekreuzt, über einem schlichten Balken, und keine Umschrift. Der Schaft ist achteckig, 2⅜ Zoll, mit einem gedrehten Wulst und einem Loch für eine Schnur. Dabei ein Etui aus Obstbaumholz, mit Waschleder ausgeschlagen, und eine Stange grünen Wachses, gebraucht.

68The Quist Seal MatrixDie Quist-Siegelmatrix

Provenance Provenienz 1611 · cut for the deceased, the cutter not named in the earlier list, and entered in his day-book at thirty-one marks (see lot 56) — 1636 · taken into the custody of this house with the papers of the estate, and kept since in the drawer of the presentation table1611 · für den Verstorbenen geschnitten, der Stempelschneider im früheren Verzeichnis nicht genannt, und in seinem Journal mit einunddreißig Mark eingetragen (siehe Los 56) — 1636 · mit den Papieren des Nachlasses in die Verwahrung dieses Hauses genommen und seither in der Schublade des Vorlagetischs aufbewahrt

Condition Zustand the face sharp and the ground clean, the collar unmarked. A slight burr stands at the rim upon one side, taken down with a stone along part of its length and not along the rest. The wash-leather of the case is worn through where the face rests.die Fläche scharf und der Grund sauber, der Wulst ohne Spuren. Ein leichter Grat steht am Rand auf einer Seite, auf einem Teil seiner Länge mit einem Stein abgenommen und auf dem Rest nicht. Das Waschleder des Etuis ist dort durchgescheuert, wo die Fläche aufliegt.

Plate Tafel Plate 68. The matrix, upon a cloth, face upward, with a scale in inches beneath. Two matrices lie upon the cloth, side by side and a thumb's breadth apart, the same device upon both. On the nearer, a line of metal stands up along part of the rim.Tafel 68. Die Matrize, auf einem Tuch, die Fläche nach oben, mit einem Maßstab in Zoll darunter. Zwei Matrizen liegen auf dem Tuch, nebeneinander und eine Daumenbreite voneinander, dasselbe Zeichen auf beiden. Auf der näheren steht auf einem Teil des Randes eine Linie Metall auf.

[in red ink] This is a cast, not the matrix. There is a burr at the rim where the mould parted, and the original had no burr; I sealed with it in 1618. C.O.[in roter Tinte] Das ist ein Abguss, nicht die Matrize. Am Rand steht ein Grat, wo die Form geteilt hat, und das Original hatte keinen Grat; ich habe 1618 damit gesiegelt. C.O.

[in pencil] this is the cast. the matrix is in the drawer under the presentation table, and the wax on the cabinet is the cast's.[mit Bleistift] das ist der abguss. die matrize liegt in der schublade unter dem vorlagetisch, und das wachs am schrank ist vom abguss.

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69

Nightward Tally, a ManuscriptNachtbannzählung, ein Manuskript

Paper, one quire of eight leaves, 12 in. by 8 in. · Plate 69 · Estimate 240–300 marksPapier, eine Lage von acht Blättern, 12 auf 8 Zoll · Tafel 69 · Schätzung 240–300 Mark

A manuscript in one quire, eight leaves, ruled to the pattern of a night-book and written in a clerk's hand, close and upright, the counting-figures set in a second and blacker ink. No name is subscribed and no date. The text sets out the warding of a closed room, whereby the number of things standing in it is taken at the setting and every change in that number is afterwards reported to the person who set it, with the quarter of the room the change came from and no more.Eine Handschrift in einer Lage, acht Blätter, nach dem Muster eines Nachtbuchs liniert und in Schreiberhand geschrieben, eng und aufrecht, die Zählziffern in einer zweiten und schwärzeren Tinte. Kein Name ist unterschrieben und kein Datum. Der Text legt den Bann eines geschlossenen Raumes dar, wobei die Zahl der darin stehenden Dinge beim Setzen genommen wird und jede Änderung dieser Zahl danach dem gemeldet wird, der ihn gesetzt hat, mit dem Viertel des Raumes, aus dem die Änderung kam, und nicht mehr.

69Nightward Tally, a ManuscriptNachtbannzählung, ein Manuskript

Provenance Provenienz written in this city, by a hand of this house, so described in the earlier list; thence with the library papers.in dieser Stadt geschrieben, von einer Hand dieses Hauses, so im früheren Verzeichnis beschrieben; sodann mit den Bibliothekspapieren.

Condition Zustand clean, the last leaf blank, the sewing new and of the house's own thread. The paper is the house's ledger stock, of the making bought in Grassmonth 1636.sauber, das letzte Blatt leer, die Heftung neu und aus hauseigenem Faden. Das Papier ist der Kontobuchvorrat des Hauses, aus der Fertigung, die im Grasmond 1636 gekauft wurde.

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70

Reversion, a Manuscript in Two QuiresHeimfall, ein Manuskript in zwei Lagen

Paper, two quires, 13 in. by 9 in. · Plate 70 · Estimate 800–1,000 marksPapier, zwei Lagen, 13 auf 9 Zoll · Tafel 70 · Schätzung 800–1.000 Mark

A manuscript in two quires, the first of twelve leaves and the second of six, stitched together cold at four stations. The text of the first quire sets out the bringing of a small thing back to the condition it stood in upon a named day, within thirty days. The second quire is workings, tables of days, and, at its foot, a note in the author's hand: tried upon the six sheets of the atlas, at thirty days and at ten and at one, and the sheets are as they were.Eine Handschrift in zwei Lagen, die erste von zwölf Blättern und die zweite von sechs, kalt an vier Stationen zusammengeheftet. Der Text der ersten Lage legt dar, wie ein kleines Ding in den Zustand zurückgebracht wird, in dem es an einem genannten Tag stand, innerhalb von dreißig Tagen. Die zweite Lage sind Rechnungen, Tagestafeln und, an ihrem Fuß, eine Notiz in der Hand des Verfassers: an den sechs Blättern des Atlas versucht, auf dreißig Tage und auf zehn und auf einen, und die Blätter sind, wie sie waren.

70Reversion, a Manuscript in Two QuiresHeimfall, ein Manuskript in zwei Lagen

Provenance Provenienz attributed to Steven Immel, sworn surveyor of the Staple Quay, deceased 1624, whose surveys are the ground of lot 77; thence, at the sale of his papers upon the Weighhouse steps, the deceased.Steven Immel zugeschrieben, vereidigtem Landmesser des Stapelkais, verstorben 1624, dessen Vermessungen die Grundlage von Los 77 sind; sodann, bei der Versteigerung seiner Papiere auf den Stufen des Waaghauses, der Verstorbene.

Condition Zustand good; the second quire foxed along the fore-edge; the stitching drawn at the head station.gut; die zweite Lage am Vorderschnitt stockfleckig; die Heftung an der Kopfstation gezogen.

[in red ink] The second quire is not the paper of the first. Both are of this city's mills, the first with the two-handled pot and the second with the crowned shield, and there are nine years between the two makings. The stitching was done cold and done cheap, by a man who bound a bill of lading in the morning and this in the afternoon. C.O.[in roter Tinte] Die zweite Lage ist nicht das Papier der ersten. Beide sind aus den Mühlen dieser Stadt, die erste mit dem zweihenkligen Topf und die zweite mit dem gekrönten Schild, und zwischen den beiden Fertigungen liegen neun Jahre. Die Heftung wurde kalt gemacht und billig gemacht, von einem Mann, der am Morgen einen Frachtbrief band und am Nachmittag dies. C.O.

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71

The Wett Family Letters, 1594–1612, Forty-One LettersDie Wett-Familienbriefe, 1594–1612, einundvierzig Briefe

Paper, forty-one letters in a wrapper, tied · Plate 71 · Estimate 130–170 marksPapier, einundvierzig Briefe in einem Umschlag, verschnürt · Tafel 71 · Schätzung 130–170 Mark

Forty-one letters, folded and sealed in the ordinary way, written between members of the family of Wett, of the Sluice Quay, between 1594 and 1612, together with the wrapper in which they were kept and a count upon the wrapper in Lubbert Wett's hand. The letters are of household matters, of the instrument trade, of a suit at law over a mill at the river's head, and of money lent within the family and not repaid. Thirty-eight are entire; three are torn at the seal, the paper coming away with the wax.Einundvierzig Briefe, gefaltet und auf die gewöhnliche Weise gesiegelt, zwischen Angehörigen der Familie Wett vom Schleusenkai in den Jahren 1594 bis 1612 geschrieben, samt dem Umschlag, in dem sie verwahrt wurden, und einer Zählung auf dem Umschlag in Lubbert Wetts Hand. Die Briefe handeln von häuslichen Dingen, vom Instrumentengewerbe, von einem Rechtsstreit um eine Mühle am Kopf des Flusses und von Geld, das innerhalb der Familie geliehen und nicht zurückgezahlt wurde. Achtunddreißig sind unversehrt; drei sind am Siegel eingerissen, das Papier ist mit dem Wachs abgegangen.

71The Wett Family Letters, 1594–1612, Forty-One LettersDie Wett-Familienbriefe, 1594–1612, einundvierzig Briefe

Provenance Provenienz 1594–1612 · written and received within the family of Wett, of the Sluice Quay — kept and bundled by Lubbert Wett, instrument-maker, with the tape and the count — 1630 · thence the deceased, from a private hand, at a price not entered in the day-book1594–1612 · innerhalb der Familie Wett vom Schleusenkai geschrieben und empfangen — von Lubbert Wett, Instrumentenmacher, verwahrt und gebündelt, samt Band und Zählung — 1630 · sodann der Verstorbene, aus privater Hand, zu einem Preis, der nicht ins Journal eingetragen ist

Condition Zustand good, the paper strong and the ink black. Forty-one are counted upon the wrapper and forty-one are present. The tape is not the tape the count was written against; it is new grosgrain, and the old creases in the wrapper do not answer to it. The vendor's account is not before us.gut, das Papier fest und die Tinte schwarz. Einundvierzig sind auf dem Umschlag gezählt, und einundvierzig sind vorhanden. Das Band ist nicht das Band, gegen das die Zählung geschrieben wurde; es ist neuer Ripsstoff, und die alten Knicke im Umschlag stimmen nicht damit überein. Uns liegt die Darstellung des Einlieferers nicht vor.

Plate Tafel Plate 71. The bundle, tied, with the wrapper turned back to show the count; the forty-first letter shown open beside it, at two-thirds, the seal cut and the cut wax laid to the left.Tafel 71. Das Bündel, verschnürt, mit zurückgeschlagenem Umschlag, der die Zählung zeigt; der einundvierzigste Brief daneben offen abgebildet, auf zwei Drittel, das Siegel durchschnitten und das durchschnittene Wachs nach links gelegt.

[in pencil] Forty-one letters. Forty-one moths. Forty-one names. Count what is missing, not what is here.[mit Bleistift] Einundvierzig briefe. Einundvierzig motten. Einundvierzig namen. Zähle, was fehlt, nicht was da ist.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Third DayDritter Tag
72

Unwritten Hand, a ManuscriptUngeschriebene Hand, ein Manuskript

Paper, one quire of six leaves, with four loose leaves, 10 in. by 7 in. · Plate 72 · Estimate 130–180 marksPapier, eine Lage von sechs Blättern, dazu vier lose Blätter, 10 auf 7 Zoll · Tafel 72 · Schätzung 130–180 Mark

A manuscript in one quire, six leaves, in a woman's hand, fluent and much abbreviated, being a copyist's working text. Three pages are exercises: the same sentence, a common form of receipt, written eleven times in eleven hands, with the manner of each hand noted in the margin — the slope, the pressure, the lifting of the pen at the turn. With the quire, loose, four further leaves of the like exercises in a later hand, the copyist not named.Eine Handschrift in einer Lage, sechs Blätter, in einer Frauenhand, flüssig und stark abgekürzt, der Arbeitstext einer Kopistin. Drei Seiten sind Übungen: derselbe Satz, eine gewöhnliche Form der Quittung, elfmal in elf Händen geschrieben, mit der Art jeder Hand am Rand vermerkt — die Neigung, der Druck, das Abheben der Feder in der Wendung. Bei der Lage, lose, vier weitere Blätter gleicher Übungen in einer späteren Hand, die Kopistin nicht genannt.

72Unwritten Hand, a ManuscriptUngeschriebene Hand, ein Manuskript

Provenance Provenienz attributed to Maritgen Halma, copyist, of the Wolfsgat, who taught the trade in this city for thirty years; thence the deceased.Maritgen Halma zugeschrieben, Kopistin, vom Wolfsgat, die das Gewerbe dreißig Jahre lang in dieser Stadt lehrte; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the quire sound; the four loose leaves water-marked at one corner and once folded small.die Lage fest; die vier losen Blätter an einer Ecke wasserfleckig und einmal klein gefaltet.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Third DayDritter Tag
73

The Printer's Proof of This Catalogue, First PullDer Druckerabzug dieses Katalogs, erster Abzug

Paper, twenty-three sheets, in sheets, uncut · Plate 73 · Estimate 4–8 marksPapier, dreiundzwanzig Bogen, in Bogen, unbeschnitten · Tafel 73 · Schätzung 4–8 Mark

The first pull of the present catalogue, in twenty-three sheets, uncut and unfolded, with the printer's marks standing in the margins, the register wanting upon three sheets, and offsets of wet ink where the sheets were laid up. The corrections of the compiler are in the margins throughout, in a small hand, and are the corrections carried into the printed book.Der erste Abzug des vorliegenden Katalogs, in dreiundzwanzig Bogen, unbeschnitten und ungefalzt, mit den Zeichen des Druckers an den Rändern, dem Passer auf drei Bogen fehlend, und Abklatschen nasser Tinte, wo die Bogen aufeinandergelegt wurden. Die Korrekturen der Verfasserin stehen durchgehend an den Rändern, in kleiner Hand, und es sind die Korrekturen, die in das gedruckte Buch übernommen wurden.

73The Printer's Proof of This Catalogue, First PullDer Druckerabzug dieses Katalogs, erster Abzug

Provenance Provenienz Melis Wilsum, printer, of the Staple Quay, who prints this catalogue and offers the pull as a curiosity of his trade.Melis Wilsum, Drucker, vom Stapelkai, der diesen Katalog druckt und den Abzug als Kuriosität seines Gewerbes anbietet.

Condition Zustand sound; the sheets browned along the edges where they hung to dry; sheet fourteen with a thumb in the ink; no leaf wanting.fest; die Bogen an den Rändern gebräunt, wo sie zum Trocknen hingen; Bogen vierzehn mit einem Daumen in der Tinte; kein Blatt fehlend.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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74

Lien, a Manuscript, in a Bank's BindingPfandrecht, ein Manuskript, im Einband einer Bank

Paper, one quire of ten leaves, in black calf over boards, 13 in. by 9 in. · Plate 74 · Estimate 1,500–1,900 marksPapier, eine Lage von zehn Blättern, in schwarzem Kalbleder über Holzdeckeln, 13 auf 9 Zoll · Tafel 74 · Schätzung 1.500–1.900 Mark

A manuscript in one quire, ten leaves, bound to the pattern of the Staple Bank of Velhagen in black calf over boards, the bank's device blind-stamped upon the upper cover, with a ribbon and a lead seal at the fore-edge, the seal sound and the impression rubbed away. Pasted inside the cover, a printed form of that bank, being a bill of charge with the sum left blank. The text sets out the laying of a charge upon a thing, so that the thing cannot be carried far from the place of the charge until the sum named is paid or the thing brought back to that place.Eine Handschrift in einer Lage, zehn Blätter, nach dem Muster der Stapelbank von Velhagen in schwarzem Kalbleder über Holzdeckeln gebunden, das Zeichen der Bank blind in den Vorderdeckel geprägt, mit einem Band und einem Bleisiegel am Vorderschnitt, das Siegel unversehrt und der Abdruck abgerieben. In den Deckel geklebt, ein gedrucktes Formular jener Bank, eine Belastungsurkunde mit offen gelassener Summe. Der Text legt dar, wie eine Last auf ein Ding gelegt wird, sodass das Ding nicht weit von dem Ort der Last fortgetragen werden kann, bis die genannte Summe gezahlt oder das Ding an jenen Ort zurückgebracht ist.

74Lien, a Manuscript, in a Bank's BindingPfandrecht, ein Manuskript, im Einband einer Bank

Provenance Provenienz attributed to the Staple Bank of Velhagen, so described in the earlier list; thence the deceased.der Stapelbank von Velhagen zugeschrieben, so im früheren Verzeichnis beschrieben; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand good; the ribbon renewed; the last leaf bearing a list of sums in a clerk's hand, forty of them marked quitted and the forty-first not.gut; das Band erneuert; das letzte Blatt trägt eine Liste von Summen in Schreiberhand, vierzig davon als quittiert vermerkt und die einundvierzigste nicht.

[in pencil] The bank does not need the spell. The bank has the bill. See lot 98.[mit Bleistift] Die bank braucht den zauber nicht. Die bank hat die urkunde. Siehe Los 98.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Third DayDritter Tag
75

A Packet of Nine Letters, UnopenedEin Paket von neun Briefen, ungeöffnet

Paper, nine letters in a canvas wrapper · Plate 75 · Estimate 30–40 marksPapier, neun Briefe in einem Umschlag aus Segeltuch · Tafel 75 · Schätzung 30–40 Mark

Nine letters, sealed and unopened, taken up at the fourteenth house upon the Kolkgracht at the sealing of the premises and held by this house since. All nine were put in after the twenty-second day of Slaughtmonth 1635. The superscriptions are transcribed below as they stand. Of the nine directions, three are in one hand, three in a second, and three in a third.Neun Briefe, gesiegelt und ungeöffnet, im vierzehnten Haus am Kolkgracht bei der Versiegelung der Räume an sich genommen und seither von diesem Haus verwahrt. Alle neun wurden nach dem zweiundzwanzigsten Tag des Schlachtmond 1635 aufgegeben. Die Aufschriften sind unten wiedergegeben, wie sie stehen. Von den neun Anschriften sind drei in einer Hand, drei in einer zweiten und drei in einer dritten.

75A Packet of Nine Letters, UnopenedEin Paket von neun Briefen, ungeöffnet

No provenance is offered with this lot.Zu diesem Los wird keine Provenienz geboten.

Condition Zustand sound; the ninth creased across the middle, as a paper carried folded in a coat is creased.fest; der neunte quer über die Mitte geknickt, wie ein Papier geknickt ist, das gefaltet in einem Rock getragen wurde.

Corvisser & Lutt · Velhagen
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76

The Drowned Hour, a Manuscript, Water-StainedDie ertrunkene Stunde, ein Manuskript, wasserfleckig

Paper, one quire of seven leaves, 11 in. by 7 in. · Plate 76 · Estimate 750–950 marksPapier, eine Lage von sieben Blättern, 11 auf 7 Zoll · Tafel 76 · Schätzung 750–950 Mark

A manuscript in one quire, seven leaves, water-stained through the whole, the ink run at two places and elsewhere legible, sewn with waxed thread of the sort used upon nets. The text sets out the questioning of a person who died in water, by way of the body, or by way of a thing that was upon the body when it went in. Three questions are allowed and the answers come in the voice of the water. Two leaves bear the damp stamp of the harbour office. In the margin of the last leaf, a count of questionings scored in tallies, nineteen of them.Eine Handschrift in einer Lage, sieben Blätter, durchgehend wasserfleckig, die Tinte an zwei Stellen verlaufen und sonst lesbar, mit Wachsfaden geheftet, wie er an Netzen gebraucht wird. Der Text legt die Befragung eines Menschen dar, der im Wasser gestorben ist, über den Leichnam oder über ein Ding, das am Leichnam war, als er ins Wasser ging. Drei Fragen sind zugelassen, und die Antworten kommen in der Stimme des Wassers. Zwei Blätter tragen den feuchten Stempel des Hafenamts. Am Rand des letzten Blattes eine Zählung der Befragungen in Kerben, neunzehn davon.

76The Drowned Hour, a Manuscript, Water-StainedDie ertrunkene Stunde, ein Manuskript, wasserfleckig

Provenance Provenienz attributed to Aldric Sammen, harbour coroner, in whose office the like questioning is of record; thence the deceased.Aldric Sammen zugeschrieben, Hafenleichenbeschauer, in dessen Amt die gleiche Befragung aktenkundig ist; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand as described, and not to be improved. The quire will not lie flat and is shown in a tray.wie beschrieben, und nicht zu verbessern. Die Lage liegt nicht flach und wird in einem Einsatz gezeigt.

[in red ink] Net-thread, and it was sewn wet, which is why the stations have drawn and the leaves stand proud. The stain is river and not sea; there is no salt in it, and I have had the third leaf on my tongue to be sure. This city lets a coroner keep his own book at his own house, and then buys it back at nine hundred marks from the estate of a dead collector. C.O.[in roter Tinte] Netzfaden, und es wurde nass geheftet, darum haben die Stationen gezogen und stehen die Blätter vor. Der Fleck ist Fluss und nicht See; es ist kein Salz darin, und ich habe das dritte Blatt auf der Zunge gehabt, um sicher zu sein. Diese Stadt lässt einen Leichenbeschauer sein eigenes Buch im eigenen Haus halten und kauft es dann für neunhundert Mark aus dem Nachlass eines toten Sammlers zurück. C.O.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Third DayDritter Tag
77

The Corrected AtlasDer korrigierte Atlas

Paper, calf and boards, folio, 21 in. by 15 in. · Plate 77 · Estimate 1,300–1,700 marksPapier, Kalbleder und Holzdeckel, Folio, 21 auf 15 Zoll · Tafel 77 · Schätzung 1.300–1.700 Mark

An atlas in folio, 21 inches by 15, of thirty-six double charts and nineteen leaves of tables, drawn from the surveys of Steven Immel, engraved by Roelof Ostrem, and bound in 1621 by Abel Pluym, binder to this house, in calf over boards with the arms of the city upon the upper cover and two clasps, one of them wanting. The charts are of this city, of the road inland, of the river to its head, and of the country of the staple.Ein Atlas in Folio, 21 auf 15 Zoll, mit sechsunddreißig Doppelkarten und neunzehn Blättern Tabellen, nach den Vermessungen von Steven Immel gezeichnet, von Roelof Ostrem gestochen und 1621 von Abel Pluym gebunden, Buchbinder dieses Hauses, in Kalbleder über Holzdeckeln mit dem Wappen der Stadt auf dem Vorderdeckel und zwei Schließen, von denen eine fehlt. Die Karten zeigen diese Stadt, die Straße ins Binnenland, den Fluss bis zu seinem Kopf und das Land des Stapels.

77The Corrected AtlasDer korrigierte Atlas

Provenance Provenienz 1616–1618 · surveyed and drawn by Steven Immel, sworn surveyor of the Staple Quay — 1619 · the plates cut by Roelof Ostrem, engraver, of the Rope Street — 1621 · bound for Immel by Abel Pluym — 1624 · thence, at Immel's death, to his creditors, and sold upon the Weighhouse steps — 1626 · thence the deceased1616–1618 · von Steven Immel vermessen und gezeichnet, vereidigtem Landmesser des Stapelkais — 1619 · die Platten von Roelof Ostrem gestochen, Kupferstecher, von der Seilerstraße — 1621 · für Immel von Abel Pluym gebunden — 1624 · sodann, bei Immels Tod, an seine Gläubiger, und auf den Stufen des Waaghauses verkauft — 1626 · sodann der Verstorbene

Condition Zustand sound, the binding rubbed at the corners and the head-cap gone. Six sheets scraped as described, in two of them through the paper and backed with a slip. The index entry has been written over once in pencil and rubbed out again; what stood there cannot be read, and the paper is thin where it was rubbed.fest, der Einband an den Ecken berieben und das Kapital fort. Sechs Blätter ausgeschabt wie beschrieben, bei zweien durch das Papier hindurch und mit einem Streifen hinterlegt. Der Registereintrag ist einmal mit Bleistift überschrieben und wieder ausradiert worden; was dort stand, ist nicht zu lesen, und das Papier ist dünn, wo radiert wurde.

Plate Tafel Plate 77. A city effaced in six of the sheets; the third of the six shown flat, at two-thirds, with the tables leaf turned in beside it. The sheet is entire. The city stands upon it, walled, with a mole and two basins and a gate at the north, lettered in the engraver's hand KANNEWERD, and the road runs into it and out again, and the wash of the water is unbroken.Tafel 77. Eine getilgte Stadt in sechs der Blätter; das dritte der sechs flach abgebildet, auf zwei Drittel, mit dem danebengelegten Tabellenblatt. Das Blatt ist unversehrt. Die Stadt steht darauf, ummauert, mit einer Mole und zwei Becken und einem Tor im Norden, in der Hand des Stechers beschriftet KANNEWERD, und die Straße läuft hinein und wieder hinaus, und die Lavierung des Wassers ist ununterbrochen.

[in red ink] The effacements are the binder's, not a later hand. Pluym scraped for the wash and scraped too deep; he did the same to a herbal of Wendelmar's and charged for the mending, Wend. fo. 209. She has printed a city effaced and put thirteen hundred marks upon a hole in the paper. C.O.[in roter Tinte] Die Tilgungen sind die des Buchbinders, nicht die einer späteren Hand. Pluym schabte für die Lavierung und schabte zu tief; dasselbe tat er einem Kräuterbuch Wendelmars an und stellte die Ausbesserung in Rechnung, Wend. fo. 209. Sie hat eine getilgte Stadt drucken lassen und dreizehnhundert Mark auf ein Loch im Papier gesetzt. C.O.

[in pencil] Kannewerd. Say it out loud in the Long Room and watch which of them looks up.[mit Bleistift] Kannewerd. Sprich es im Langen Saal laut aus und sieh, wer von ihnen aufblickt.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Third DayDritter Tag
78

Seal Unbroken, a Manuscript, UnattributedSiegel ungebrochen, ein Manuskript, ohne Zuschreibung

Paper, one quire of four leaves, 9 in. by 6 in. · Plate 78 · Estimate 420–520 marksPapier, eine Lage von vier Blättern, 9 auf 6 Zoll · Tafel 78 · Schätzung 420–520 Mark

A manuscript in one quire, four leaves, in a small upright hand, without title-page, subscription, or date. The text sets out the making whole in appearance of a seal, band, lock, or fastening that has been broken. It is a short text and a clean one, with no workings and nothing struck through.Eine Handschrift in einer Lage, vier Blätter, in kleiner aufrechter Hand, ohne Titelblatt, Unterschrift oder Datum. Der Text legt dar, wie ein Siegel, ein Band, ein Schloss oder ein Verschluss, der gebrochen worden ist, dem Anschein nach wieder ganz gemacht wird. Es ist ein kurzer Text und ein sauberer, ohne Rechnungen und ohne ein einziges Durchgestrichenes.

78Seal Unbroken, a Manuscript, UnattributedSiegel ungebrochen, ein Manuskript, ohne Zuschreibung

No provenance is offered with this lot.Zu diesem Los wird keine Provenienz geboten.

Condition Zustand clean; the quire has been folded once, small, across the middle, as a paper carried in a pocket is folded, and pressed flat again.sauber; die Lage ist einmal klein über die Mitte gefaltet worden, wie ein Papier gefaltet wird, das in einer Tasche getragen wird, und wieder flach gepresst.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Third DayDritter Tag
79

A Sheaf of Three Death Certificates, All of One ManEin Bündel von drei Sterbeurkunden, alle eines Mannes

Paper and parchment, three instruments in a paper sheath · Plate 79 · Estimate 6–10 marksPapier und Pergament, drei Urkunden in einer Papierhülle · Tafel 79 · Schätzung 6–10 Mark

Three certificates of death, of three dates, from two offices and one private hand, all in one name, being the name of the late owner of the collection now offered. They are transcribed below in the order of their dates, with the words of each as they stand. The sheath is the sheath of the Court of Wards and bears that court's file number and the mark of its clerk.Drei Sterbeurkunden, von drei Daten, aus zwei Ämtern und einer privaten Hand, alle auf einen Namen, nämlich den Namen des verstorbenen Eigentümers der nun angebotenen Sammlung. Sie sind unten in der Reihenfolge ihrer Daten wiedergegeben, mit den Worten einer jeden, wie sie stehen. Die Hülle ist die Hülle des Vormundschaftsgerichts und trägt die Aktennummer jenes Gerichts und das Zeichen seines Schreibers.

79A Sheaf of Three Death Certificates, All of One ManEin Bündel von drei Sterbeurkunden, alle eines Mannes

No provenance is offered with this lot.Zu diesem Los wird keine Provenienz geboten.

Condition Zustand the first foxed and once folded in four; the second on parchment, sound, the doctor's seal entire; the third clean, and the newest paper of the three. Offered as paper. The sale of this lot is not evidence of title, opens no question of the succession and closes none, and the house makes no observation upon the instruments or upon their order.die erste stockfleckig und einmal in vier gefaltet; die zweite auf Pergament, fest, das Siegel des Doktors unversehrt; die dritte sauber und das neueste Papier der drei. Als Papier angeboten. Der Verkauf dieses Loses ist kein Beweis des Rechtstitels, eröffnet keine Frage der Erbfolge und schließt keine, und das Haus äußert sich weder zu den Urkunden noch zu ihrer Reihenfolge.

[in pencil] One is bought, one is true, one is filed after the burial. Decide which is which before you bid.[mit Bleistift] Eine ist gekauft, eine ist wahr, eine ist nach dem begräbnis eingereicht. Entscheide, welche welche ist, bevor du bietest.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Third DayDritter Tag
80

The Last True Day, a Manuscript in a Locked CaseDer letzte wahre Tag, ein Manuskript in einem verschlossenen Kasten

Paper, in a case of oak bound with iron, 15 in. by 10 in. by 3 in. · Plate 80 · Estimate 2,600–3,200 marksPapier, in einem Kasten aus Eiche, mit Eisen beschlagen, 15 auf 10 auf 3 Zoll · Tafel 80 · Schätzung 2.600–3.200 Mark

A manuscript in one quire and a half, fourteen leaves, 12 inches by 8, in the hand of Gerbrand Wett, instrument-maker, of the Sluice Quay, deceased 1596, the hand answering leaf for leaf to the shop-books of that maker. Seven diagrams in ink and wash. Of these the fifth is a dial of two circles, the outer graduated to the year and the inner to nothing that is named, and it is not the dial of any clock now known in this city.Eine Handschrift in anderthalb Lagen, vierzehn Blätter, 12 auf 8 Zoll, in der Hand von Gerbrand Wett, Instrumentenmacher, vom Schleusenkai, verstorben 1596, die Hand Blatt für Blatt mit den Werkstattbüchern jenes Machers übereinstimmend. Sieben Zeichnungen in Tinte und Lavierung. Von diesen ist die fünfte ein Zifferblatt aus zwei Kreisen, der äußere auf das Jahr geteilt und der innere auf nichts, was genannt wird, und es ist das Zifferblatt keiner Uhr, die in dieser Stadt jetzt bekannt ist.

80The Last True Day, a Manuscript in a Locked CaseDer letzte wahre Tag, ein Manuskript in einem verschlossenen Kasten

Provenance Provenienz written by Gerbrand Wett, instrument-maker, deceased 1596 — thence Lubbert Wett, his son, with the shop-books and the greater part of the tools — 1611 · thence the deceased, in one bargain with lot 12, for 900 marks and an annuity of 30 marks upon the life of the sellervon Gerbrand Wett geschrieben, Instrumentenmacher, verstorben 1596 — sodann Lubbert Wett, sein Sohn, mit den Werkstattbüchern und dem größeren Teil des Werkzeugs — 1611 · sodann der Verstorbene, in einem Handel zusammen mit Los 12, für 900 Mark und eine Leibrente von 30 Mark auf das Leben des Verkäufers

Condition Zustand sound, the leaves strong, one gathering starting at the head. The case has been opened often: the lock is worn bright within, and the key is worn upon one face only. Upon the last leaf, beneath the working, four lines in the same hand, printed below as they stand. The vendor's account is not before us.fest, die Blätter kräftig, eine Lage am Kopf sich lösend. Der Kasten ist oft geöffnet worden: das Schloss ist innen blank gescheuert, und der Schlüssel ist nur auf einer Seite abgenutzt. Auf dem letzten Blatt, unter der Rechnung, vier Zeilen in derselben Hand, unten abgedruckt, wie sie stehen. Uns liegt die Darstellung des Einlieferers nicht vor.

Plate Tafel Plate 80. The case, closed, with the key upon the lid and the baize turned out at the hinge; the fifth diagram shown beside it, copied at full size, the two circles and the graduation of the outer.Tafel 80. Der Kasten, geschlossen, mit dem Schlüssel auf dem Deckel und dem am Scharnier hervorgetretenen Filz; die fünfte Zeichnung daneben abgebildet, in voller Größe nachgezeichnet, die zwei Kreise und die Teilung des äußeren.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
81

The Locked Press from the Upper Landing, Contents Not InspectedDer verschlossene Schrank vom oberen Treppenabsatz, Inhalt nicht besichtigt

Oak, iron and brass, 6 ft 3 in. by 3 ft 5 in. by 1 ft 9 in. · Plate 81 · Estimate 40–60 marksEiche, Eisen und Messing, 6 Fuß 3 Zoll auf 3 Fuß 5 Zoll auf 1 Fuß 9 Zoll · Tafel 81 · Schätzung 40–60 Mark

A press of the town pattern, oak throughout and pegged, 6 feet 3 inches to the cornice, 3 feet 5 inches across the front, 1 foot 9 inches deep, with two doors on iron straps and a brass lock let into the stile. The escutcheon is plain and unengraved. The keyhole is unworn at the lower lip and worn at the upper, as a keyhole is that has been opened for years by a person taller than the lock.Ein Schrank nach städtischem Muster, durchweg Eiche und gedübelt, 6 Fuß 3 Zoll bis zum Gesims, 3 Fuß 5 Zoll über die Front, 1 Fuß 9 Zoll tief, mit zwei Türen an eisernen Bändern und einem in den Pfosten eingelassenen Messingschloss. Das Schlüsselschild ist schlicht und ungraviert. Das Schlüsselloch ist an der unteren Lippe unabgenutzt und an der oberen abgenutzt, wie ein Schlüsselloch es ist, das jahrelang von einem Menschen geöffnet wurde, der größer ist als das Schloss.

81The Locked Press from the Upper Landing, Contents Not InspectedDer verschlossene Schrank vom oberen Treppenabsatz, Inhalt nicht besichtigt

Provenance Provenienz made for the house at Kolkgracht 14 and never out of it, being set on the landing before the stair rail was renewed and too wide to have come up afterwards — 1621 and 1633 · passed over in both removals of the collection, the carrier's account naming it as a fixture of the landing and charging nothing for it — 1636 · taken up by order of the Court of Wards, taped, sealed, and carried to this hallfür das Haus am Kolkgracht 14 gemacht und nie aus ihm heraus, da er auf den Absatz gestellt wurde, ehe das Treppengeländer erneuert wurde, und zu breit ist, um danach hinaufgekommen zu sein — 1621 und 1633 · bei beiden Umzügen der Sammlung übergangen, das Verzeichnis des Fuhrmanns nennt ihn Zubehör des Absatzes und berechnet nichts für ihn — 1636 · auf Anordnung des Vormundschaftsgerichts an sich genommen, verklebt, versiegelt und in diesen Saal geschafft

Condition Zustand sound and dry, the cornice chipped at the left return, one door slightly proud at the foot. The lock has not been examined internally. Sold as it stands, locked, and not warranted as to contents; no claim lies against this house upon what is found within it or is not found within it.fest und trocken, das Gesims am linken Rücksprung ausgebrochen, eine Tür am Fuß leicht vorstehend. Das Schloss ist innen nicht untersucht worden. Verkauft, wie er steht, verschlossen, und ohne Gewähr für den Inhalt; kein Anspruch gegen dieses Haus besteht auf das, was darin gefunden wird oder nicht darin gefunden wird.

Plate Tafel Plate 81. The press, locked; the key in the possession of this house. Three-quarter view from the stair head, the two windows of the landing to the left. A ring hangs from the hasp of the right-hand door with three keys upon it, and the shadow the ring throws on the door is drawn with more care than the cornice.Tafel 81. Der Schrank, verschlossen; der Schlüssel im Besitz dieses Hauses. Dreiviertelansicht vom Treppenkopf, die beiden Fenster des Absatzes zur Linken. Am Riegel der rechten Tür hängt ein Ring mit drei Schlüsseln daran, und der Schatten, den der Ring auf die Tür wirft, ist mit mehr Sorgfalt gezeichnet als das Gesims.

[in pencil] Three keys. The house has two.[mit Bleistift] Drei schlüssel. Das haus hat zwei.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
82

The Six Silent Servants, Being Fixtures, Not OfferedDie sechs stummen Bediensteten, als Zubehör, nicht angeboten

Six standing figures, oak, leather and lead, 5 ft 7 in. to 5 ft 9 in. · Plate 82 · Not offeredSechs stehende Figuren, Eiche, Leder und Blei, 5 Fuß 7 Zoll bis 5 Fuß 9 Zoll · Tafel 82 · Nicht angeboten

Six standing figures in the dress of house servants of thirty years ago, the bodies oak under leather, the feet lead-weighted and shod with felt, from 5 feet 7 inches to 5 feet 9 inches at the crown. The faces are oak, planed, waxed and cut shallow, with no eyes indicated. No joint can be found at wrist, elbow or neck by the hand or by the glass, and the figures nevertheless carry, set out, draw water, sweep, and stand aside in a doorway to let a living person pass. They do not speak. They do not write. They have not been seen to stop.Sechs stehende Figuren in der Tracht von Hausbediensteten vor dreißig Jahren, die Körper Eiche unter Leder, die Füße bleibeschwert und mit Filz beschlagen, von 5 Fuß 7 Zoll bis 5 Fuß 9 Zoll bis zum Scheitel. Die Gesichter sind Eiche, gehobelt, gewachst und flach geschnitten, ohne angedeutete Augen. Weder mit der Hand noch mit dem Glas ist an Handgelenk, Ellenbogen oder Hals ein Gelenk zu finden, und dennoch tragen die Figuren, decken auf, holen Wasser, kehren und treten in einer Tür beiseite, um einen lebenden Menschen vorbeizulassen. Sie sprechen nicht. Sie schreiben nicht. Man hat sie nie innehalten sehen.

82The Six Silent Servants, Being Fixtures, Not OfferedDie sechs stummen Bediensteten, als Zubehör, nicht angeboten

No provenance is offered with this lot.Zu diesem Los wird keine Provenienz geboten.

Condition Zustand excellent. The wax of the faces has been renewed lately and not by this house. The left cuff of the fourth figure is scorched through to the oak, and the burn is old.ausgezeichnet. Das Wachs der Gesichter ist unlängst erneuert worden und nicht von diesem Haus. Die linke Manschette der vierten Figur ist bis auf die Eiche versengt, und der Brand ist alt.

Plate Tafel Plate 82. Six silent servants, being fixtures, not offered; ranked in the passage at Kolkgracht 14 as they were found, the street door behind them, the sixth turned a little out of the rank.Tafel 82. Sechs stumme Bedienstete, Zubehör, nicht angeboten; im Flur am Kolkgracht 14 aufgereiht, wie sie vorgefunden wurden, die Haustür hinter ihnen, die sechste ein wenig aus der Reihe gedreht.

[in pencil] They were never his servants. They were the last inventory he took.[mit Bleistift] Sie waren nie seine bediensteten. Sie waren das letzte inventar, das er aufnahm.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
83

Packing Materials for Lot 101, Not to Be OpenedPackmaterial für Los 101, nicht zu öffnen

Crate of deal, 4 ft 9 in. by 2 ft 4 in. by 2 ft 2 in., 121 lb gross · Plate 83 · Estimate 1–2 marksKiste aus Tannenholz, 4 Fuß 9 Zoll auf 2 Fuß 4 Zoll auf 2 Fuß 2 Zoll, 121 Pfund brutto · Tafel 83 · Schätzung 1–2 Mark

A crate of deal, nailed and corded, stencilled on the lid in the house's letters: L. 101 — PACKING MATERIALS, DO NOT OPEN. It has stood on the low trestle in the strongroom since Sprokkel 1636, is counted with the hall on every night, and has been re-ticketed twice, the earlier tickets being kept with the book. The gross weight is entered above as the porters weighed it in.Eine Kiste aus Tannenholz, genagelt und verschnürt, auf dem Deckel in den Lettern des Hauses geschablont: L. 101 — PACKMATERIAL, NICHT ÖFFNEN. Sie steht seit dem Sprokkel 1636 auf dem niedrigen Gestell in der Verwahrkammer, wird an jedem Abend mit dem Saal gezählt und ist zweimal neu bezettelt worden, wobei die früheren Zettel beim Buch verwahrt werden. Das Bruttogewicht ist oben so angegeben, wie die Träger es eingewogen haben.

83Packing Materials for Lot 101, Not to Be OpenedPackmaterial für Los 101, nicht zu öffnen

No provenance is offered with this lot.Zu diesem Los wird keine Provenienz geboten.

Condition Zustand the deal sound, the cording renewed, one corner damp-marked to a height of three inches.das Tannenholz fest, die Verschnürung erneuert, eine Ecke bis zu einer Höhe von drei Zoll feuchtfleckig.

Plate Tafel Plate 83. The crate, closed and corded, upon the trestle in the strongroom, the stencil legible, the lamp fixed above it as it is fixed.Tafel 83. Die Kiste, geschlossen und verschnürt, auf dem Gestell in der Verwahrkammer, die Schablonenschrift lesbar, die Lampe darüber befestigt, wie sie befestigt ist.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
84

The Night-Inventory Book of This Hall, 1629–1637Das Nachtinventarbuch dieser Halle, 1629–1637

Folio, calf over boards, 13 in. by 8½ in., 312 leaves, 306 written · Plate 84 · Estimate 8–12 marksFolio, Kalbleder über Holzdeckeln, 13 auf 8½ Zoll, 312 Blätter, 306 beschrieben · Tafel 84 · Schätzung 8–12 Mark

The book of the night count of this hall, opened in Winemonth 1629 upon the taking of this house's bond with the Waterbailiff, and written to within six leaves of its end. Calf over boards, the front board rubbed white where it has lain under a lamp, the fore-edge grey with handling at the lower corner only, that being the corner a man turns with a wet thumb.Das Buch der nächtlichen Zählung dieses Saales, im Weinmond 1629 mit der Stellung der Kaution dieses Hauses beim Wasservogt eröffnet und bis auf sechs Blätter an sein Ende beschrieben. Kalbleder über Holzdeckeln, der Vorderdeckel weiß gerieben, wo er unter einer Lampe gelegen hat, der Vorderschnitt allein an der unteren Ecke grau vom Anfassen, das ist die Ecke, die ein Mann mit nassem Daumen wendet.

84The Night-Inventory Book of This Hall, 1629–1637Das Nachtinventarbuch dieser Halle, 1629–1637

No provenance is offered with this lot.Zu diesem Los wird keine Provenienz geboten.

Condition Zustand sound, the binding tight, three leaves foxed at the head. The last leaves are still in use; delivery of this lot is made after the close of the fourth day, a new book being opened on the eighteenth. Offered with the Waterbailiff's endorsement upon the paste-down and with the loose tickets kept between the boards, which are not counted in the leaf count above.fest, der Einband stramm, drei Blätter am Kopf stockfleckig. Die letzten Blätter sind noch in Gebrauch; die Auslieferung dieses Loses erfolgt nach dem Schluss des vierten Tages, da am achtzehnten ein neues Buch eröffnet wird. Angeboten mit dem Vermerk des Wasservogts auf dem Spiegel und mit den losen Zetteln, die zwischen den Deckeln verwahrt werden und in der obigen Blattzahl nicht mitgezählt sind.

[in pencil] The count of 14 Sprokkel reads 102. It reads 102 four other times. All four were foggy.[mit Bleistift] Die zählung vom 14. Sprokkel liest 102. Sie liest viermal sonst noch 102. Alle vier waren neblig.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
85

A Coffin-Plate, Engraved with a DateEine Sargplatte, mit einem Datum graviert

Latten, silvered, 11 in. by 5½ in., 6 oz 2 dr. · Plate 85 · Estimate 2–4 marksMessing, versilbert, 11 auf 5½ Zoll, 6 Unzen 2 Drachmen · Tafel 85 · Schätzung 2–4 Mark

A coffin-plate of the shield form, latten silvered over, engraved with a name and a date within a border of laurel, the four fixing holes drilled and clean. No pin has ever been driven through them and there is no impression of a pin head on the face. Ordered through Jelle Munck, gravedigger of St. Bavo's ground, and not delivered to the grave. The date engraved upon the plate is not the date entered in the register of burials of St. Bavo's ground, and is one of the three dates set out in the certificates offered as lot 79. The house prints neither date here.Ein Sargschild in Schildform, Messing dünn versilbert, mit einem Namen und einem Datum in einer Lorbeerbordüre graviert, die vier Befestigungslöcher gebohrt und sauber. Durch sie ist nie ein Stift getrieben worden, und auf der Fläche ist kein Abdruck eines Stiftkopfes. Bestellt über Jelle Munck, Totengräber vom Friedhof St. Bavo, und nicht zum Grabe geliefert. Das auf dem Schild gravierte Datum ist nicht das Datum, das im Begräbnisregister des Friedhof St. Bavo eingetragen ist, und ist eines der drei Daten, die in den als Los 79 angebotenen Urkunden verzeichnet sind. Das Haus druckt hier keines der beiden Daten.

85A Coffin-Plate, Engraved with a DateEine Sargplatte, mit einem Datum graviert

No provenance is offered with this lot.Zu diesem Los wird keine Provenienz geboten.

Condition Zustand the silvering worn through at the upper edge where the plate has been handled, the reverse bright and unmarked.die Versilberung an der oberen Kante durchgerieben, wo das Schild angefasst worden ist, die Rückseite blank und ohne Spur.

[in red ink] Not silver: latten, silvered thin, and any weigher in this city would say so in a breath. The name is cut with a broad lozenge and the year with a narrow one, shallower, and later, on a plate that had already been polished once. So the plate sat by while somebody waited to hear which year to put on it. Ask who kept it in the meantime, and ask the gravedigger what he was paid for a plate he never screwed down. C.O.[in roter Tinte] Kein Silber: Messing, dünn versilbert, und jeder Wäger dieser Stadt sagte es in einem Atemzug. Der Name ist mit einer breiten Raute geschnitten und die Jahreszahl mit einer schmalen, flacher, und später, auf einem Schild, das schon einmal poliert war. Also lag das Schild da, während jemand wartete, welches Jahr daraufzusetzen sei. Frag, wer es unterdessen verwahrte, und frag den Totengräber, was er für ein Schild bekam, das er nie festschraubte. C.O.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
86

The Quist Testament, with a Codicil in Another HandDas Quist-Testament, mit einem Kodizill in anderer Hand

Two skins engrossed, one sheet appended, three seals in tin skippets · Plate 86 · Estimate 14–20 marksZwei ausgefertigte Häute, ein Blatt angeheftet, drei Siegel in zinnernen Kapseln · Tafel 86 · Schätzung 14–20 Mark

The testament of the late owner, engrossed on two skins by Coenraad Zeeger, notary of this city, dated in Haymonth 1628, signed at the foot and at the join of the skins, and sealed with three seals in tin skippets on plaited cords. The engrossing hand is Zeeger's throughout and the interlineation at the fourth clause is initialled by him. The office exemplification remains with the Court of Wards; this is the vendor's engrossment, released to this house under the order of the court printed at the head of this catalogue.Das Testament des verstorbenen Eigentümers, von Coenraad Zeeger, Notar dieser Stadt, auf zwei Häuten ausgefertigt, datiert im Heumond 1628, am Fuß und an der Naht der Häute unterzeichnet und mit drei Siegeln in zinnernen Kapseln an geflochtenen Schnüren gesiegelt. Die ausfertigende Hand ist durchweg die Zeegers, und die Einfügung zwischen den Zeilen bei der vierten Klausel ist von ihm mit seinen Initialen versehen. Die amtliche Ausfertigung verbleibt beim Vormundschaftsgericht; dies ist die Ausfertigung des Einlieferers, diesem Haus unter der am Kopf dieses Katalogs abgedruckten Anordnung des Gerichts überlassen.

86The Quist Testament, with a Codicil in Another HandDas Quist-Testament, mit einem Kodizill in anderer Hand

No provenance is offered with this lot.Zu diesem Los wird keine Provenienz geboten.

Condition Zustand the skins good and the seals entire, one skippet cracked across the lid. The codicil sheet is of a paper of the last ten years, cut down from a larger sheet, and the cut edge has been trimmed with a knife and not with shears.die Häute gut und die Siegel unversehrt, eine Kapsel quer über den Deckel gesprungen. Das Blatt des Kodizills ist von einem Papier der letzten zehn Jahre, aus einem größeren Bogen beschnitten, und die Schnittkante ist mit einem Messer beschnitten und nicht mit der Schere.

[in pencil] The codicil is in the same hand as the reserve list. Compare the descenders.[mit Bleistift] Das kodizill ist in derselben hand wie die liste der mindestpreise. Vergleiche die unterlängen.

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Fourth DayVierter Tag
87

A Jar, Sealed, Containing a Hand That WritesEin Glas, versiegelt, enthaltend eine Hand, die schreibt

Glass, lute and spirit of wine, jar 9 in., 4 lb 11 oz filled · Plate 87 · Estimate 30–45 marksGlas, Kitt und Weingeist, Glas 9 Zoll, 4 Pfund 11 Unzen gefüllt · Tafel 87 · Schätzung 30–45 Mark

A preparation jar of green glass, 9 inches to the lip, the mouth closed with a lead cap bedded in lute and bound with wire, containing spirit of wine and a right hand, severed at the wrist, the cut single and clean. The hand is that of a grown person, the nails cut short, the first two fingers stained at the inner side as a copyist's fingers are stained. It stood on the second shelf of the shop of Aefke Duym, apothecary of the Rope Street, and came to this house in discharge of an account.Ein Präparatenglas aus grünem Glas, 9 Zoll bis zur Lippe, die Mündung mit einer in Kitt gebetteten und mit Draht umwickelten Bleikappe geschlossen, enthaltend Weingeist und eine rechte Hand, am Handgelenk abgetrennt, der Schnitt einfach und sauber. Die Hand ist die eines erwachsenen Menschen, die Nägel kurz geschnitten, die ersten zwei Finger an der Innenseite gefleckt, wie die Finger einer Kopistin gefleckt sind. Es stand auf dem zweiten Brett des Ladens von Aefke Duym, Apothekerin von der Seilerstraße, und kam in Tilgung einer Rechnung an dieses Haus.

87A Jar, Sealed, Containing a Hand That WritesEin Glas, versiegelt, enthaltend eine Hand, die schreibt

No provenance is offered with this lot.Zu diesem Los wird keine Provenienz geboten.

Condition Zustand the glass sound, the lute renewed, the spirit clear and standing an inch above the specimen. Not to be tried in the gallery, and not to be carried other than upright.das Glas fest, der Kitt erneuert, der Weingeist klar und einen Zoll über dem Präparat stehend. Nicht in der Galerie zu erproben und nicht anders als aufrecht zu tragen.

[in red ink] The jar is bottle-house work of this city and worth two stivers. The lute is not the apothecary's pitch but a bituminous stuff used on ships' fittings, and the spirit has been topped up within the year, which no jar does for itself. Somebody keeps this. C.O.[in roter Tinte] Das Glas ist Flaschenhausarbeit dieser Stadt und zwei Stüber wert. Der Kitt ist nicht das Pech des Apothekers, sondern ein bituminöses Zeug, das man an Schiffsbeschlägen gebraucht, und der Weingeist ist binnen des Jahres nachgefüllt worden, was kein Glas für sich selbst tut. Jemand hält das hier. C.O.

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Fourth DayVierter Tag
88

The Kannewerd Charter, in a Lead CaseDie Kannewerd-Urkunde, in einer Bleikapsel

Lead case 14 in. by 4½ in., 9 lb 6 oz · Charter of one skin, seal of lead · Plate 88 · Estimate 120–180 marksBleikapsel 14 auf 4½ Zoll, 9 Pfund 6 Unzen · Urkunde von einer Haut, Siegel aus Blei · Tafel 88 · Schätzung 120–180 Mark

A cylindrical case of cast lead, 14 inches long and 4½ inches across, the seams soldered, one end formed as a cap and sweated home. Within, rolled and dry, a charter of one skin, 21 inches by 15, in a chancery hand of the last century, granting to the burghers of a town two days inland the customs of their market, a weekly market on the Thursday, the right to keep their own beam and weights, and the right to hold a court of their own for debts under three marks. The seal is a lead bulla on a cord of hemp, entire, and shows on the one side a gate between two towers and on the other a beam with two pans.Eine zylindrische Kapsel aus gegossenem Blei, 14 Zoll lang und 4½ Zoll im Durchmesser, die Nähte gelötet, ein Ende als Kappe geformt und aufgeschweißt. Darin, gerollt und trocken, eine Urkunde von einer Haut, 21 auf 15 Zoll, in einer Kanzleihand des vorigen Jahrhunderts, welche den Bürgern einer zwei Tagereisen im Binnenland gelegenen Stadt die Zölle ihres Marktes, einen Wochenmarkt am Donnerstag, das Recht, eine eigene Waage und eigene Gewichte zu führen, und das Recht verleiht, für Schulden unter drei Mark ein eigenes Gericht zu halten. Das Siegel ist eine Bleibulle an einer Hanfschnur, unversehrt, und zeigt auf der einen Seite ein Tor zwischen zwei Türmen und auf der anderen einen Waagebalken mit zwei Schalen.

88The Kannewerd Charter, in a Lead CaseDie Kannewerd-Urkunde, in einer Bleikapsel

Provenance Provenienz entered in the strongroom of Klaas Vantoc, pledge-broker of this city, against a loan, the entry giving the weight of the case and not its contents — thence to this house, no vendor named — thence the deceasedin der Verwahrkammer von Klaas Vantoc, Pfandleiher dieser Stadt, gegen ein Darlehen eingetragen, wobei der Eintrag das Gewicht der Kapsel angibt und nicht ihren Inhalt — sodann an dieses Haus, kein Einlieferer genannt — sodann der Verstorbene

Condition Zustand the lead sound, one dent at the cap end. The skin is stiff at the outer turn of the roll and must be opened flat and not shaken open. A claim in respect of this lot is entered by Ilsabet Vantoc upon a folio of a pledge-book which is itself offered in this sale, and stands referred to the Court of Wards. The lot is offered without prejudice to the claim.das Blei fest, eine Delle am Kappenende. Die Haut ist an der äußeren Windung der Rolle steif und muss flach geöffnet und nicht aufgeschüttelt werden. Ein Anspruch auf dieses Los ist von Ilsabet Vantoc angemeldet, gestützt auf ein Folio eines Pfandbuchs, das selbst in dieser Auktion angeboten wird, und ist an das Vormundschaftsgericht verwiesen. Das Los wird unter Vorbehalt des Anspruchs angeboten.

Plate Tafel Plate 88. The lead case, and the charter opened flat beside it with the bulla laid over the lower margin; the town gate of the seal shown at twice the size in the corner of the sheet.Tafel 88. Die Bleikapsel, und daneben die flach geöffnete Urkunde mit der über den unteren Rand gelegten Bulle; das Stadttor des Siegels in der Ecke des Blattes in doppelter Größe abgebildet.

[in pencil] Red ink is silent here. That is the loudest thing in the book.[mit Bleistift] Rote tinte schweigt hier. Das ist das lauteste im ganzen buch.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
89

The RefusalDie Verweigerung

Latten with silver mounts, 26 in. high, 19 in. across the arms, 14 lb 3 oz · Plate 89 · Estimate 300–400 marksMessing mit Silberbeschlägen, 26 Zoll hoch, 19 Zoll über die Arme, 14 Pfund 3 Unzen · Tafel 89 · Schätzung 300–400 Mark

A candlestick of seven branches, latten cast and turned, the knops and the seven socket-rims silver and struck with the Weighhouse mark of 1571, 26 inches to the rim of the centre socket and 19 inches across the outer arms. The stem is hexagonal to the first knop and round above it. The foot is a plain dished circle of 9 inches, weighted with lead, and is engraved on the underside with a name and a year, the name being that of the wife of a house of this city and the year 1571.Ein Leuchter mit sieben Armen, Messing gegossen und gedreht, die Knäufe und die sieben Tüllenränder aus Silber und mit dem Waaghaus-Zeichen von 1571 gepunzt, 26 Zoll bis zum Rand der mittleren Tülle und 19 Zoll über die äußeren Arme. Der Schaft ist bis zum ersten Knauf sechseckig und darüber rund. Der Fuß ist ein schlichter, geschüsselter Kreis von 9 Zoll, mit Blei beschwert, und ist auf der Unterseite mit einem Namen und einer Jahreszahl graviert, wobei der Name der der Frau eines Hauses dieser Stadt ist und die Jahreszahl 1571.

89The RefusalDie Verweigerung

Provenance Provenienz 1571 · made for the house of Wett, the foot engraved with the name of the lady of that house in the year of her marriage — 1620 · bequeathed by Machteld Wett to the deceased, the instrument of bequest lodged with the Court of Wards — thence the deceased, in whose possession it stood at the date of the inventory1571 · für das Haus Wett gemacht, der Fuß mit dem Namen der Herrin jenes Hauses im Jahr ihrer Heirat graviert — 1620 · von Machteld Wett dem Verstorbenen vermacht, die Urkunde des Vermächtnisses beim Vormundschaftsgericht hinterlegt — sodann der Verstorbene, in dessen Besitz es zum Zeitpunkt des Inventars stand

Condition Zustand excellent, the silver mounts unrubbed, the lead of the foot re-run at one point. Delivered in a fitted case of deal with a hasp, which case is of this house's making and has been made four times.ausgezeichnet, die Silberbeschläge unberieben, das Blei des Fußes an einer Stelle neu gegossen. Ausgeliefert in einem passenden Kasten aus Tannenholz mit einem Riegel, welcher Kasten von diesem Haus gemacht ist und viermal gemacht worden ist.

Plate Tafel Plate 89. The Refusal: seven sockets, all empty; front elevation, with the foot shown separately from beneath to give the engraving. Seven candles stand in the sockets and are burning. On the wall behind them are eight shadows.Tafel 89. Die Verweigerung: sieben Tüllen, alle leer; Vorderansicht, mit dem Fuß gesondert von unten abgebildet, um die Gravur zu zeigen. In den Tüllen stehen sieben Kerzen und brennen. An der Wand hinter ihnen sind acht Schatten.

[in pencil] Seven buyers. Six returns. The seventh will not return it, and not because he wants it.[mit Bleistift] Sieben käufer. Sechs rückgaben. Der siebente wird ihn nicht zurückbringen, und nicht, weil er ihn will.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
90

A Bundle of Bidding Paddles, Forty-TwoEin Bündel Bietkellen, zweiundvierzig

Beech and oil paint, 42 paddles, 17 in. each · Plate 90 · Estimate 3–5 marksBuche und Ölfarbe, 42 Bietschilder, je 17 Zoll · Tafel 90 · Schätzung 3–5 Mark

Forty-two paddles of beech, 17 inches over all, the blades 6 inches by 5, painted white and numbered in black oil, the grips wrapped in whipcord. Forty-one carry numbers, being 1 to 41. The forty-second is blank and has never been numbered.Zweiundvierzig Bietschilder aus Buche, 17 Zoll über alles, die Blätter 6 auf 5 Zoll, weiß gestrichen und in schwarzer Ölfarbe nummeriert, die Griffe mit Zwirnschnur umwickelt. Einundvierzig tragen Nummern, nämlich 1 bis 41. Das zweiundvierzigste ist leer und ist nie nummeriert worden.

90A Bundle of Bidding Paddles, Forty-TwoEin Bündel Bietkellen, zweiundvierzig

No provenance is offered with this lot.Zu diesem Los wird keine Provenienz geboten.

Condition Zustand as described, the paint chipped throughout, four grips renewed. Offered with the rack, which is deal, and with the tallies.wie beschrieben, die Farbe durchgehend abgeschlagen, vier Griffe erneuert. Angeboten mit dem Gestell, das aus Tannenholz ist, und mit den Kerbhölzern.

[in pencil] Forty-two paddles for forty-one numbers. Forty-one is the house. The blank one is worse.[mit Bleistift] Zweiundvierzig bietschilder für einundvierzig nummern. Einundvierzig ist das haus. Das leere ist schlimmer.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
91

The Cabinet of Falsehoods, Nineteen Forgeries, Sold as SuchDas Kabinett der Fälschungen, neunzehn Stück, als solche verkauft

Cabinet of oak, nineteen compartments, 26 in. by 18 in. by 9 in. · Plate 91 · Estimate 70–100 marksKabinettschrank aus Eiche, neunzehn Fächer, 26 auf 18 auf 9 Zoll · Tafel 91 · Schätzung 70–100 Mark

A table cabinet of oak with a fall front, nineteen compartments lined in blue paper, each holding one object and one written opinion. Every object in this cabinet is a forgery and is offered as a forgery. Every opinion states what the object is not, and eleven of the nineteen opinions are in the hand of the person who made the object they lie beside.Ein Tischkabinett aus Eiche mit einer Klappe, neunzehn Fächer mit blauem Papier ausgeschlagen, jedes mit einem Gegenstand und einem geschriebenen Gutachten. Jeder Gegenstand in diesem Kabinett ist eine Fälschung und wird als Fälschung angeboten. Jedes Gutachten gibt an, was der Gegenstand nicht ist, und elf der neunzehn Gutachten sind in der Hand desjenigen, der den Gegenstand gemacht hat, neben dem sie liegen.

91The Cabinet of Falsehoods, Nineteen Forgeries, Sold as SuchDas Kabinett der Fälschungen, neunzehn Stück, als solche verkauft

Provenance Provenienz purchased at a sale in this city; thence the deceased.bei einer Auktion in dieser Stadt erworben; sodann der Verstorbene.

Condition Zustand the cabinet sound, two compartment linings replaced, the fall front scratched. So described in the earlier list, and offered under the description it there bears, which is a cabinet of instruction.das Kabinett fest, zwei Fachauskleidungen ersetzt, die Klappe zerkratzt. So im früheren Verzeichnis beschrieben und unter der Bezeichnung angeboten, die es dort trägt, nämlich ein Kabinett der Belehrung.

[in red ink] Assembled by this house. Nineteen forgeries in one case is not a collection, it is a defence, and it is put here so that a buyer who is cheated on another lot may be shown that this house names a false thing false when it suits it. The signature plate alone would hang a man in Lentmonth and it is priced at seventy marks in Sprokkel. Ask who profits by a cabinet that teaches a room to doubt everything except the catalogue. C.O.[in roter Tinte] Von diesem Haus zusammengestellt. Neunzehn Fälschungen in einem Kasten sind keine Sammlung, sie sind eine Verteidigung, und sie stehen hier, damit einem Käufer, der bei einem anderen Los betrogen wird, gezeigt werden kann, dass dieses Haus eine falsche Sache falsch nennt, wenn es ihm passt. Die Signaturplatte allein brächte im Lenzmond einen Mann an den Galgen und ist im Sprokkel mit siebzig Mark ausgepreist. Frag, wer an einem Kabinett verdient, das einen Saal lehrt, an allem zu zweifeln außer am Katalog. C.O.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
92

A Second Case, of Nine Objects, Assembled by This HouseEin zweiter Kasten, von neun Gegenständen, von diesem Haus zusammengestellt

Case of deal, nine objects, 30 in. by 20 in. · Plate 92 · Estimate 20–30 marksKasten aus Tannenholz, neun Gegenstände, 30 auf 20 Zoll · Tafel 92 · Schätzung 20–30 Mark

A case of deal with nine beds cut in a lime tray, containing nine objects. The case was got up for the objects and not the objects for the case. This lot is assembled by this house out of the residue of the estate, being things too small to be offered singly and not the fellows of anything offered, and the house states the fact because the ordinance requires an assembled lot to be declared. Nothing in the case has been cleaned, altered, mounted, or married to anything else.Ein Kasten aus Tannenholz mit neun in einen Einsatz aus Lindenholz geschnittenen Betten, enthaltend neun Gegenstände. Der Kasten wurde für die Gegenstände hergerichtet und nicht die Gegenstände für den Kasten. Dieses Los ist von diesem Haus aus dem Rest des Nachlasses zusammengestellt, nämlich aus Dingen, die zu klein sind, um einzeln angeboten zu werden, und die zu nichts Angebotenem gehören, und das Haus gibt die Tatsache an, weil die Verordnung verlangt, dass ein zusammengestelltes Los erklärt werde. Nichts im Kasten ist gereinigt, verändert, montiert oder mit etwas anderem zusammengefügt worden.

92A Second Case, of Nine Objects, Assembled by This HouseEin zweiter Kasten, von neun Gegenständen, von diesem Haus zusammengestellt

No provenance is offered with this lot.Zu diesem Los wird keine Provenienz geboten.

Condition Zustand as described. The lime tray is new work and is charged in the estate account at three stivers.wie beschrieben. Der Einsatz aus Lindenholz ist neue Arbeit und ist in der Nachlassrechnung mit drei Stüber berechnet.

[in pencil] Nine assembled here. She wrote it down because she had to. She did not have to say by whom.[mit Bleistift] Neun hier zusammengestellt. Sie hat es aufgeschrieben, weil sie musste. Sie musste nicht sagen, von wem.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
93

The Strongroom Key, the ThirdDer Schlüssel der Verwahrkammer, der dritte

Wrought iron, 5⅜ in., 4 oz. · Plate 93 · Estimate 350–450 marksSchmiedeeisen, 5⅜ Zoll, 4 Unzen · Tafel 93 · Schätzung 350–450 Mark

A key of wrought iron, 5⅜ inches over all, the bow a plain oval with a file-mark across it, the shank hollow and pierced, the ward-cut of five steps and one cross-cut. Blackened with age and lately oiled. The steps are worn upon their leading edges only, which is the wear of long use in one direction, and the tip of the shank is bruised as though it had at some time been driven.Ein Schlüssel aus Schmiedeeisen, 5⅜ Zoll über alles, die Reide ein schlichtes Oval mit einer Feilmarke quer darüber, der Halm hohl und durchbrochen, der Bart mit fünf Stufen und einem Quereinschnitt. Vom Alter geschwärzt und unlängst geölt. Die Stufen sind allein an ihren vorderen Kanten abgenutzt, was die Abnutzung langen Gebrauchs in einer Richtung ist, und die Spitze des Halms ist gestaucht, als wäre sie irgendwann einmal getrieben worden.

93The Strongroom Key, the ThirdDer Schlüssel der Verwahrkammer, der dritte

Provenance Provenienz found. No account of its coming into the hands of this house is of record. The porters' book for that quarter is entered up for eleven nights in one hand.gefunden. Über sein Gelangen in die Hände dieses Hauses ist nichts verzeichnet. Das Trägerbuch jenes Quartals ist für elf Nächte in einer Hand nachgetragen.

Condition Zustand sound, the bow rubbed bright where a thumb has held it. Offered without a lock, and without warranty as to any lock.fest, die Reide blank gerieben, wo ein Daumen sie gehalten hat. Angeboten ohne Schloss und ohne Gewähr hinsichtlich irgendeines Schlosses.

Plate Tafel Plate 93. The third strongroom key, both faces, with the ward-cut shown in section beside it, and a scale in inches.Tafel 93. Der dritte Verwahrkammerschlüssel, beide Seiten, mit dem Bart daneben im Schnitt dargestellt, und ein Maßstab in Zoll.

[in pencil] Do not carry this into the Long Room on the fourth day.[mit Bleistift] Dies am vierten Tag nicht in den Langen Saal tragen.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
94

A Roll of Forty-One Names, PinnedEine Rolle von einundvierzig Namen, genadelt

Vellum roll, 31 in. by 4½ in., with brass pins · Plate 94 · Estimate 6–10 marksPergamentrolle, 31 auf 4½ Zoll, mit Messingnadeln · Tafel 94 · Schätzung 6–10 Mark

A roll of vellum, 31 inches by 4½, written in one column in brown ink, forty-one names, each name pierced through by a brass pin of the sort used by cabinet-makers to set moths. The pins are driven from the face and turned over at the back, save one. Between the names are no dates, no trades, no sums, and no rulings.Eine Rolle Pergament, 31 auf 4½ Zoll, in einer Spalte in brauner Tinte beschrieben, einundvierzig Namen, jeder Name durchstochen von einer Messingnadel jener Art, wie Kunsttischler sie zum Aufstecken von Motten verwenden. Die Nadeln sind von der Schauseite eingetrieben und auf der Rückseite umgebogen, bis auf eine. Zwischen den Namen stehen keine Daten, keine Gewerbe, keine Summen und keine Linierungen.

94A Roll of Forty-One Names, PinnedEine Rolle von einundvierzig Namen, genadelt

Provenance Provenienz of the deceased, and found in his own press.des Verstorbenen, und in seinem eigenen Schrank gefunden.

Condition Zustand the vellum cockled at the head where it has been rolled damp; two pins wanting, their holes remaining; the names unstruck and uncancelled throughout.das Pergament am Kopf gewellt, wo es feucht gerollt wurde; zwei Nadeln fehlen, ihre Löcher bleiben; die Namen durchweg ungestrichen und ungetilgt.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
95

The Fog Bell of the Sluice, CrackedDie Nebelglocke der Schleuse, gesprungen

Bell-bronze, 17 in. at the mouth, 96 lb. · Plate 95 · Estimate 120–160 marksGlockenbronze, 17 Zoll am Mund, 96 Pfund · Tafel 95 · Schätzung 120–160 Mark

A bell of the harbour pattern, 17 inches at the mouth and 96 pounds with the clapper, cast by Wibbe Hobbe, bell-founder of this city, and lettered about the shoulder I CALL THE GATE and no date. It hung at the sluice head and was struck, not swung, in thick weather, and while it was struck the fog stood off the gate and the watermen could see the leaves and the water between them.Eine Glocke nach Hafenmuster, 17 Zoll am Mund und 96 Pfund samt Klöppel, gegossen von Wibbe Hobbe, Glockengießer dieser Stadt, und um die Schulter beschriftet ICH RUFE DAS TOR und ohne Jahr. Sie hing am Schleusenkopf und wurde bei dickem Wetter angeschlagen, nicht geläutet, und solange sie angeschlagen wurde, stand der Nebel vom Tor ab, und die Wasserleute konnten die Flügel sehen und das Wasser zwischen ihnen.

95The Fog Bell of the Sluice, CrackedDie Nebelglocke der Schleuse, gesprungen

Provenance Provenienz cast for the Chamber of Ordinances and hung at the sluice head — 1629 · taken down when the larger bell was hung, and sold by the Chamber as metal, entire and unbroken, by warrant at the Weighhouse — thence the deceased, who did not have it broken upfür die Kammer der Verordnungen gegossen und am Schleusenkopf aufgehängt — 1629 · abgenommen, als die größere Glocke aufgehängt wurde, und von der Kammer als Metall verkauft, ganz und ungebrochen, auf Schein im Waaghaus — sodann der Verstorbene, der sie nicht zerschlagen ließ

Condition Zustand as described. The fracture is not entered in the inventory taken at the house upon the Kolkgracht, nor in the condition report made at the removal of the goods to this hall, nor in the porters' book. It is bright in the metal and unweathered.wie beschrieben. Der Bruch ist weder im Inventar verzeichnet, das im Haus am Kolkgracht aufgenommen wurde, noch im Zustandsbericht, der bei der Verbringung der Güter in diesen Saal erstellt wurde, noch im Trägerbuch. Er ist blank im Metall und unverwittert.

[in pencil] It was cracked the night the numbers moved. Nobody rang it.[mit Bleistift] Sie sprang in der Nacht, in der die Nummern wanderten. Niemand hat sie geläutet.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
96

The Draughtswoman's Portfolio, One Hundred and One PlatesDie Mappe der Zeichnerin, einhundertundein Tafeln

Watercolour over silverpoint on laid paper, 101 sheets, the largest 19 in. by 14 in. · Plate 96 · Estimate 60–90 marks entire, or 1–3 marks the plateAquarell über Silberstift auf Büttenpapier, 101 Blätter, das größte 19 auf 14 Zoll · Tafel 96 · Schätzung 60–90 Mark im Ganzen oder 1–3 Mark die Tafel

The original drawings from which the plates of this catalogue were engraved: one hundred and one sheets, watercolour over silverpoint on laid paper of two makings, numbered to the lots in the corner in the draughtswoman's hand, and captioned by her in the engraver's register, which is offered with them. The colour is thin and correct. Where a thing is dark she has left the paper and worked the light around it.Die Originalzeichnungen, nach denen die Tafeln dieses Katalogs gestochen wurden: einhundertundein Blatt, Aquarell über Silberstift auf Büttenpapier zweier Herstellungen, in der Ecke von der Hand der Zeichnerin den Losen zugenummert und von ihr im Register des Stechers mit Bildunterschriften versehen, welches mit ihnen angeboten wird. Die Farbe ist dünn und richtig. Wo eine Sache dunkel ist, hat sie das Papier stehen lassen und das Licht darum herum gearbeitet.

96The Draughtswoman's Portfolio, One Hundred and One PlatesDie Mappe der Zeichnerin, einhundertundein Tafeln

Provenance Provenienz 1636 · drawn for this house by Jonet Fray, draughtswoman, of the Rope Street, under agreement of Lentmonth of that year, the sheets to remain with the house against payment — the account for the last eleven sheets is unpaid and stands against the estate1636 · für dieses Haus gezeichnet von Jonet Fray, Zeichnerin, aus der Seilerstraße, nach Vereinbarung vom Lenzmond jenes Jahres, die Blätter gegen Bezahlung beim Haus verbleibend — die Rechnung für die letzten elf Blätter ist unbezahlt und steht gegen den Nachlass

Condition Zustand good throughout, three sheets foxed at the head, one sheet (lot 54) cockled where it has been wet and dried flat. The portfolio itself is of marbled boards with green ribbons, the marbled paper of the upper board lifting along the fore-edge and not lately laid down. The draughtswoman is not now in the employment of this house, and no further sheets are to be looked for.durchweg gut, drei Blätter am Kopf stockfleckig, ein Blatt (Los 54) gewellt, wo es nass wurde und flach getrocknet ist. Die Mappe selbst besteht aus marmorierten Deckeln mit grünen Bändern, das Marmorpapier des oberen Deckels hebt sich am Vorderschnitt und wurde nicht unlängst neu aufgezogen. Die Zeichnerin steht jetzt nicht mehr im Dienst dieses Hauses, und weitere Blätter sind nicht zu erwarten.

Plate Tafel Plate 96. The portfolio, one hundred and one plates, the boards open and the stack squared upon the presentation table, a ribbon hanging. The stack has one hundred and two sheets. The topmost lies with the drawing downward.Tafel 96. Die Mappe, einhundertundeine Tafel, die Deckel offen und der Stapel auf dem Vorlagetisch gerade gerichtet, ein Band hängend. Der Stapel hat einhundertundzwei Blätter. Das oberste liegt mit der Zeichnung nach unten.

[in pencil] One hundred and one plates and she drew one hundred and two. The last is under the marbled paper of the cover.[mit Bleistift] Einhundertundeine Tafel, und sie hat einhundertundzwei gezeichnet. Die letzte liegt unter dem Marmorpapier des Deckels.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
97

Quist's Mourning Ring, Made for Himself, 1611Quists Trauerring, für ihn selbst gemacht, 1611

Gold, black enamel and rock crystal, size 9, 7 dwt. · Plate 97 · Estimate 90–120 marksGold, schwarzes Email und Bergkristall, Weite 9, 7 Pennygewicht · Tafel 97 · Schätzung 90–120 Mark

A mourning ring, gold, the hoop enamelled black in two bands, the bezel an oval of rock crystal over plaited hair, brown and fine and not the hair of a grown person. Within the hoop, engraved: the initials of the deceased and the year 1611. Upon the reverse of the bezel a cartouche cut for a date, polished and never engraved; the graver's line was set out for it and the field was left.Ein Trauerring, Gold, der Reif in zwei Bändern schwarz emailliert, die Fassung ein Oval aus Bergkristall über geflochtenem Haar, braun und fein und nicht das Haar eines Erwachsenen. Innen im Reif graviert: die Initialen des Verstorbenen und das Jahr 1611. Auf der Rückseite der Fassung eine für ein Datum geschnittene Kartusche, poliert und niemals graviert; die Linie des Stechers war dafür angelegt, und das Feld blieb leer.

97Quist's Mourning Ring, Made for Himself, 1611Quists Trauerring, für ihn selbst gemacht, 1611

Provenance Provenienz of the deceased, made to his own order, and worn by him.des Verstorbenen, auf seine eigene Bestellung angefertigt und von ihm getragen.

Condition Zustand good; the crystal unclouded and tight in its collet, the hair sound behind it. Offered as it stands.gut; der Kristall ungetrübt und fest in seiner Zarge, das Haar dahinter unversehrt. Angeboten, wie er steht.

[in pencil] He had it made twenty-four years before the first certificate. He knew the day.[mit Bleistift] Er ließ ihn vierundzwanzig Jahre vor der ersten Sterbeurkunde anfertigen. Er kannte den Tag.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
98

A Bill of Encumbrance, Forty Lots PledgedEin Verpfändungsschein, vierzig Lose verpfändet

One sheet, folio, printed one side, 13 in. by 8¼ in., with the counterpart · Plate 98 · No estimate is setEin Blatt, Folio, einseitig bedruckt, 13 auf 8¼ Zoll, mit der Gegenausfertigung · Tafel 98 · Es wird keine Schätzung gesetzt

Printed as it stands:Gedruckt, wie es dasteht:

98A Bill of Encumbrance, Forty Lots PledgedEin Verpfändungsschein, vierzig Lose verpfändet

No provenance is offered with this lot.Zu diesem Los wird keine Provenienz geboten.

[in pencil] Forty lots. Count which forty. Then count which forty are still unsold on the fourth day.[mit Bleistift] Vierzig Lose. Zähle nach, welche vierzig. Dann zähle nach, welche vierzig am vierten Tag noch unverkauft sind.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
99

The Hammer of the Rostrum, in IvoryDer Hammer des Pults, in Elfenbein

Ivory and ebony, 8¾ in., with its block · Plate 99 · Estimate 200–260 marksElfenbein und Ebenholz, 8¾ Zoll, mit seinem Klotz · Tafel 99 · Schätzung 200–260 Mark

The hammer used at the rostrum of this house since the removal to the Rope Street: a head of walrus ivory, 2⅝ inches on the face, in a handle of ebony with a silver ferrule, 8¾ inches over all. Both faces of the head are worn flat and the ivory has gone the colour of weak tea on the striking side and stayed white upon the other. Cut into the ferrule, the initials of four criers, the last being those of the crier now in office, cut smaller than the rest because the room upon the ferrule was nearly out. Offered with its block of lignum vitae, dished in the middle to the depth of a penning.Der Hammer, der seit der Übersiedlung in die Seilerstraße am Pult dieses Hauses gebraucht wird: ein Kopf aus Walrosselfenbein, 2⅝ Zoll an der Bahn, in einem Griff aus Ebenholz mit silberner Zwinge, 8¾ Zoll über alles. Beide Bahnen des Kopfes sind flach gescheuert, und das Elfenbein hat auf der Schlagseite die Farbe dünnen Tees angenommen und ist auf der anderen weiß geblieben. In die Zwinge geschnitten die Initialen von vier Ausrufern, die letzten die des jetzt amtierenden Ausrufers, kleiner geschnitten als die übrigen, weil der Platz auf der Zwinge nahezu erschöpft war. Angeboten mit seinem Klotz aus Pockholz, in der Mitte bis zur Tiefe eines Pennings ausgemuldet.

99The Hammer of the Rostrum, in IvoryDer Hammer des Pults, in Elfenbein

Provenance Provenienz of this house.dieses Hauses.

Condition Zustand sound; a check in the ivory at the heel of the head, stopped with wax and not lately opened.fest; ein Riss im Elfenbein an der Ferse des Kopfes, mit Wachs verschlossen und nicht unlängst wieder aufgegangen.

[in pencil] A bargain struck under it holds. That is why they are selling it before the fourth day, not after.[mit Bleistift] Ein unter ihm geschlossener Handel hält. Darum verkaufen sie ihn vor dem vierten Tag und nicht danach.

Corvisser & Lutt · Velhagen
Fourth DayVierter Tag
100

The Unnumbered LotDas unnummerierte Los

Two feet three inches of shelf, third bay of the strongroom · Plate 100 · Estimate 1–2 marksZwei Fuß drei Zoll Regalbrett, dritte Abteilung der Verwahrkammer · Tafel 100 · Schätzung 1–2 Mark

A position, entered because the count required it. No object is described under this number, and the porter can lift nothing from the place.Eine Stelle, eingetragen, weil die Zählung es verlangte. Unter dieser Nummer ist kein Gegenstand beschrieben, und der Träger kann von dem Platz nichts heben.

100The Unnumbered LotDas unnummerierte Los

Provenance Provenienz not of record.nicht verzeichnet.

Condition Zustand not stated. The lot will be offered from the ticket, and what is delivered is the ticket.nicht angegeben. Das Los wird vom Zettel aus angeboten, und was geliefert wird, ist der Zettel.

Plate Tafel Plate 100. The third bay of the strongroom, the shelf at the height of the hand, the case of lot 99 to the left and the wall to the right, and the space between them.Tafel 100. Die dritte Abteilung der Verwahrkammer, das Brett auf Handhöhe, das Etui von Los 99 zur Linken und die Wand zur Rechten, und der Raum zwischen ihnen.

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Fourth DayVierter Tag
101

The Sealed CabinetDer versiegelte Schrank

Black oak, 5 ft 4 in. by 2 ft 7 in. by 1 ft 9 in. · Plate 101 · Withdrawn; not offeredSchwarze Eiche, 5 Fuß 4 Zoll auf 2 Fuß 7 Zoll auf 1 Fuß 9 Zoll · Tafel 101 · Zurückgezogen; nicht angeboten

A cabinet of black oak, 5 feet 4 inches high, 2 feet 7 inches wide, 1 foot 9 inches deep, upon a plinth without feet. Seven drawers and one door. The escutcheon of the door is covered by a seal of green wax, whole, bearing the impression of the matrix of the deceased (lot 68). The drawers have no locks and do not draw.Ein Schrank aus schwarzer Eiche, 5 Fuß 4 Zoll hoch, 2 Fuß 7 Zoll breit, 1 Fuß 9 Zoll tief, auf einem Sockel ohne Füße. Sieben Schubladen und eine Tür. Das Schlüsselschild der Tür ist von einem Siegel aus grünem Wachs bedeckt, unversehrt, das den Abdruck der Matrize des Verstorbenen (Los 68) trägt. Die Schubladen haben keine Schlösser und lassen sich nicht ziehen.

101The Sealed CabinetDer versiegelte Schrank

No provenance is offered with this lot.Zu diesem Los wird keine Provenienz geboten.

Condition Zustand not stated.nicht angegeben.

Plate Tafel Plate 101. The cabinet, the seal unbroken, the lot withdrawn; three-quarter view from the right, in the third bay, at the height of a standing man. The seal is broken and the wax lies in two pieces upon the floor within the drawn line of the plinth. The door stands open the width of a finger. In the gap there is no object drawn, and the dark inside the gap is lighter than the dark of the room.Tafel 101. Der Schrank, das Siegel unversehrt, das Los zurückgezogen; Dreiviertelansicht von rechts, in der dritten Abteilung, auf der Höhe eines stehenden Mannes. Das Siegel ist gebrochen, und das Wachs liegt in zwei Stücken auf dem Boden innerhalb der gezeichneten Linie des Sockels. Die Tür steht fingerbreit offen. In dem Spalt ist kein Gegenstand gezeichnet, und das Dunkel im Spalt ist heller als das Dunkel des Raumes.

[in pencil] The seal is whole. It was not whole when she drew it. Someone made it whole again and that someone is in this room.[mit Bleistift] Das Siegel ist unversehrt. Es war nicht unversehrt, als sie es zeichnete. Jemand hat es wieder unversehrt gemacht, und dieser Jemand ist in diesem Saal.

Corvisser & Lutt · Velhagen