d100
Straßen- & Reisebegegnungen
Atmosphäre und kleine Begegnungen für Tage unterwegs.
Bereit
| W100 | Ergebnis |
|---|---|
| 1 | Der Karren einer Händlerin hat ein Rad verloren; sie bietet einen Rabatt für ein paar kräftige Hände. |
| 2 | Ein Meilenstein zeigt eine andere Entfernung, je nachdem, welche Seite du zuerst liest. |
| 3 | Ein Trauerzug zieht schweigend vorbei; die Trauernden nicken dankbar, als ihr zur Seite tretet. |
| 4 | Frische Wolfsspuren laufen 1,5 km parallel zur Straße und hören dann einfach auf. |
| 5 | Ein barfüßiger Pilger bittet darum, euer Feuer teilen zu dürfen, und bezahlt mit bemerkenswerten Geschichten. |
| 6 | Die Brücke voraus ist weg; ein Kind aus der Gegend bietet an, eine Furt zu zeigen, „für eine Kupfermünze und was Süßes“. |
| 7 | Die Bude eines Steuereintreibers steht leer, das Kontobuch aufgeschlagen, die Geldkassette unberührt. |
| 8 | Ein Ochsenkarrenfahrer döst, während sein Ochse der Straße ganz ohne Führung perfekt folgt. |
| 9 | Ihr findet den Stiefelabdruck eines Reisenden im getrockneten Schlamm, mit einer Münze, die sauber in den Fersenabdruck gedrückt ist. |
| 10 | Ein Galgen an der Kreuzung steht leer, und jemand hat rundherum Blumen gepflanzt. |
| 11 | Eine Botin galoppiert vorbei und ruft über die Schulter eine Entschuldigung. |
| 12 | Der Duft von frisch gebackenem Brot weht über die Straße, kilometerweit von jeder Behausung entfernt. |
| 13 | Der Wagen eines Kesselflickers klimpert heran; er schärft Messer und handelt mit Klatsch zu fairen Preisen. |
| 14 | Zwei Knechte treiben ein einzelnes riesiges Schwein zum Markt. Das Schwein hat einen Namen und Meinungen. |
| 15 | In der Opferschale eines Wegschreins liegt ein Edelstein, der ein Vermögen wert ist. Alle haben ihn liegen lassen. |
| 16 | Ihr kommt an einem Feld vorbei, auf dem jede Vogelscheuche echte, kampfgezeichnete Rüstung trägt. |
| 17 | Eine Patrouille hält euch an, vergleicht eine Skizze mit euren Gesichtern, seufzt erleichtert und zieht weiter. |
| 18 | Ein Wanderpriester bietet Segen für Reisende an; sein Esel trägt winzige Sandalen. |
| 19 | Fern auf einer Hügelkuppe beobachtet ein Reiter eure Gruppe einen langen Moment, dann verschwindet er. |
| 20 | Ein umgekippter Honigkarren hat ein Stück Straße herrlich und gefährlich süß gemacht. |
| 21 | Ein Wegweiser wurde verdreht; das Moos auf seiner Nordseite verrät den Trick. |
| 22 | Kinder rennen eine Weile neben eurer Gruppe her und verleihen euch allen geheime Titel. |
| 23 | Ein Karawanenlager lädt euch an sein Feuer ein, unter der Bedingung, dass ihr ein neues Lied mitbringt. |
| 24 | Die Straße führt durch einen Tunnel aus uralten Bäumen, die jeden Laut vollständig verschlucken. |
| 25 | Ihr findet eine verlorene Tasche voller Briefe; jeder ist adressiert, gesiegelt und nie zugestellt. |
| 26 | Eine Schafherde überflutet die Straße; der Schäfer ist nirgends zu sehen, aber der Hund hat alles im Griff. |
| 27 | Ein altes Schlachtfeld grenzt an die Straße; die Bauern pflügen um ein Stück herum, das niemand anrührt. |
| 28 | Ein Regenschauer bricht unmöglich plötzlich herein und hört genauso auf, zurück bleibt ein doppelter Regenbogen. |
| 29 | Ein Mitreisender bietet einen Tausch von Rationen an: seinen Trockenfisch gegen alles, was kein Trockenfisch ist. |
| 30 | Der Wärter einer Zollbrücke winkt euch kostenlos durch: „Ihr zahlt auf dem Rückweg. Das tun alle.“ |
| 31 | Ihr lagert nahe einem Steinkreis; die Nacht ist vollkommen, unnatürlich friedlich. |
| 32 | Ein Kurier mit gebrochenem Knöchel fleht euch an, einen versiegelten Brief bis zur nächsten Stadt mitzunehmen. |
| 33 | Jemand hat Dutzende Windspiele in einen toten Baum an der Straße gehängt. |
| 34 | Ein reisender Bader bietet Haarschnitte, Zähneziehen und Rechtsberatung an, alles mittelmäßig. |
| 35 | Wildpferde halten eine Stunde lang auf Abstand mit eurer Gruppe Schritt, dann schwenken sie wie ein einziges Tier ab. |
| 36 | Die Straße ist 1,5 km weit von Kirschbäumen in voller Blüte gesäumt, außerhalb der Saison. |
| 37 | Ein Jäger teilt ein Stück Weg mit euch und zeigt euch drei Hinterhaltstellen, die ihr übersehen hättet. |
| 38 | Ein verlassener Wagen enthält eine verschlossene Geldkassette und einen Zettel: „Es lohnt sich nicht. Glaubt uns.“ |
| 39 | Eine Fährüberfahrt verzögert sich; der Fährmann besteht darauf, der Fluss „habe schlechte Laune“. |
| 40 | Ein galoppierendes Pferd ohne Reiter zieht vorbei; zehn Minuten später ein wütender Ritter zu Fuß. |
| 41 | Eure Gruppe wird von einer wandelnden Bibliothek überholt: einer Riesenschildkröte mit Bücherregalen und einem Bibliothekar auf dem Rücken. |
| 42 | Ein Dorf am Weg feiert das Fest eines Heiligen, von dem außerhalb des Dorfs noch nie jemand gehört hat. |
| 43 | Ein Blitz spaltet einen Baum ein Feld weiter; in seinem Stamm glänzt etwas Metallisches. |
| 44 | Ein Bettler an der Kreuzung bittet nicht um Münzen, sondern um ein ehrliches Kompliment. |
| 45 | Ihr findet das gestrige Lager einer anderen Gruppe: ordentlich, kalt und genau so angeordnet wie eures. |
| 46 | Ein Straßenabschnitt ist mit alten Grabsteinen gepflastert, Namen nach unten, auf uralten Erlass hin. |
| 47 | Eine Gans verfolgt eure Gruppe etwa 400 m lang mit konzentrierter Feindseligkeit, dann verliert sie das Interesse. |
| 48 | Reiter eskortieren eine verschleierte Adlige vorbei; sie lässt einen Handschuh fallen und blickt nicht zurück. |
| 49 | Ein Bauer schwört, die Menhire auf seinem Feld seien über Nacht näher an die Straße gerückt. |
| 50 | Die Hecke der nächsten 1,5 km ist voller Singvögel, die alle dieselben sieben Töne singen. |
| 51 | Ein Straßentrupp füllt Schlaglöcher mit verdächtiger Geschwindigkeit und Geschicklichkeit; ihr Vorarbeiter ist ein Steinriese, auf Vertragsbasis. |
| 52 | Ihr kommt an einem vor Jahren abgebrannten Gasthaus vorbei; frische Pferdespuren führen in die Ruine hinein, keine heraus. |
| 53 | Ein Hausierer verkauft Karten der Straße voraus, „wie sie war, wie sie ist und wie sie sein wird“. Nur eine ist billig. |
| 54 | Ein entlaufener Jahrmarktsbär macht mitten auf der Straße ein Nickerchen und trägt einen winzigen Hut. |
| 55 | Ein umherziehender Söldner läuft eine Weile mit euch und bezahlt für das Vergnügen mit Lagerfeuerliedern. |
| 56 | Zugvögel füllen eine Stunde lang den Himmel und fliegen, unverkennbar, in Formation. |
| 57 | Die Straße gabelt sich um eine uralte Eiche; Einheimische küssen ihre Handfläche und berühren sie im Vorbeigehen. |
| 58 | Ein schlammverkrusteter Abenteurer stapft in die Gegenrichtung und murmelt: „Die Karte ist falsch. Alles ist falsch.“ |
| 59 | Ihr kreuzt den Weg eines Volkszählers, der jeden von euch nach seinem Beruf fragt und bei den Antworten langsam blinzelt. |
| 60 | Ein Grab am Straßenrand ist mit frischen Blumen und einer vollen, verkorkten Flasche guten Weins geschmückt. |
| 61 | Der Wagen eines Imkers ist umgekippt; die Straße summt, aber die Bienen sind seltsam sanft. |
| 62 | Ein Wachturm auf einem Hügel hisst eine Signalflagge, die laut dem Gemurmel eines vorbeiziehenden Veteranen fünfzig Jahre veraltet ist. |
| 63 | Ihr findet einen Pilzring, der ordentlich einen Meilenstein umschließt. Die Entfernungen darauf ändern sich, wenn ihr hineintretet. |
| 64 | Eine rivalisierende Abenteurergruppe zieht mit schmerzhafter Fröhlichkeit vorbei, in die Richtung, aus der ihr kommt. |
| 65 | Ein Zollwärter nimmt laut uraltem Freibrief Rätsel statt Münzen an und hungert nach guten. |
| 66 | Dichter Nebel zieht auf, und jedes Geräusch kommt aus der falschen Richtung, bis er sich hebt. |
| 67 | Die Rinder eines Viehtreibers weigern sich strikt, einen bestimmten Schatten auf der Straße zu überqueren. |
| 68 | Ihr kommt an einer Sträflingskolonne vorbei, die die Straße ausbessert; ihr Wächter liest ihnen zum Zeitvertreib Gedichte vor, schlecht. |
| 69 | Eine heiße Quelle dampft neben der Straße, Handtücher trocknen auf einer Leine, und ein geschnitztes Schild sagt: „VERTRAUENSBASIS“. |
| 70 | Ein örtlicher Junker und seine Jagdgesellschaft donnern über die Straße, zertrümmern den Zaun eines Bauern und kümmern sich nicht darum. |
| 71 | Ein uralter Meilenstein wurde liebevoll nachgemeißelt; der Steinmetz hinterließ Namen und Jahreszahl, vor 300 Jahren. |
| 72 | Eine Reihe Ponys trägt Käselaibe von der Größe von Wagenrädern; der Geruch eilt ihnen 1,5 km voraus. |
| 73 | Ein stiller Straßenabschnitt, auf dem eure eigenen Schritte nach mehr Leuten klingen, als ihr seid. |
| 74 | Eine wandernde Gelehrte zahlt eine Silbermünze für jede örtliche Legende, die eure Gruppe ihr erzählen kann. |
| 75 | Die Straße senkt sich durch eine Mulde, in der es kurz und unerklärlich Herbst ist. |
| 76 | Ein fahrender Ritter bewacht eine Brücke gegen jeden, der kommt, aufgrund eines Eids, den er sichtlich zutiefst bereut. |
| 77 | Eine Karawane von Kesselflickern zieht vorbei; die Silhouette in einem Wagen hat zu viele Ellbogen und winkt trotzdem. |
| 78 | Ihr findet einen Geldbeutel auf der Straße mit einem Zettel: „Wenn du es brauchst, nimm es. Wenn nicht, leg was dazu.“ Er ist schwer. |
| 79 | Ein Feld voller Sonnenblumen wendet sich der Straße zu, als ihr vorbeigeht, statt der Sonne. |
| 80 | Ein alter Soldat pflanzt Bäume am Straßenrand, einen für jeden Namen auf einer Liste, die er bei sich trägt. |
| 81 | Ein Wolkenbruch treibt alle unter dieselbe Eiche: eure Gruppe, einen Händler, zwei Diebe und einen Büttel. |
| 82 | Das Dorf voraus läutet seine Glocken, als ihr näher kommt; es gilt nicht euch. Wahrscheinlich. |
| 83 | Eine Schauspieltruppe probt am Straßenrand ein Stück und bettelt um Publikum; sie führen euer letztes Abenteuer auf. |
| 84 | Ein kleines Mädchen verkauft „Wachgänse“ an einem Straßenstand. Die Gänse nehmen ihren Beruf ernst. |
| 85 | Eine Stunde lang zeigen eure Schatten in die falsche Richtung. Niemand auf der Straße erwähnt es. |
| 86 | Eine Staubwolke am Horizont entpuppt sich als Hunderte reiterlose, gesattelte Pferde in vollem Galopp. |
| 87 | Ein Einsiedler an einem Steinhaufen bietet jedem Reisenden eine Wahrheit über die Straße voraus, und eine Lüge. |
| 88 | Ihr geht unter einem Aquädukt hindurch; weit oben singt jemand, und die Bögen tragen es kilometerweit. |
| 89 | Eine Handelskarawane führt Pestflaggen, aber die Wachen winken euch heran: Die Flaggen halten nur Banditen fern. |
| 90 | Ein riesiger Fußabdruck ist zu einem Teich neben der Straße geworden. Jetzt leben Enten darin. Es gibt eine Bank. |
| 91 | Ein Stern fällt bei Tageslicht, zieht einen goldenen Schweif und landet hinter den Hügeln, genau dort, wo ihr hinwollt. |
| 92 | Ein Totengräber geht mit seinem Spaten die Straße entlang, lüftet vor jedem Reisenden den Hut und zählt leise vor sich hin. |
| 93 | Der Straßentrupp des Königs streicht jeden Meilenstein neu; unter der abgeschlagenen alten Farbe kommen noch ältere Zahlen zum Vorschein. |
| 94 | Ein schweigender Mönch geht die Straße entlang und setzt an jeder Kreuzung eine Glocke „für später“. |
| 95 | Eine Hochzeitsgesellschaft ergießt sich über die Straße und schluckt eure Gruppe als Ehrengäste, bevor ihr widersprechen könnt. |
| 96 | Ihr erreicht eine Hügelkuppe und seht die Straße sich durch ein Land winden, das zu keiner eurer Karten passt. |
| 97 | Eine schwarze Katze überquert die Straße, hält inne, sieht eure Gruppe an und beschließt sichtlich, dass es die Mühe nicht wert ist. |
| 98 | In der Abenddämmerung entzünden sich Laternen entlang 1,5 km Straße von selbst, die seit Jahrzehnten kein Laternenanzünder mehr abgegangen ist. |
| 99 | Eine Stunde lang grüßt euch jeder Reisende beim Namen, entschuldigend, als verwechsle er euch mit jemand anderem. |
| 100 | Würfle noch zweimal auf dieser Tabelle; die Straße liefert beides. |
